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Skelettfund in Marten: Tatverdächtiger begeht Selbstmord

Nach dem gruseligen Fund eines Skeletts im vergangenen Sommer in Dortmund-Marten hatte die Kripo eine heiße Spur – jetzt ist der Tatverdächtige ebenfalls tot.

Er nahm sich kurz nach seiner Vernehmung das Leben. Die Kripo tappt daher über die Hintergründe des Leichenfunds vom vorigen Juni weiter im Dunkeln. Denn es gibt weder einen Abschiedsbrief des Tatverdächtigen noch DNA-Spuren.

In den Abendstunden des 19. 6. 2015 war auf einem Schaustellergelände im Dortmunder Westen ein stark verwester, bereits skelettierter Leichnam entdeckt worden. Umfangreiche Ermittlungen ergaben, dass es sich um einen zur Tatzeit 22-jährigen Mann aus Ahlen gehandelt hat, der kurz vor seinem Tod bei einem Schaustellerbetrieb in Dortmund angeheuert hatte.  Er soll sich auf dem Gelände, auf dem der Leichnam gefunden wurde, mit einem anderen Schaustellerangestellten einen Wohnwagen geteilt haben. Dieser soll ihn auch das letzte Mal lebend gesehen haben.

Dieser andere Schausteller, ein 37Jähriger aus Norddeutschland, wurde vor 14 Tagen aufgespürt und vernommen. Er stritt gegenüber der Kripo Dortmund die Tat ab. Jetzt ist er tot. Drei Tage nach seiner Vernehmung hat sich der 37-Jährige in einem Hotelzimmer in Norddeutschland umgebracht.

Er hat keinen Abschiedsbrief hinterlassen. DNA-Spuren konnten trotz umfangreicher Untersuchungen nicht erlangt werden. Anhaltspunkte auf weitere Tatverdächtige haben sich im Zuge der Ermittlungen nicht ergeben.

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