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Sportler räumen Turnhalle in Werne-Stockum für nächste Notunterkunft

In Werne-Stockum richtet der Kreis Unna  bis Anfang November ganz ähnlich wie in Bönen eine weitere Notunterkunft für 200 Flüchtlinge ein. Gestern Abend gab es dazu eine Bürgerversammlung. Unsere Redaktion war diesmal nicht dabei. Wir übernehmen deshalb Stichpunkte aus dem Bericht der Kreisverwaltung.

– Anwesende Bürger: rund 400.

Podium: Landrat Makiolla, Wernes Bürgermeister Lothar Christ, Marco Wilke (DRK-Kreisverband/Betreiber), Hans Volkmann (Kreispolizeibehörde Unna, Leitender Polizeidirektor).

– Makiolla bittet um Verständnis dafür, dass durch die Notunterkunft die Nutzung der Kardinal-von-Galen-Turnhalle nicht mehr möglich ist. Dank an alle die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, Dank an die Stadt Werne. Zusätzlich zur Sporthalle selbst werden auf dem Außengelände winterfeste Zelte errichtet.

– Der Kreis selbst richtete bereits Anfang Oktober die frühere Ermeling-Grundschule in Bönen her (wir berichteten), doch die Bezirksregierung hat ein Amtshilfegesuch für 400 Plätze gestellt. Daher wurde nun die zweite Unterkunft in Stockum nötig. Amtshilfegesuch bedeutet, so formulierte der Landrat am Bürgerabend in Bönen klipp und klar: „Das war keine Bitte, sondern ein Befehl.“

– Der Sport verliert sein Domizil. Stadtsportverband, Stadt Werne und Vereine suchen gemeinsam nach Lösungen, damit der Sportbetrieb so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. Der Schulsport kann die Bürgermeister-Abels-Turnhalle nutzen.

– Thema Sicherheit: Das DRK arbeitet mit einem Sicherheitsdienst zusammen, der insbesondere innerhalb der Einrichtung aufmerksam hinsieht. Die Kreispolizeibehörde hat den Bereich ebenfalls im Blick. Erster Ansprechpartner vor Ort ist der Bezirksbeamte.

– Wie lange die Notunterkunft benötigt wird, kann momentan niemand sagen.

Helfer können sich beim DRK über die Internetseite www.team-westfalen.de melden. Spenden nimmt der DRK-Kreisverband als Betreiber vor Ort an, wenn die Einrichtung in Betrieb ist.

– Die Notunterkunft ist genauso wie die in Bönen nur eine Zwischenstation für bislang unregistrierte Flüchtlinge, die nur so lange bleiben, bis sie gesundheitlich untersucht, geimpft und eben registriert sind. Das dauert jeweils ca. 2-4 Wochen.

Bürgerversammlung Werne 2

Kommentare (5)

  • Angie Hinkelbein via Facebook

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    Unglaublich

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  • Jama To via Facebook

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    Es gibt es genügend aufgelösten Kasernen, mit allem drumherum! Warum werden die nicht für die Flüchtlinge benützt?

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  • Stefan Werner

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    Was ist z.B. mit der Emscherkaserne in Holzwickede?

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  • Fürst

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    Überwiegend, „junge, kräftige Männer“ seien zu uns gekommen, las ich jüngst; ab damit zur Bundeswehr, in die Kasernen! Meine ich ernst. Sonst kommt es noch so, wie ich in einem mir vorliegenden Schreiben der Polizei Duisburg an ein Job-Center -Kindergeldstelle- lesen kann: Die Polizei stellte in einer Anfrage fest, daß in einer „2-Raum- Wohnung 6 rumänische Familien (11 Erwachsene und 38 Kinder) gemeldet“ sind.

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    • Fürst

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      …. unmittelbare Betreuung (und Kontrolle) durch die „Soldaten“ als „Paten“, die Staatsbügerkunde, Sprache, Leben in Deutschland usw. vermitteln können. „Divide et impera – Teile und herrsche“ – Aufsplitten der m.E. auch gefährlichen Migrantengruppen.

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