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Stadt Fröndenberg soll Gesamtschulneubau prüfen

Kernsanierung oder sogar Komplettneubau der Fröndenberger Gesamtschule. Diesen Prüfauftrag hat der Stadtrat der Verwaltung mit auf den Weg gegeben.

Dem Beschluss zu Grunde lag ein Antrag der SPD-Fraktion, die sich über das in die Jahre gekommene Schulgebäude im Wiesengrund zunehmend sorgt, wie sie schreibt. Die GSF wurde 1969 eröffnet, würde also in knapp drei Jahren 50 Jahre alt.

Bildungsangebote seien heute mehr denn je entscheidende Standort-Kriterien, schreibt die größte Fröndenberger Ratsfraktion in ihrem Antrag. Die Gesamtschule stehe in besonderer und zunehmend schärferer Konkurrenz zu den weiterführenden Schulen der Nachbarstädte.

Die Räumlichkeiten müssten die unterschiedlichen Formen des Lernens ermöglichen, Rückzugsmöglichkeiten und Ruhezonen bieten. Dazu seien eine umfangreiche Bestandsaufnahme und mehrjährige Investitionsplanung notwendig.

Die Stadtverwaltung soll nun alle denkbaren Szenarien prüfen und durchrechnen – bis hin zum kompletten Abriss und Neubau der Schule.

In das weitläufige Schulgebäude hat die Stadt fortlaufend teils erhebliche Summen investiert. So wurde in den Haushaltsjahren 1998 – 2000 die gesamte technische Gebäudeausrüstung mit einem Kostenaufwand von 1,7 Millionen Euro saniert.

Die CDU trägt den Prüfantrag der SPD ebenso wie die anderen Fraktionen mit. „Es geht darum, erst einmal ein paar erhellende Fakten zusammenzutragen“, schilderte uns CDU-Chefin Sybille Weber das erste Etappenziel. „Wo könnte ein Neubau entstehen? Falls an gleicher Stelle neu gebaut werden soll: Wohin werden in der Abriss- und Bauzeit rund 1.600 Schüler ,ausgelagert? Gleiches Problem gilt es zu lösen, sollten wir – weil wir in den letzten Jahren Millionen in die GSF gesteckt haben – es vorziehen, im Bestand zu sanieren.´“

Von der Gestaltung der neuen Räumlichkeiten bis zu dem wichtigen Kostenfaktor müsse man vorab klar sehen, ist sich die Politik einig. Immerhin, merkt Sybille Weber an, „werden mit einem solchen Projekt wahrscheinlich nicht nur den nächsten, sondern auch weitere Stadträte finanziell binden.“

Da landesweit ähnlich alte Gesamtschulen ebenfalls modernisiert werden mussten/müssen, regte die CDU-Vorsitzende an, sich einmal in betroffenen Städten umzuschauen, welche Lösungen dort gefunden werden. „Abgucken ist erlaubt, wenn es der Sache dient“, merkt Weber augenzwinkernd an.

Einen Schulneubau plant wie berichtet auch Unna. Hier soll ein modernes neues Grundschulgebäude auf dem Neubauareal Hertinger Tor entstehen, zusammen mit einer ebenfalls neuen Kita und (sozialem) Wohnungsbau.

 

 

(Fotorechte: Gesamtschule Fröndenberg)

Kommentare (1)

  • Andre Sander via Facebook

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    Akut war der Neubau schon vor zehn Jahren. Im Haushaltsplan 2010 stehen sogar gravierende Mängel drin. Aber kurz vor der Landtagswahl muss man auch Stimmen sammeln.

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