Rundblick-Unna » Sehet, die erste Kerze brennt: Letztes Sonntagsshopping in diesem Jahr

Sehet, die erste Kerze brennt: Letztes Sonntagsshopping in diesem Jahr

… sehet, die erste Kerze brennt! Und in Unna haben am heutigen 1. Advent wieder die Läden zum verkaufsoffenen Sonntage geöffnet – 13 bis 18 Uhr, Innenstadt plus Gewerbegebiet Feldstraße (Zurbrügggen).
Es ist der letzte Shoppingsonnntag in diesem Jahr, anders als noch in den Jahren zuvor: Eine weitere Sonderöffnung nochmals dann direkt nach Weihnachten wird es in diesem Jahr nicht geben. Denn die fiele auf Neujahr – und dieser erste Tag im Jahr ist auch für den City-Werbering tabu.
In den letzten Jahren hatte dieser weitere Einkaufssonntag nach dem Fest für Diskussionen gesorgt. Vor allem inhabergeführte Geschäfte, aber auch Filialisten klinkten sich aus, hielten ihre Türen geschlossen. Jener vom Werbering als „Salinensonntag“ deklarierte Shoppingsonntag würde in diesem Jahr direkt auf Neujahr fallen (der 2. Weihnachtstag ist der Montag), und dass die Ladeninhaber und Angestellten am Neujahrstag in den Geschäften stehen, erschien denn auch auch dem CWU widersinnig.
Handel in Unna

„Nur“ 4 Verkaufsoffene also in diesem Jahr in Unna plus dem in Unna-Massen macht 5 in diesem Jahr. Vielen Händlern (und auch Kunden) genügt das vollauf, andere können vom Sonntagseinkaufstrubel gar nicht genug bekommen.
Ab kommendem Jahr wird es für die Städte in NRW schwieriger, verkaufsoffene Sonntage zu genehmigen. Das Oberverwaltungsgericht Münster entschied im Sommer, dass solche Sonderöffnungen stets an zeitgleiche Veranstaltungen gekoppelt sein müssen. Für Unnas Zugpferde Westfalenmarkt im Frühjahr und Autoschau im Herbst mit ihren jeweils rappelvollen Sonntagen dürfte diese striktere Auflage kein Problem sein. Schwieriger wird es für Late Night Shoppings und ebenso für Verkaufsoffene im Advent. Die Städte sind jedenfalls angehalten, beantragte Sonntagsshoppings genauer zu prüfen.
Die geltende Gesetzeslage laut „Gesetz zur Regelung der Ladenöffnungszeiten“ (Ladenöffnungsgesetz – LÖG NRW):
(1) An jährlich höchstens 4 Sonn- oder Feiertagen dürfen Verkaufsstellen aus Anlass von örtlichen Festen, Märkten, Messen oder ähnlichen Veranstaltungen bis zur Dauer von fünf Stunden geöffnet sein.

(4) Die zuständige örtliche Ordnungsbehörde wird ermächtigt, die Tage nach Absatz 1 und 2 durch Verordnungen freizugeben. Die Freigabe kann sich auf bestimmte Bezirke, Ortsteile und Handelszweige beschränken. Innerhalb einer Gemeinde dürfen nach Absatz 1 insgesamt nicht mehr als elf Sonn- und Feiertage je Kalenderjahr freigegeben werden. Erfolgt eine Freigabe nach Absatz 1 für das gesamte Gemeindegebiet, darf dabei nur ein Adventssonntag freigegeben werden. Erfolgt die Freigabe nach Absatz 1 beschränkt auf bestimmte Bezirke, Ortsteile und Handelszweige, darf nur ein Adventssonntag je Bezirk, Ortsteil und Handelszweig freigegeben werden, insgesamt dürfen jedoch nicht mehr als zwei Adventssonntage je Gemeinde freigegeben werden. Bei der Festsetzung der Öffnungszeiten ist auf die Zeit des Hauptgottesdienstes Rücksicht zu nehmen. Vor Erlass der Rechtsverordnung zur Freigabe der Tage nach Absatz 1 sind die zuständigen Gewerkschaften, Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände und Kirchen, die jeweilige Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer anzuhören.

(5) Von der Freigabe der Tage nach Absatz 1 und 4 sind ausgenommen: u. a. zwei Adventssonntage.

 

Kommentieren