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Spontane Hilfe für pechschwarze Fundmiez – von Feuerwehr und Hundeschule

Auf leisen Pfoten verfolgt beim Abenspaziergang mit dem Hund – und diese Verfolgerin im pechschwarzen Outfit ließ nicht locker. Sie blieb Sarah Pufahl, Madleen Siwetek und Sarahs Hund bis vor die Haustür in Kamen-Heeren dicht auf den Fersen, und da konnten die jungen Mädchen der süßen Miez natürlich nicht die Tür vor der Samtnase zuschlagen. Sie nahmen die Katze mit ins Haus. Was nun aber?

Hallo, mir und meinem Hund ist soeben eine Katze hinterher gelaufen, diese verfolgte mich ebenso wieder bis zu unserem Haus. Sie ist sehr abgemagert, der Nachbar hatte sie bereits gefüttert. Nun ist das Tierheim nicht mehr zu erreichen, draußen lassen mag ich sie ungern. Können Sie diesbezüglich für den heutigen Abend noch Anlaufstellen nennen?“

So meldete sich Sarah am späten Abend Anfang dieser Woche per Facebook-Nachricht bei unserer Redaktion. Wir konnten zu dieser späten Uhrzeit (es war 22.20 Uhr) leider auch nicht weiterhelfen, baten Sarah jedoch, uns auf dem Laufenden zu halten. Und so ging es für die pechschwarze Funmiez weiter: Die Feuerwehr half in der tierischen Not. Diese, vorbildlich Freund und Helfer, kontaktierte die Hundeschule in Bergkamen – für eine Miezekatze eher eine ungewöhnliche Adresse, doch außergwöhnliche Situationen erfordern eben auch mal außergewöhnliche Maßnahmen.

Mieze 1

„Ein netter Herr kam vorbei und holte das Kätzchen am Abend ab“, freut sich Sarah über diesen tollen Einsatz. Wie kam sie auf die Feuerwehr? Sarah wusste: „Durch eine Bekannte in unserer Straße hatte ich erfahren, dass tatsächlich die Feuerwehr Zugang zu solchen Kontaktstellen wie der Hundeschule hat, znd das zu jeder Tageszeit. Echt super!“, freut sich Sarah, und das kann man wohl wirklich dazu sagen, super. Was nun bitte nicht heißen soll, dass man  bei jedem gefundenen Tier gleich die 112 wählt. Für Ausnahmefälle ist diese Hilfe gedacht, aber das sollte selbstredend sein.

Die schwarze Samtpfote scheint jedenfalls eine Hauskatze zu sein, vermuten Sarah und Madleen. „Sie öffnete die Tür mit den Tatzen selbst und saß fein auf dem Popo, als man das Futter zubereitete.“ Ihr Alter war nicht einzuschätzen, da sie sehr abgemagert war, als die beiden jungen Frauen sie fanden. „Katzenfutter nahm sie dankend an. Die Hundeschule Bergkamen galt wohl als Übernachtungsstation“, vermutete Sarah. „In der Früh wollten sie herausfinden, ob die Katze einen Chip habe, denn tätowiert war sie nicht. Sie käme dann wohl ohnehin ins Tierheim.“

Hundefreundlich ist die zutrauliche Miez übrigens ebenfalls. Nun hoffen Sarah und Madleen, dass sich schnell der rechtmäßige Dosenöffner des Tierchens findet – oder, falls sich niemand meldet, auf ein schönes neues Zuhause.

Leider, bedauert Finderin Sarah, kann sie ihre abendliche „Verfolgerin“ nicht selbst behalten. Sie hat das niedliche Tier bereits ins Herz geschlossen.

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