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SPD: Fröndenberg braucht auch „nach Theo Beiske“ 3 Polizisten

Fröndenbergs prominenter Ortspolizist Theo Beiske steht vor dem Ruhestand – unser Bild zeigt ihn sportlich mit seinem Chef, Landrat Michael Makiolla. Und Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe (SPD) will sich darum bemühen, dass die Stelle des dritten Fröndenberger Polizeibeamten auf jeden Fall wieder besetzt wird. Hier noch weiter einzusparen geht auch aus Sicht der Fröndenberger Sozialdemokraten überhaupt nicht, stellt Martin Streich auf der SPD-Homepage klar. Der SPD-Chef schreibt:

Martin-Streich SPD Fröndenberg

Wer die lokale Presse verfolgt, wer mit den Bürgern spricht, wer also mitbekommt, was in unserer Stadt so passiert, bekommt nicht den Eindruck, dass die Kriminalitätsrate hier im Abnehmen begriffen ist, so dass wir den dritten Polizeibeamten nicht mehr brauchen. In deutlicher Erinnerung sind schließlich z.B. noch die Sprengung des Geldautomaten in Ardey, Einbrüche in Wohnungen, die Kulturschmiede, Kindergärten und andere Einrichtungen, aufgebrochene Autos, Räubereien an Geldautomaten und erst vor wenigen Tagen der bewaffnete Raubüberfall am Golfplatzrestaurant.

Und wer in der letzten Zeit mit Handwerkern wie Tischlern oder Glasern zu tun hatte, bekommt aus erster Hand mitgeteilt, dass derzeit viele Aufträge mit der Behebung von Einbruchschäden zusammenhängen und sich diese Art von Aufträgen deutlich gesteigert habe.

Polizei - Einbrecher 1

Die SPD ist von dieser Art der „Wirtschaftsförderung“ für das Handwerk freilich gar nicht begeistert, zumal für die Betroffenen über den wirtschaftlichen Verlust hinaus oft das traumatische Erleben noch viel nachhaltigeren seelischen Schaden anrichtet.

Natürlich ist nachzuvollziehen, dass der Kreis nur die Polizeikräfte auf die kreisangehörigen Kommunen verteilen kann, die insgesamt zur Verfügung stehen. Und es ist auch ebenso verständlich, dass da die Kriminalstatistik in die Überlegungen einbezogen wird, dass also mehr Polizei dort zugeteilt wird, wo „mehr passiert“.

Tatsache ist aber auch, dass Fröndenberg am südlichen Rand des Kreises liegt, dass der Weg für Einsatzkräfte aus Unna eine nicht unerhebliche Fahrzeit erfordert und dass bei einer Flächengemeinde wie Fröndenberg mit unseren vielen ländlichen Ortsteilen schon bei drei Beamten eigentlich kaum von wirklicher „Polizeipräsenz“ gesprochen werden kann.

Einbrüche Riegel vor

In der polizeilichen Beratung wird Hauseigentümern regelmäßig empfohlen, ihre Türen und Fenster durch bessere Schlösser etc. zusätzlich zu sichern. Hauptargument dabei ist, es den Verbrechern nicht zu leicht zu machen, damit sie bei erkanntem Widerstand den Versuch aufgeben (und es stattdessen lieber beim Nachbarn versuchen), weil sie immer am liebsten schnell und einfach zum Ziel kommen wollen.

Die gerade in ländlichen Bereichen zunehmende Zahl insbesondere von Wohnungseinbrüchen könnte allerdings in Zeiten moderner elektronischer Kommunikationsmittel auch bei der organisierten kriminellen Banden dazu geführt haben, zunehmend eher im ländlichen Bereich aktiv zu werden, weil da immer weniger Polizei beobachtet wird.

Die Fröndenberger SPD fordert daher alle zuständigen Stellen auf, nicht erst abzuwarten, bis diese Entwicklung sich in der Kriminalstatistik noch deutlicher zeigt, sondern schon jetzt dagegen zu halten und allermindestens die dritte Beamtenstelle in Fröndenberg zu erhalten!“

Volksradeln 10

Absolute Marke für Fröndenberg: Theo Beiske (re.) mit Moderator Hans Kuhn im Mai bei seinem letzten Volksradfahren als aktiver Polizeibeamter.

Aktuell zum selben Thema: Der heute gestellte Fraktionsantrag der FWG:

Die Bürgerinnen und Bürger haben Angst. Sie haben Angst vor Einbrüchen, Überfällen, sexuellen Belästigungen und nicht zuletzt vor terroristischen Anschlägen.
Diese Ängste werden von der Politik in Deutschland, im Land Nordrhein-Westfalen und im Kreis Unna weitgehend ignoriert.
Die Folge ist, die Bürger rüsten auf, weil ja gesagt wird, dass man sich selbst schützen soll. Einbruchschutz an Türen und Fenstern mag ja sinnvoll sein. Aber muss man selbst „hinter Gittern“ leben, weil Gesetzesbrecher fast ohne Konsequenzen ihr Unwesen treiben können? Pfefferspray hat inzwischen fast jeder griffbereit, aber man darf es ja eigentlich nicht einsetzen. Man hört auch immer öfter von „schwereren Kalibern“ zum Selbstschutz.

Gefasste Straftäter werden nach Feststellung der Identität wieder auf freien Fuß gesetzt und machen munter weiter. Vor Gericht werden selbst bei Wiederholungstätern Bewährungs-strafen ausgesprochen und die Täter machen munter weiter. Härtere Strafen, auch bei Ersttätern sowie konsequente Abschiebungen von ausländischen Straftätern sind dringend geboten.
Für den „milden Umgang“ mit Straftätern haben die Bürger null Verständnis. Bei Politikern mit Personenschutz ist das wahrscheinlich anders.

Die Feuerwehren sind verpflichtet, innerhalb von 8 Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort einzutreffen, um Leib und Leben sowie das Eigentum der Bürger zu schützen. Warum ist das bei der Polizei nicht so? Die Erfahrungen machen deutlich, dass es in Fröndenberg oft 30 Minuten oder auch länger dauert. Wie will man da Straftäter fassen oder mit einer Nahbereichsfahndung noch Aussicht auf Erfolg haben?

Dass die Feuerwehren wesentlich schneller am Einsatzort sein können, liegt natürlich auch am Einsatz der freiwilligen, ehrenamtlichen Feuerwehrleute, die in der Gemeinde wohnen. Die Idee auch bei der Polizei freiwillige, ehrenamtliche Kräfte (nach entsprechender Schulung) einzusetzen, wurde vor einigen Wochen ins Gespräch gebracht, aber von „Fachleuten“ verworfen, ohne dass das Thema ausdiskutiert wurde. In den Niederlanden klappt das übrigens hervorragend. Die Freiwilligen werden allerdings nicht zur „Verbrecherjagd“ eingesetzt, sondern sie unterstützen und entlasten die reguläre Polizei z.B. bei Fußballspielen, Volksfesten, Umzügen und anderen Großveranstaltungen. Warum geht das in Deutschland nicht?

Die FWG Fröndenberg fordert eine deutliche, für den Bürger sichtbare und spürbare Erhöhung der Polizeipräsenz sowie eine ständige Besetzung der Polizeiwache in Fröndenberg.
Politiker, die die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Sorgen und Nöten allein lassen, treiben die Wähler in die Fänge der Parteien am rechten Rand und anderen Radikalen. Unser Ziel ist es, dieses unbedingt zu verhindern.

Kommentare (1)

  • luenne

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    Wenn ich schon lese der Bürgermeister will sich bemühen das die dritte Stelle wieder besetzt wird könnte ich kotzen.
    Erstens sollten es besser min 5 Stellen sein den die guten Leute haben ja auch mal Urlaub oder eine Krankheit
    und zweitens wäre ein wiederbeleben der Polizeiwache angebracht.

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