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Seltsame Rechtfertigung für Raddiebstahl: „Das war doch nicht abgeschlossen!“

Eine eigentümliche Rechtsauffassung offenbarte eine junge Fahrraddiebin kürzlich an einem späten Dienstagabend am Bahnhof Soest. Sie machte sich sichtlich an den dort abgestellten Fahrrädern zu schaffen. Ganz offensichtlich hatte sie die Absicht, eines zu stehlen.

Polizeibeamte beobachteten das verdächtige Herumfuhrwerken der 19Jährigen und sprachen sie ohne Umschweife darauf an. Ob sie die Absicht habe, ein Fahrrad zu entwenden? Die junge Dame zeigte keinerlei Unrechtsbewusstsein: Sie erklärte den verblüfften Uniformierten, dass viele Fahrräder doch gar nicht abgeschlossen seien. Also sei es ihr auch nicht verboten, eins mitzunehmen, oder? Außerdem müsse sie als Frau ja schließlich irgendwie nach Hause kommen – so spät am Abend… das sei ja gefährlich für eine junge Frau so ganz alleine. Oder etwa nicht…?!

Dieser eigenwiligen Rechtsauffassung konnten sich die Beamten nicht anschließen. Sie fertigten gegen die junge Frau eine Strafanzeige wegen versuchten Diebstahls von Fahrrädern.

Fazit: Fahrräder immer abschließen – und nicht nur das: anschließen. Anketten mit einem guten, sicheren Schloss. Um es dreisten Dieben wenigstens so schwer wie möglich zu machen.

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