Rundblick-Unna » SPD Unna nach Wahl in „Meck.-Pomm“: Weder „weiter so“ noch AfD imitieren – „CDU muss jetzt liefern“

SPD Unna nach Wahl in „Meck.-Pomm“: Weder „weiter so“ noch AfD imitieren – „CDU muss jetzt liefern“

Nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag, bei der die AfD hinter der SPD zweistärkste Kraft wurde, zieht die SPD Unna ein nachdenkliches Fazit.

„Wir haben weder Grund zu triumphieren noch mit einer Art herablassender Häme auf die Wahlergebnisse in Mecklemnburg-Vorpommern zu blicken“, schreibt Fraktionschef Volker König auf der SPD-Homepage.

Es sei zwar „ebenso erfreulich wie zufriedenstellend, dass die SPD wieder stärkste politische Kraft im Lande geworden sei und an ihr vorbei keine Regierung gebildet werden kann.“ (Die SPD errang 30 Prozent, verlor aber dennoch über 5 Prozent.)

Dennoch dürfe niemand die Idee eines schlichten „Weiter so“ verfolgen – „aber auch nicht nun aber alles verschärfen“ und den Parolen der AfD folgen“, gibt König als goldenen Mittelweg aus. „Die Reaktionen aller Parteien haben sich seiner Ansicht nach an nüchternen Analysen der neuen Wählerbewegungen und deren erkennbaren Gründen zu orientieren.“

Zum Desaster der CDU, die mit historisch desolaten 19,3 Prozent erstmals hinter der AfD landete, schreibt Volker König: „Wir haben auch keinen Grund, den Absturz der CDU zu beklatschen, wir müssen jetzt ernsthaft miteinander nach Antworten auf die drängenden Fragen aus den Reihen der Wählerinnen und Wähler suchen und sie schlüssig beantworten.“ Es reiche offenbar nicht, mit nur drei Wörtern auf das zu reagieren, was den Menschen Sorgen bereite. (Die drei Worte sind: „Wir schaffen das“ von Kanzlerin Merkel.) „Wir sind gefordert, gelassen und nachvollziehbar zu argumentieren“, fordert der SPD-Vorsitzende.

An die Adresse der Alternative für Deutschland bemerkt er: „Wenn einen Tag nach der Landtagswahl sich die AfD bereits frohlockend als zukünftige Kraft der Mitte beschreibt, ist  das sehr voreilig. Allerdings muss die CDU ihrerseits jetzt Antworten liefern, die mehr Inhalt als die Drei-Wort-Sätze böten.

Kommentare (6)

  • Helmut Brune

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    Das wird wohl nicht für Unna gelten. Dort hat Herr König alles daran getan, die SPD zu spalten.

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  • Wierumer

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    und noch so eine Lachnummer. Zitat: wir müssen jetzt ernsthaft miteinander nach Antworten auf die drängenden Fragen aus den Reihen der Wählerinnen und Wähler suchen und sie schlüssig beantworten. Zitat Ende. ERNSTHAFT!!! Ja was haben die denn bisher gemacht?? offensichtlich nur ein bisschen Spaß .

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  • Mike

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    Nicht nur die CDU muss antworten liefern die SPD genauso wie auch alle anderen etablierten Parteien. Anscheinend hat nachwievor niemand verstanden warum die Wähler zur AFD gehen, denn es gibt ausser der AFD keine Alternative derzeit, alle Parteien fahren die selbe Linie, wenn man mit dieser Linie nicht einverstanden ist bleibt quasi keinerlei Wahl ausser die AFD zu wählen.

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  • fürst

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    Die SPD, nicht nur in Unna, ist doch zur Lachnummer verkommen.
    „Vaterlandsverräter“ wie die Grünen, und, schlimmer noch, „Arbeiterverräter“.
    Noch mögen sie frohlocken, aber auch deren Absturz wird fortdauern, je mehr sich die AfD konsolidieren kann. Und das wird sie!
    Die AfD versteht die Wähler!

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  • Dagobert

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    Wo sind eigentlich die Kommentare der Grünen, Sozis und CDU-ler, die zuvor alle AfD-Wähler als „Nazis“ und „Faschisten“ beschimpft haben ? Haben alle realisiert, dass inzwischen 15% bis 20%(oder mehr!) die AfD wählen werden ? Sind wir auf einmal keine „Nazis“ mehr ? Kriegen wir keine Links mehr zum „Domradio“ , damit vielleicht doch noch unsere Seele gerettet wird ? Fast mache ich mir Sorgen um unseren antifaschistischen Widerstand. Aber auch nur fast.

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  • S. Maritz

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    Die blaue Revolution kommt zwar hier mit Verzögerung an, aber sie kommt auch in NRW.

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