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Spritztour mit Leichenwagen plus -zig Straftaten mehr: Junge Kriminelle im MK außer Rand und Band

Spritztour mit Leichenwagen – Einbruch – Diebstahl von Krafträdern – insgesamt ein solcher Haufen von Straftaten, dass sich die jungen Verdächtigen gar nicht mehr an jede einzelnen erinnern können. Eine lose Gruppe Jugendlicher und Heranwachsender aus Iserlohn hielt die Polizei des Märkischen Kreises einige Tage lang schwer in Atem.  Der sich jetzt herauskristallisierte Täterkreis wird vermutlich noch anwachsen, gab die MK-Polizei heute bekannt: Tatverdächtig sind bisher 7 Jugendliche / Heranwachsende der unterschiedlichsten Nationalitäten, Deutsche mit und ohne Migrationshintergrund.

Der Gesamtschaden wird noch abschließend einzuschätzen sein, bewegt sich aber bereits im deutlichen 5- bis 6stelligen Eurobereich.

Die kriminellen Aktionen der jungen Leute im Einzelnen, soweit bisher bekannt:

Am  15. 11. brannte auf einem Radweg in Iserlohn ein Kleinkraftrad (Roller). Die Überprüfung ergab: Es war gestohlen. Zwei Tatverdächtige am Radweg versuchten zu flüchten, einer (17) stürzte und wurde vorläufig festgenommen. Kurz darauf wurde sein 19 jähriger Mittäter ermittelt und ebenfalls vorläufig festgenommen.

Nahezu zeitgleich wurde ein Durchsuchungsbeschluss gegen einen 16 Jährigen vollstreckt, der am 2. November am Diebstahl eines Leichenwagens in Menden beteiligt gewesen sein soll.

Aus der Auswertung von Beweismitteln und den Aussagen des Trios wurde deutlich,  dass sie unter wechselnder Beteiligung an einer Vielzahl von Straftaten beteiligt waren. Sie klauten motorisierte Zweiräder und bei Gelegenheit auch Autos, mit denen dann „Drifts“ gefahren wurden, bis Büsche/Bäume oder Bordsteine die jeweilige Fahrt beendeten.

Am 13. 11. lieferte sich der 16 Jährige mit einem gestohlenen Krad eine Verfolgungsfahrt über die Seilerseestraße, die die Polizei aufgrund Lebensgefahr für unbeteiligte Verkehrsteilnehmer abbbrach.

Woran diese jungen Kriminellen bis zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich beteiligt sind oder wenigstens wussten, sind: mindestens 7  Kraddiebstähle, ein Leergutdiebstahl, der Diebstahl des Leichenwagens in Menden, diverse Diebstähle aus Garagen und anderen Objekten sowie zwei weitere PKW-Diebstähle. Pauschal wurden darüber hinaus Fahrraddiebstähle, an Einzelheiten konnte man sich aufgrund der vielen Fälle gar nicht mehr erinnern, eingeräumt.

Die jeweiligen Fahrzeuge blieben letztlich nach Crashs kaputt zurück, wurden achtlos zurückgelassen oder aber über „Kollegen“ weitergegeben.

Die Ermittlungen laufen weiter.

Kommentare (2)

  • S. Maritz

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    Deutschland leistet sich ja (noch) den Luxus eines Strafgesetzes, das mehr die Interessen der Täter als die der Opfer schützt.

    Daher dürfte das Strafmaß eher milde ausfallen.

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  • Helmut Brune

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    Die Strafen dafür sollten schon Satt sein. Obendrein sollten die Eltern der Minderjährigen auch eine satte Strafe erhalten, wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht.

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