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SPD Oberstadt jetzt mit Gewerkschafter an der Spitze

Mit dem angekündigten Neuanfang hat Unnas größter sozialdemokratischer Ortsverein heute Abend Ernst gemacht. Neue Gesichter grüßen von der Spitze der SPD Oberstadt.
Zum Nachfolger Ingrid Krolls, die ihren Vorsitz nach langen Jahren abgab – sprich: nicht erneut kandidierte – wählten die Mitglieder den Verdi-Gewerkschaftssekretär Bernd Dreisbusch. Er hatte sich in der Selbstzerlegung der SPD wegen der „Causa Risadelli“ mit Vermittlungsversuchen hervorgetan, gilt als einer, der zusammenführen kann. Der junge Marc Wollinda wird ihm als Stellvertreter zur Seite stehen, auf weitere Stellvertreterposten wurden Anke Limbacher und Anette Thomae gewählt (Ehefrau des neuen Kämmerers).
Die Schriftführung übernimmt künftig Katja Schuon: Die 2fache Mutter ist als Büroleiterin von Landrat Michael Makiolla bestens mit den Vorgängen in der Kreisverwaltung. Monika Krause ist stellv. Schriftführerin, Susanne Herzog wacht über der Kasse, Bastian Hostadt (nicht auf dem F0to) ist ihr Stellvertreter.
Damit findet sich im neuen Geschäftsführenden Vorstand nur ein einziges Mitglied des alten wieder: Marc Wollinda.
So waren die Posten vor der Wahl heute Abend verteilt:
Ingrid Kroll, Vorsitzende, Rats- und Kreistagsmitglied, Ortsvorsteherin Mitte
Margarethe Strathoff, 2. Vorsitzende (bis 12.09.2016)
Ralph Bürger, 2. Vorsitzender, Ratsmitglied
Prof. Christian Jänig, Kassenführung
Marc Wolinda, Schriftführer
Renate Hartung, stellv. Schriftführerin-
Monika Krause, Anette Thomae, Susanne Herzog und Bernd Dreisbusch arbeiteten zuvor im erweiterten Vorstand mit.
Foto: Ina Witt/Rundblick Unna

Hier der Bericht der Oberstadt-Homepage mit den weiteren Gewählten:
Heute Abend wurde in der Gaststätte „Klüting“ unter souveräner Leitung von Uwe Bastert ein neuer Vorstand gewählt. Dabei standen die Zeichen auf Neuanfang. Unsere Vorsitzende Ingrid Kroll trat nicht erneut an und zog in einer persönlichen Erklärung ein gemischtes Resümee.
Bernd Dreisbusch, Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Emscher-Lippe-Nord, kandidierte für den Vorsitz. Von den 41 anwesenden Genossinnen und Genossen sprachen ihm 36 ihr Vertrauen aus, 3 stimmten mit „Nein, 2 enthielten sich. …
Zu den Beisitzerinnen und Beisitzern wurden in alphabetischer Reihenfolge gewählt: Heidemarie Bremmer, Renate Hartung, Sebastian Herzog, Richard Hoppe, Andre Kajewski, Yannik Neumann, Thomas Schulz, Djawad Tadayyon, Jolanta Wessel und Roswitha Zahlten. Aufgrund ihrer Mandate gehören beratend weiterhin Ingrid Kroll, Ralph Bürger, Karl Römer und Manuela Werbinsky zum Vorstand.
Die Funktion der Revisoren übernehmen Uwe Bastert, Oliver Böer und Wolfgang Rickert.

Kommentare (13)

  • Helmut Brune

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    Glückwunsch an Alle, die gewählt worden sind und Respekt an die, die ihren Job sehr Gut gemacht haben und ihn jetzt niedergelegt haben.

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  • Wierumer

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    Toll, vor allem gefällt mir der Gewerkschafter an der Spitze. Davon haben wir ja schon eine in Berlin die ihr Geschäft nicht beherrscht. Ansonsten zwar alles neues Gesichter, als Vorstand aber ansonsten doch wohl nur Pöstchenschieberei und Parteiensumpf wenn ich die Querverbindungen lese.

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    • Silvia Rinke

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      Querverbindungen schaffen ja auch Kontakte und kurbeln den Informationsfluss an, Wierumer. :-)

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      • Wierumer

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        sorry, Seilschaften sind natürlich nützlich im täglichen Leben, sowohl privat als auch beruflich. Sie führen aber auch zu einer phlegmatik und einem Tunnelblick. Mehrfach habe ich in meinem beruflichen Werdegang erleben müssen dass neue Kollegen mit kontroversen Ideen erst spinnert daher kamen aber im Nachhinein einen neuen , besseren Lösungsweg gezeigt haben. Insofern habe ich da meine Zweifel ob die Büroleiterin vom LR oder andere Querverbindungen wirklich dazu beitragen die aktuellen Probleme anzufassen und zu lösen.

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  • Christel

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    Ein gewerkschafter, der in der causa nicht die Arbeitnehmerin verteidigte…..
    Brauchen wir heute eigentlich noch gewerkschaften ?!?
    Limbacher ? Verwandt mit der neuen Beigeordneten?!?

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    • Silvia Rinke

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      Die neue Beigeordnete heißt Kerstin Heidler, die Stellv. Vorsitzende Anke Limbacher (ist im Bericht korrigiert, da waren 2 Namen durcheinandergeraten).

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  • Christel

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    ja sie heißt Heidler und ist eine geborene Limbacher. Also, sind die verwandt ?
    Falls ja, geht es so weiter wie bisher. Man kennt sich und alles ist in einer Hand ?
    Persönlicher Bezug blockiert manche sachliche Arbeit und dann möchte man auch niemandem weh tun. Das ist nicht förderlich für gute und neutrale Entscheidungen….

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    • Silvia Rinke

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      Sie sollen Schwestern sein, ja.

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  • Christel

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    Ja, dann ist ja alles klar !

    Es lebe der Filz !

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    • Wierumer

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      @ Christel. Zutreffend und nichts mehr hinzuzufügen ausser dass es nur noch zum kot…en ist was neben Berlin auch unser Lokalpolitiker abliefern.

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  • luenne

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    so zeigt man den Bürger das man nichts gelernt hat …

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  • Friedhelm K.

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    Die Frauenquote wurde eingehalten. Hat es Herr Bürger nicht geschafft? Wir sehen zumindest zwei Frauen die leider nicht den Werten der Genossen stehen. Leider hat es sich bewahrheitet, dass die Guten aufhören und das der Egoismus gewonnen hat. Das wird der Wähler hieraus ziehen. Ein Gewerkschafter der sich nicht klar gegen die Kündigung einer Genossin aus den eigenen Reihen durchsetzt?

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  • w.kaufmann

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    Habe ich das richtig verstanden. Der neue Vorsitzende ist auch Ratsherr und Gewerkschaftsführer. Nicht nachvollziehbar dass dieser Herr sich nicht gegen die Kündigung der SPD Geschäftsführerin gestellt hat. Ein Absurdum und zeigt wie tief die SPD gesunken ist. Nicht nur die Bürger in Unna werden sich ein Bild der Genossen machen, auch die Wähler im Kreis Unna. Das Kopfschütteln hört nicht auf. Die Hoffnung, dass diese SPD merkt, was der Vorsitzende so rüpelhaft angestellt hat, und die Fraktion auch mitgetragen hat, kann begraben werden.

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