Rundblick-Unna » SPD verliert im Kreis Unna 10 % – AfD-Kandidaten im Norden Ü8 – Bianca Dausend in Fröndenberg gleichauf mit Ganzke

SPD verliert im Kreis Unna 10 % – AfD-Kandidaten im Norden Ü8 – Bianca Dausend in Fröndenberg gleichauf mit Ganzke

Historisches Wahldesaster an diesem Landtagswahlsonntag auch für Rot und Grün im Kreis Unna.

SPD und Grüne zusammen verlieren gegenüber der Wahl 2012 über 14 Prozent bei den Zweistimmen: Die Grünen büßen 4,2 Prozent ein, die SPD  glatte 10 Prozent.

Ähnlich desaströs sieht es bei den Erststimmen aus (den Stimmen für die Direktkandidaten) – 9,3 Prozentpunkte Verlust für die durchweg bekannten SPD-Kandidaten und ein Minus von 3 Prozent für die Grünen.

Umgekehrt gewinnen ganz dem Landestrend folgend CDU und FDP deutlich hinzu: Sowohl mit ihren Direktkandidaten als auch bei den Zweitstimmen kann die CDU über 6 Prozent zulegen, die FDP über 4 Prozent.

Die AfD schafft aus dem Stand über 8 Prozent bei den Zweit- und knapp unter 7 Prozent bei den Zweitstimmen. Besonders stark schneidet die Alternative in Bergkamen und Lünen ab – fast gelingt ihr dort die Zweistelligkeit. Auch ihre Direktkandidaten erreichen im Nordkreis deutlich bessere Ergebnisse als in den südlichen Kommunen und in der Mitte des Kreises. Auch die Linke kann im Kreis Unna zulegen, sie gewinnt 2,2 bzw. 2,4 Prozentpunkte hinzu.

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Bianca Dausend, CDU-Kandidatin für den Wahlkreis Unna I, schafft in Konkurrenz mit dem „roten Platzhirsch“ Hartmut Ganzke ein besonders beachtliches Ergebnis: Schon nach Auszählung von drei Vierteln der Stimmbezirke gegen 20.40 Uhr zeichneten sich für die Newcomerin aus dem Schwerter Stadtrat rund 32 Prozent ab gegenüber knapp 40 für den SPD-Landtagskandidaten. Mit deutlichem Abstand am besten kommt „Besser Bianca“ in Fröndenberg an, wo sie mit 37,4 Prozent exakt gleichauf mit Ganzke landet.

DAS ENDERGEBNIS IN DEN WAHLKREISEN:

Die SPD erhielt 39,2 Prozent der Zweitstimmen und liegt damit vor der CDU (27,1 Prozent). Als Direktkandidaten erfolgreich waren drei Sozialdemokraten.
Hartmut Ganzke aus Unna (Jahrgang 1966) vereinigte im Wahlbezirk 115 Unna I (Fröndenberg/Ruhr, Holzwickede, Schwerte, Unna) die meisten Stimmen auf sich (39,7 Prozent). Im Wahlkreis 116 Unna II (Lünen, Selm, Werne) lag Rainer Schmeltzer (Lünen, Jahrgang 1961) vorn (41,8 Prozent).
Im Wahlkreis 117 Unna III – Hamm II (Bergkamen, Bönen, Kamen, Hamm-Herringen) war Rüdiger Weiß (Bergkamen, Jahrgang 1960) erfolgreich. Er bekam 48,7 Prozent der Stimmen. Alle Direktkandidaten verteidigten damit ihr Landtagsmandat.

Von den rund 318.300 Wahlberechtigten machten 64,9 Prozent (2012: 60,2 Prozent) von ihrem Stimmrecht Gebrauch.

(Quelle: Kreis Unna.de)

 

Alle Ergebnisse aus dem Kreis Unna sind auf der Homepage des Kreises Unna dargestellt und nachzulesen:

http://www.kreis-unna.de/wahlen/

Landtagswahl Grafik

Kommentare (11)

  • Marcel

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    Alles in allem ein desaströses Ergebnis für die SPD. Weder auf Kreis- noch auf Landesebene wurden die Erwartungen auch nur annähernd erfüllt. Es bedarf nun neuer Köpfe die den Karren aus dem Dreck ziehen und den Glauben an die SPD zurückbringen.

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    • fürst

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      Glaube zurück an die SPD? Hahahaha.
      Mir bekannte Stammwähler haben sich verabschiedet. Zumindest die sind weg. Endgültig.

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  • Dagobert

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    Glückwünsche an die AfD und Hans-Otto Dinse. Auch der FDP wünsche ich viel Erfolg.

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    • fürst

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      Den Glückwünschen -auch für die FDP- schließe ich mich unbedingt an!

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  • Mike

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    Ein sehr deutliches Zeichen an Rot und Grün !

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    • fürst

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      Kapieren die aber trotzdem nicht. Und schade, daß die Grünen nicht gänzlich weggeflogen sind. Wer wählt die noch?? Unglaublich!

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  • Wierumer

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    NRW hat gewählt. Unverständlich dass die grünen Realitätsverweigerer und (evtl) die roten Chaoten einen Einzug ins Parlament doch noch geschafft haben. Als Trost bleibt dass mir Grimasse der ständig grinsenden, in Krisensituationen in Funklöchern lebende, sonst nie erreichbare und auch in allen weiteren Belangen unfähigste Politikerin unserer Zeit in Zukunft erspart bleibt. Wohltuend dass sich das auch in der Kommunalpolitik widerspiegelt. Dieses rot grüne Politikgefilze, parteiinteresse vor allgemeinwohl, abgewählt wurde.

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  • fürst

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    Wierumer, danke für Deine umfassende und umfassend zutreffende Kommentierung. Auch ich bin echt froh, die …. nicht mehr, zumindest nicht mehr so oft sehen zu müssen, deren -verlogene- Stimme nicht mehr hören zu müssen. (Editiert, lassen Sie bitte das Herumwerfen mit Beleidigungen!)

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  • Willy

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    Die Aussagen „mit allen „demokratischen“ Parteien“, „Nicht mit der AfD“, also die Ausgrenzung vieler Wähler/Menschen, mit denen man nicht einmal reden wird, werden den guten Parteien, die angeblich gegen Ausgrenzung sind, irgendwann mal zu schaffen machen.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Eine Antwort darauf auf Facebook:

      Stephan Assmus Verstehe ich nicht. Die AFD hatte doch auf ihrem Parteitag die Möglichkeit gehabt, den Platz rechts neben der CDU einzunehmen. Dieses wollten man nicht sondern die Parteimitglieder wollten lieber sich noch meilenweit weiter rechts einen Platz suchen. Dieses war ihre Taktik. Jetzt heulen das man nicht akzeptiert wird, ist doch eigenes Verschulden. Einfach mal bei den Tatsachen bleiben.

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  • Redaktion Rundblick-Unna.de

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