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Seniorin von falschen Polizisten in eigener Wohnung bestohlen

„Wir müssen Ihre Wohnung durchsuchen“ – wenn sowas aus dem Mund von Uniformierten kommt, kann es schon einschüchternd wirken. So wurde eine 71-jährige Frau  gestern in Dortmund-Hörde von falschen Polizisten in ihrer eigenen Wohnung bestohlen.

Gegen 7.30 Uhr klingelte es an ihrer Tür. Drei Männer – zwei in Uniform, einer in zivil – zeigten einen Ausweis und behauptete, von der Polizei. Sie müssten jetzt die Wohnung durchsuchen – weil die Seniorin im Verdacht stünde, eine Straftat begangen zu haben.

Die beiden Uniformierten Männer durchsuchten daraufhin  die Wohnung und nahmen u. a. Bargeld an sich. Der zivil gekleidete Mann blieb bei der 71 Jährigen. Als die „Durchsuchung“ beendet war, verließen die Männer einfach die Wohnung – erst da wurde die Rentnerin stutzig, rief die echte Polizei.

Beschreibung der Täter: Der Mann in ziviler Kleidung war ca. 180 cm groß, sehr schlank und trug eine hellbraune Lederjacke sowie eine blaue Jeans. Er hatte ein auffällig vernarbtes Gesicht und strähniges, halblanges blondes Haar. Die beiden anderen Männer waren ca. 170 bis 175 cm groß und trugen eine blaue Uniform mit einer grünen Schutzweste mit der Aufschrift „Polizei“ darüber. Beide waren stämmig, hatten kurze schwarze Haare.

Erst gestern warnte die Polizei vor Fake-Polizisten, die bei gleich vier Seniorinnen an Hamm anriefen und wegen „Einbruchsgefahr“ vorbeikommen wollten. Es kam glücklicherweise zu keiner Straftat. Alle älteren Herrschaften ließen gesundes Misstrauen walten.

Kommentare (3)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Das ist schon Erstaunlich. Einen Tag nach der Warnung trifft es schon zu. Zum Glück war das gesunde Mißtrauen vorhanden.

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  • Svense Kennze via Facebook

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    Grade für ältere Menschen ist es da schwierig die Situation richtig einzuschätzen. Grundsätzlich ist es unschädlich über 110 abzufragen ob aktuell tatsächlich ein Polizeieinsatz in der eigenen Straße läuft, besser noch bevor die vermeintlichen Polizisten überhaupt in der Wohnung sind. Allerdings muss zwingend darauf hingewiesen werden, dass die Polizei (bei einem echten Einsatz) bei vorliegen eines Gerichtsbeschlusses oder Gefahr im Verzuge Wohnungen durchsuchen darf, notfalls sich mit Zwang Zugang verschaffen können. Wer da unsicher ist wie er sich verhalten soll, dem kann ich nur wärmstens die Komissariate Vorbeugung empfehlen.

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