Rundblick-Unna » Sonntagsshopping heute in Massen und nächste Woche wieder in Unna

Sonntagsshopping heute in Massen und nächste Woche wieder in Unna

Den fünf verkaufsoffenen Sonntagen in Unna-City gesellt der Gewerbeverein Massen auch in diesem Jahr wieder einen eigenen – insgesamt dann sechsten – hinzu: an diesem Sonntag,  20. September.

Die Stadt Unna steht Einkaufssonntagen grundsätzlich positiv gegenüber. Vor zwei Jahren beschloss der Rat die Freigabe eines verkaufsoffenen Sonntags in Massen jeweils am Tag des Kindes Anfang Oktober. Der Beschluss ist bis einschließlich 2018 gültig. Diesmal bat der Massener Gewerbeverein um Vorverlegung des Shopping-Sonntags gebeten. Kein Problem, meint die Stadt. Die rechtlichen Voraussetzungen liegen für beide Termine vor, IHK und Einzelhandelsverband äußerten keine Bedenken.

Massen Ortsschild

Auf grundsätzliche Ablehnung stößt das Begehr bei der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di. Diese lehnt Sonntagsverkäufe generell ab. Darüber hinaus sieht sie auch für diesen konkreten Anlass – den 20. 9. – keinen Grund, der eine Freigabe rechtfertigen würde. Dem kann die Stadt nicht folgen: Sie verteidigt die Aktionslust der Massener Kaufmannschaft: „Gerade in  Massen wird durch die vorgenannten Veranstaltungen ein nicht unerheblicher Besucherstrom ausgelöst, der die zusätzliche begleitende Freigabe eines verkaufsoffenen Sonntages zulässt.“ Außerdem bleibe die Freigabe auf einen Teilbereich des Ortsteils beschränkt.“

Strikt gegen verkaufsoffene Sonntage und somit auch gegen diesen speziellen sind die Kirchen. Sowohl der kath. Pastoralverband Unna wie auch der Ev. Kirchenkreis Unna verwiesen schon bei der Anhörung 2013 auf die Grundsatzposition der Kirchen verwiesen: der Sonntag ist der Tag des Herrn, an diesem haben auch die Verkaufsgeschäfte zu ruhen.

Zum Punkt Arbeitnehmerbelastung schreibt die Stadt abschließend: „Aus den vergangenen Jahren liegen der Verwaltung keine Erkenntnisse darüber vor, dass die Ausweitung der Öffnungszeiten gegen den Willen bzw. zu Lasten der Arbeitnehmer bzw. Arbeitnehmerinnen praktiziert wurde.“

In Unna sind fürs zweite Halbjahr noch drei Shopping-Sonntage genehmigt (zwei gab´s schon – beide im Mai):

 27. September: Autoschau mit verkaufsoffenem Sonntag

29.  November: Verkaufsoffener Sonntag zum Start in den Advent

23. – 27.Dezember: 2. Unnaer Wintertreff mit verkaufsoffenem Sonntag am 27. 12

Kommentare (7)

  • Margarethe Strathoff

    |

    Wir sind selbst Kaufleute und ich kann nur für uns sprechen, aber der 27.12. ist ein no go!! Jeder der aus diesem Bereich kommt, weiß wie anstrengend die Vorweihnachts-Zeit ist und wie das Personal eingebunden ist. Diesem 5. Advent finde ich persönlich für egoistisch und unmöglich. Allein das Datum sagt alles aus. Und wer wieder mit dem Argument kommt, da würden viele ihre Weihnachtsgutscheine einlösen, kann ich nur argumentieren, dass Geld ist bereits in den Kassen! Der Verbraucher entscheidet eh selbst, aber wir gönnen uns und unseren Mitarbeiterinnen und deren Familien, ihren wohl verdienten Sonntag.

    Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      Es besteht ja zum Glück kein „Mitmachzwang“, Margarethe Strathoff. Dass sich gerade familiengeführte Betriebe am Sonntag direkt nach Weihnachten nochmal in Ruhe ihrer – ja – Familie! widmen möchten, verstehen wir absolut! Und wir denken, dafür haben auch sehr viele Kunden Verständnis. Shoppingsonntage nimmt halt jeder an, der es möchte, und wer es nicht möchte, bleibt daheim. :-)

      Antworten

    • Margarethe Strathoff via Facebook

      |

      . .zumal der 23.12./4. Advent auch bis 19.00 Uhr geht. Von wegen besinnliche Weihnachtszeit. Meinen Respekt vor den Mitarbeitern, die fast 5 Wochen durcharbeiten. Ich glaube kaum, dass sich jemand öffentlich im Rathaus hierüber beschweren wird oder kann, da dann dort Urlaubszeit ist und in der Regel montags – freitsgs bis maximal 16.00 Uhr gearbeitet wird.

      Antworten

  • Helmut Brune via Facebook

    |

    Dies ist ein Trend, der von den großen Geschäftsketten vorangetrieben wird. Bei uns sind die Supermärkte jeden Sonntag von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Die haben Teilzeitkräfte, die sie Stundenweise aufrufen können. Im benachbarten Gronau ist eine Supermarktkette, die jeden Tag von 8:00Uhr bis 24:00 Uhr geöffnet hat. Für kleine Familienbetriebe scheint mir so etwas einfach nicht machbar. Es würde wahrscheinlich mehr kosten als es einbringt. Wer aus Glaubensgründen die Sonntagsruhe in acht nehmen will, wird dann sowieso nicht einkaufen gehen. Es wird sich wahrscheinlich nicht aufhalten lassen. Die großen Geschäftsketten denken nicht an menschliche Gefühle, die sehen nur Zahlen und Gewinnspannen.

    Antworten

  • Margarethe Strathoff via Facebook

    |

    Ja aber jeder kann seinen Euro nur einmal ausgeben. Es verschiebt sich nur.

    Antworten

  • Stefan Werner

    |

    Das IHK und Einzelhandelsverband als oberste Hüter der totalen Geldmacherei (nicht zu verwechseln mit vernünftigem Wirtschaften oder guter Arbeit) hier nichts dagegen haben, wundert mich jetzt nicht wirklich!

    Antworten

Kommentieren