Rundblick-Unna » Schwerter Unternehmer zieht „Grenzzaun“ gegen Flüchtlinge hoch

Schwerter Unternehmer zieht „Grenzzaun“ gegen Flüchtlinge hoch

Zäune gegen Flüchtlinge? Im Kreis Unna gibt es einen ersten, sinnbildlich treffend auch noch im Osten. Im Osten von Schwerte hat ein Firmenchef einen Drahtzaun gegen eine benachbarte Flüchtlingsunterkunft gezogen. Die Schwerter Ruhrnachrichten schildern das Szenerio als „wie aus einem Kriegsgebiet“ – „abgesägte Stahlprofile und Nato-Sicherheitsdraht mit rasiermesserscharfen Klingen“.

Wieso der Unternehmer das getan hat? Weil er nicht möchte, dass die Bewohner der angrenzenden Unterkunft auf der Binnerheide weiterhin seinen Grund und Boden betreten. Zu solchen „illegalen Grenzübertritten“ soll es gekommen sein, weil der Handyempfang auf dem Firmengelände besser ist. Denn die Stadt Schwerte stattet ihre Flüchtlingsheime nicht mit WLAN aus.

Der Grenzzaun zwischen dem Grundstück der städtischen Flüchtlingsunterkunft und dem Firmenareal ist einige Meter lang. Seit Anfang des Jahres dient der frühere Getränkediscounter als städtische Unterbringung. Das Obergeschoss ist vermietet, unten sind ca. 25 Asylbewerber untergebracht.

Bevor der Unternehmer zu dieser rigiden Maßnahme griff, habe es durchaus Gespräche über dieses Problem gegeben, zitieren die RN Ehrenamtliche des Arbeitskreises Asyl. Man habe die Geflüchteten davor gewarnt, das fremde Grunstück zu betreten. Doch die mahnenden Worte fruchteten offenbar nicht.

UPDATE 13.30 Uhr: Stellungnahme der Stadtverwaltung Schwerte

Die Stadtverwaltung reagierte nach der ersten Fassungslosigkeit zügig. „Wir haben dieses…. dieses Bauwerk als erste Vorsichtsmaßnahme provisorisch mit Flatterband von unserem Grundstück getrennt“,  erklärte uns Jutta Pentling von der Stadt Schwerte auf Anfrage am Mittag. Gleich heute Nachmittag werde die Stadt ihrerseits einen Zaun errichten: einen Bauzaun. „Einfach um zu verhindern, dass die Bewohner nicht zu nah an den Zaun gehen und sich verletzen.“ Zugleich wird die Rechtmäßigkeit der Abzäunung mit Hochdruck im Rathaus geprüft. „Ordnungsrechtlich haben wir keine Handhabe“, weiß Jutta Pentling bereits. „Wenn es ein Sportplatz wäre oder eine Kita oder Ähnliches, dann könnten wir über das Ordnungsrecht gegen dieses Bauwerk vorgehen wegen Gefährdung von Menschen. Hier treten wir aber als Vermieter auf, die oberen Wohnungen sind privat  vermietet und  unten wohnen die Asylbewerber.“

Gute Chancen sieht Pentling hingegen beim Weg über das Baurecht. Denn: Bauliche Anlagen – wie jeder Eigentümer weiß, der sich auch nur eine Gartenhütte in den Garten setzen will – müssen bei der Stadt genehmigt werden. „Und diese Genehmigung wird für dieses Bauwerk auf keinen Fall erteilt“, sagt die Verwaltungsvertreterin sehr entschieden. Bis das entschieden ist, wird der Bauzaun stehenbleiben. Mit dem Firmeninhaber, sagt Jutta Pentling, „kann man nicht sprechen.“

Der Unternehmer seinerseits richtete aus, er spreche „grundsätzlich nicht mit Journalisten“. Dennoch war am Vormittag schon der WDR vor Ort. Um 13 Uhr filmte ein Fernsehteam von SAT.1 vor Ort.

Folgebericht vom Freitag: http://rundblick-unna.de/zaun-gate-in-schwerte-loest-lawine-aus-hassmails-ans-rathaus/

Folgebericht vom Sonntag: http://rundblick-unna.de/pilgernde-nazis-ohne-ziel-grenzzaun-von-schwerte-ist-weg/

 

 

zaun-schwerte-fluechtlinge

In ersten Leserkommentaren äußerten Bürger großes Verständnis für den Unternehmer. „Wenn mein Privatgrundstück … ständig von Fremden betreten würde, würde ich mit den Leuten reden (ist erfolgt). Wenn dies nicht wirkt, würde ich die Stadt oder die Verantwortlichen ansprechen (ist erfolgt). Wenn dies auch nicht wirkt, würde ich mein Privateigentum schützen (Zaun). Ich kann die Firma verstehen“, schreibt einer.  Genau genommen sei die Firma sogar verpflichtet, Unbefugte am Betreten des Geländes zu schützen (auf dem ja auch Lkw fahren) – um Unfälle zu verhüten.

Das Hausrecht hat Vorrang, pflichtet ein anderer Schreiber bei. „Warum sammeln die Unterstützer der Zuwanderer nicht für einen DSL-, oder Kabel-Internetanschluss in der Unterkunft? Sowas kostet nicht die Welt und die Welt wäre für alle Beteiligten wieder in Ordnung.“ – „Ein toller Zaun“, merkt sogar ein dritter Kommentarschreiber anerkennend an: „Wenn es den in Serienproduktion geben würde, würde ich mir auch einen kaufen. Ich hoffe, diese Qualitätsarbeit ist eine gute Werbung für das Unternehmen.“

Die Stadt Schwerte hatte erst gestern noch einen Aufruf nach weiteren Wohnungen für Asylbewerber herausgegeben. 128 Menschen werden der Ruhrstadt noch in diesem Jahr von der Bezirksregierung neu zugewiesen.

Link zum Bericht: http://rundblick-unna.de/128-neue-asylbegehrende-stadt-schwerte-sucht-weitere-wohnungen/

  • Kommentare (46)

    • Dagobert

      |

      Eigentlich sollte die Überschrift heißen “ Schwerter Verwaltung kann Firma nicht vor Hausfriedensbruch schützen“. Natürlich muss ein Unternehmen darauf achten, dass keine Unbefugten das Betriebsgelände betreten können und sich an Maschinen oder Staplerverkehr verletzten können. Traurig ist nur, dass die Firma der Verkehrssicherungspflicht nachkommt und die Stadtverwaltung sich auf die Seite der Hausfriedensbrecher schlägt. Übrigens gibt es auch städtische Unternehmen in Schwerte, die das Betriebsgelände mit Stacheldraht sichern.

      Antworten

      • Silvia Rinke

        |

        Eine Anfrage an die Stadt Schwerte ist gestellt, Dagobert.

        Antworten

      • fürst

        |

        Dagobert: Wach, konkretisierend und zutreffend wie immer!
        Hochachtung dem couragierten und konsequenten Schwerter Unternehmer.

        Antworten

    • Helmut Brune

      |

      Man kann dafür oder dagegen sein. Sicher ist, daß diese Aktion etwas bewegt.

      Antworten

    • Andrea

      |

      Ich kann das schon verstehen. Was ist z.B. wenn einer der Flüchtlinge auf dem Firmengelände zu Schaden kommt? Bei uns z.B. fahren ständig LKW’S auf dem Gelände

      Antworten

      • Silvia Rinke

        |

        Habt ihr auch ein eigenes Unternehmen, Andrea?

        Antworten

        • Andrea

          |

          Nein Silvia, ich bin auch nur eine Mitarbeiterin. Unser Gelände ist aber vor unbefugten Zutritten gesichert. Aber schon von je her.

          Antworten

          • Silvia Rinke

            |

            Alles klar, danke!

            Antworten

    • Mike

      |

      Ist es denn nicht so, daß der Verursacher, also die Stadt hätte einen Zaun ziehen müssen wenn sie das Problem nicht in den Griff bekommt ?

      Antworten

      • Silvia Rinke

        |

        Diese Frage prüft die Stadt unter anderem gerade, Mike.

        Antworten

    • Silvia Rinke

      |

      Auch auf unserer Facebookseite wird lebhaft diskutiert, hier die ersten Kommentare seit Veröffentlichung des Berichts (wird gg. falls zwischendurch ergänzt):

      Dagmar Kuhn Hausfriedensbrecher.man kann es auch übertreiben Aber wenn es danach geht, hätten sich Kinder ja schon längst an irgendwelchen Geräten ersetzen können,oder???

      Ralf Hausk Ist schon erschreckend das für bestimmte Personengruppen deutsche Gesetze keine gültigkeit mehr haben, und das von Bürgern noch verharmlost wird. Ich werde heute Abend mal bei BASF in Bergkamen über den Zaun klettern und dort meine abendlichen Spaziergang machen. Wie die Nacht dann war und auf welcher Polizeiwache ich mich aufgehalten habe werde ich Frau Dagmar Kuhn dann morgen berichten.

      Daniela Klimko Verletzen hin oder her … Auf meinem Grundstück haben nur Menschen was zu suchen, denen ich den Aufenthalt gestatte

      Silke Krüger meines Erachtens hat er es richtig gemacht, ob das jetzt so ein aufsehn erregender Zaun sein musste, ist Ansichts-und Geschmackssache, aber Wirkung hat er garantiert, da geht niemand ran.

      Dagmar Kuhn Dann stehen siehst da wegen dem besseren handyempfang?ja und? Meine Güte ,sie stehen bei niemandem im privaten garten, Hauseingang oder sonstwo .sie scheinen ja auch nichts unrechtmäßiges zu tun, etwas zu zerstören oder so etwas in der Art.

      Silke Krüger meinen Sie eigentlich ein privater Garten wäre etwas anderes als ein Gewerbegrundstück?? Darauf haben die nichts, absolut nichts verloren.

      Dagmar Kuhn Die?aha…. Und vorher waren da natürlich nie mal Kids oder Jugendliche?nein,natürlich nicht….

      Petra Lambart Nur weil das Wort Flüchtlinge dabei steht regen sich alle auf , natürlich muss sich der Besitzer schützen

      Adolf Lambart Ich musste auch einen Zaun ziehen saßen bei mir im Garten als ich sie aufforderte zugehen bekam ich Schläge angedroht. Mit mir nicht.

      Dagmar Kuhn Wenn es da danach geht, müsste der Vermieter hier,bei mir die privatparkplätze der Mieter umzäunen, weil ständig fremdparker dort stehen….

      Daniela Klimko Völlig egal, WELCHER MENSCH sich auf meinem Grundstück widerrechtlich aufhält …. bringt Reden nichts, muss man eben handeln. Und wenn nur so ein Zaun wirkt, dann ist es so. Prüfung der Rechtmäßigkeit? Wenn ich das lese könnte ich brechen ….

      Antworten

    • tipra

      |

      Die Reaktion des Unternehmers ist für jeden klar Denkenden absolut nachvollziehbar. Dass der Stadtverwaltung nichts anderes einfällt, als die Rechtmäßigung des „Bauwerkes“ zu prüfen, lässt erahnen, was für eine Geisteshaltung dort vorherrscht. Der gebührenfinanzierte Staatssender WDR ist anscheinend bemüht, aus einem ganz normalen Vorgang einen „Skandal“ zu machen. Was ist denn daran verwerflich, Unbefugte am Betreten eines privaten Grundstücks, bzw. Firmengeländes zu hindern?

      Antworten

    • Hans-Otto Dinse

      |

      WDR und sat1 stehen bereit und warten auf auskunftsbereite Bürger, um mit einer Geschichte die eigentlich keine ist, wieder „eine Sau durchs Dorf treiben zu können.
      Wohl vergebens, denn der WDR Redakteur machte ein völlig verzweifeltes Gesicht als er auf uns zu kam und auch von uns keinen Kommentar erhielt.
      Schauen wir mal heute Abend bei WDR und sat1 was aus der Geschichte gemacht wurde.

      Antworten

    • Dagobert

      |

      Ich vermute mal, dass es Gründe gibt, warum die Stadt kein kostenloses W-LAN zur Verfügung stellt. Eigentlich kostet ein Router ja wirklich nicht die Welt. Vielleicht hat die Stadt Schwerte Angst vor illegalen Aktivitäten(Porno-Download, etc.) und den möglichen rechtlichen Konsequenzen. Ich würde auch nicht jedem mein W-LAN öffnen. Ähnliches gilt sicherlich für viele mittelständische Unternehmen. Ein großes Unternehmen wie McDonalds hat einen eigenen Anwalt, der Abmahnungen von Abzock-Anwälten bearbeiten kann.

      Antworten

    • Hans-Otto Dinse

      |

      Stellen wir uns einfach mal vor neben diesem Betriebsgelände wäre eine Schule oder Kindergarten gewesen. Wie wäre die Diskussion dann verlaufen und wäre das Medien Interesse ebenso groß gewesen. Nein-natürlich nicht! Das zeigt uns, um was es hier überhaupt geht. Fällt das Wort Flüchtling, brennen bei einigen Mitbürgern die „Gutmensch-Sicherungen“ durch.

      Antworten

    • luenne

      |

      also die verantwortlichen bei der stadt kriegen es wieder ruck zuck hin einen bauzaun aufstellen zu lassen aber einen internet anschluss zu verfügung zu stellen bzw den lieben bewohnern klar zu erklären das sie sich an regeln zu halten haben ist wieder nicht drin.
      Ein tipp an das Unternehmen kauft euch einen Handyblocker sieht man nicht und dann kommt auch keiner mehr weil der Empfang weg ist .-)

      Antworten

      • Silvia Rinke

        |

        luenne, erklärt wurde es ja, nur offenbar sind die Erklärungen nicht vollends durchgedrungen.

        Antworten

        • luenne

          |

          Das habe ich gelesen aber man sollte meinen wenn es beim ersten versuch nicht klappt macht man einen zweiten und dann muss man halt auch mal klar sagen das es so nicht geht.
          Ich sehe das Fehlverhalten bei der Stadt.

          Antworten

          • Silvia Rinke

            |

            Die Stadt hat offenbar nicht damit gerechnet, dass die Sache in dieser Form eskalieren würde, luenne.

            Antworten

    • Herbert

      |

      Der Unternehmer muss doch gar nicht mit irgendwelchen an den Haaren herbeigezogenen Gefahrenszenarien begründen, weshalb er sein Grundstück sichert. Es reichte zu sagen, dass er nicht will, dass diese Fremden seinen Grund und Boden betreten. Und das ist bereits wieder ein Akt der Fremdenfeindlichkeit und Stoff für’s Fernsehen? Tut mir leid, aber dieses Land entfremdet sich mir immer mehr.

      Antworten

    • Silvia Rinke

      |

      Da wir auf unsere Facebookseite von Kommentaren geradezu geflutet werden, stelle ich hier noch einen weiteren Schwung zusammen – und muss dann um Verständnis darum bitten, dass wir das Rübertransferieren nicht mehr schaffen. Angeregte Diskussionen wünschen wir euch und uns auch hier weiterhin!

      Helmut Brune
      Ich sehe hier den Fakt, daß ein Unternehmer sein Grundstück auf eine unorthodoxe Weise mit einem Zaun schützt, in dem Nato- Draht verarbeitet ist. Das das die Gemüter erhitzt, verstehe ich auch. Wenn ich aber in den hier aufgeführten Kommentaren lese, wie die Sache Eskaliert, in dem alle möglichen Begriffe mit dieser Sache in Verbindung gebracht werden, muß ich doch den Kopf schütteln. Hetze, AfD, Gutmenschen, Fremdenfeindlichkeit……., das Alles hat im Endeffekt doch nichts mit der Sache Zaun zu tun.

      Silke Krüger meines Erachtens hat er es richtig gemacht, ob das jetzt so ein aufsehn erregender Zaun sein musste, ist Ansichts-und Geschmackssache, aber Wirkung hat er garantiert, da geht niemand ran.

      Tom Jonas Der legitime Wunsch nach Sicherheit wird hier offensichtlich mit einem provokanten Statement verknüpft. Dabei bedient man sich der Symbolik „Natozaun“ – den man normalerweise nur aus anderen Zusammenhängen kennt (Krieg, Krisengebiete, territorialer Schutz, Terrorabwehr usw.) . Das der Unternehmer
      schwere Verletzungen billigend in Kauf nimmt, zeigt die Unverhältnismäßigkeit deutlich an. Er könnte seine Interessen sicherlich weniger martialisch und mit mehr Menschlichkeit durchsetzen.

      Rundblick Unna Dieser Kommentar bekommt ein ganz dickes Gefällt Uns von uns, Tom Jonas!
      Susanne Herzog Der Zaun steht in keinem Verhältnis zu dem Anlass. Wenn schon, dann hätte es ein normaler Zaun auch getan. Eine zutiefst menschenverachtende Maßnahme zum Fremdschämen.

      Susanne Appelstiel Reden hat anscheinend nicht gefruchtet! Was bleibt – selber schützen. Ich möchte auch keine Fremden in meinem Garten oder auf meinem Grundstck. Egal wer!!

      Petra Lambart Nur weil das Wort Flüchtlinge dabei steht regen sich alle auf , natürlich muss sich der Besitzer schützen

      Julia König Aber nicht so!!! Die Flüchtlinge sind doch nicht gefährlich oder aggressiv!

      Petra Lambart Nein nur nicht , die Kriminalität ist nur in die Höhe gegangen

      Greta Berger Vielleicht sollte Frau Kuhn so nett sein und alle zum Telefonieren und Surfen vor ihr Haus einladen, das waere doch mal eine weltoffene und grossherzige Geste. Bin gespannt, ob ihr Vermieter und Mitmieter davon begeistert sind?!

      Dagmar Kuhn Wenn es da danach geht, müsste der Vermieter hier,bei mir die privatparkplätze der Mieter umzäunen, weil ständig fremdparker dort stehen….

      Anni Eiermann Soweit ist es schon gekommen. …traurig aber wahr…..“armes Deutschland “

      Christiane Kramer
      Frau Kuhn ist einfach der Hammer 😀

      Antworten

    • Brigitte Dinse

      |

      Habe gerade mal in das „goldene Blatt“
      Namens Blickwinkel Schwerte geschaut. Dort diskutiert niemand zu diesem Thema!

      Antworten

      • Silvia Rinke

        |

        Diskussionen kann man ja beginnen – und schauen, was sich entwickelt.. 😉

        Antworten

      • Dagobert

        |

        Hallo Frau Dinse.
        Ich glaube, das „goldene Blatt“ namens „Blickwinkel Schwerte“ liest kein Schwein mehr. Für meinen Geschmack steht da zu viel linke Propaganda drin. :-)

        Antworten

    • Dagobert

      |

      Ich bin mir nicht sicher, ob die Argumentation „Baurecht“ greifen wird. Soweit ich erkennen kann, sind die spanischen Reiter nicht fest montiert und mobil. Handelt es sich dann wirklich schon um eine „Einfriedung“? Außerdem sind doch Einfriedungen bis 2,0 Meter in NRW genehmigungsfrei, oder ?
      Da die Stadt dann doch ganz kurzfristig und überraschend einen Bauzaun aufstellen kann und sich somit um den fortgesetzten Hausfriedensbruch gekümmert hat, können doch alle Beteiligten tief durchatmen und sich wieder etwas entspannen.
      Trotzdem hätten mich die rechtlichen Betrachtungen der Stadt zum Straftatbestand „Hausfriedensbruch“ interessiert.
      Darf man in Schwerte jedes beliebige Firmen-und Privatgelände betreten, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen ? Eine derartige Rechtsauffassung würde ich als sehr störend und negativ für Schwerte empfinden.

      Antworten

      • Silvia Rinke

        |

        Hausfriedensbruch hat ja nicht die Kommune zu ahnden, sondern wenn, dann die Polizei, Dagobert.

        Antworten

    • Brigitte Dinse

      |

      Die Leser des „goldenen Blattes“ sind offensichtlich nicht diskussionsfähig!

      Antworten

      • Silvia Rinke

        |

        Mal probiert?

        Antworten

    • Brigitte Dinse

      |

      Ja , habe ich ! Hat leider nicht funktioniert, Zensur!
      Ich bleibe lieber beim Rundblick Unna,
      da weiß ich, was ich habe.
      Bestätigung kam auch von Dagobert! Danke

      Antworten

      • Silvia Rinke

        |

        Na, dann bleiben Sie mal bei uns.. :-)

        Antworten

    • Ute

      |

      Die Berichterstattung im Fernsehen bei einem von mir nicht genannten Sender, war schon mal lächerlich. Kein Wort davon, dass der Unternehmer entsprechend Kontakt zu den zuständigen Stellen aufgenommen hat, nichts. Als sei er der Buhmann. Armselig!

      Antworten

      • Ute

        |

        Und der nächste Sender, der nicht objektiv berichtet. Wenn jetzt noch niemand merkt, wie die Medien einen beeinflussen, merkt es nie mehr. Einfach nur erbärmlich!!!

        Antworten

        • Ute

          |

          Ich habe auch gerade echt gedacht, ich steh im Wald, als ich die Tränen sah. Lächerlich!

          Antworten

          • Ute

            |

            Selbst die Bild-Zeitung berichtet über den Sachverhalt objektiver als SAT1NRW und die Aktuelle Stunde……

            Antworten

    • fürst

      |

      Ja, Ute, eine lächerliche, tendenziell-manipulierte „Berichterstattung“.
      Dagobert hat mit seinen eingangs genannten Begriffen „Hausfriedensbruch“, „Verkehrssicherungspflicht“ schon -wieder- alles sachlich auf den Punkt gebracht.
      Erst das Versagen von Stadt, Polizei und Justiz führte zur gegebenen Sachlage;
      mit viel „Getöse“ soll jetzt dem Unternehmer der „Schwarze Peter“ zugeschoben, eigenes Versagen kaschiert werden.

      Antworten

    • Silvia Rinke

      |

      Die überregionalen Medien haben den Fall erwartungsgemäß in breiter Form aufgegriffen. Hier der Link zum Bericht der BILD Ruhrgebiet. Danach warf der Unternehmer wütend Stühle.
      Die Kommentarschreiber unter dem BILD Artikel äußern sich allerdings ziemlich identisch zu dem Meinungsbild hier auf unserem Portal.

      http://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/fluechtling/unternehmer-baut-natodrahtzaun-gegen-fluechtlinge-48375300.bild.html

      Antworten

      • Dagobert

        |

        Inzwischen haben nahezu alle Medien das Thema aufgegriffen. In den „Welt“-Kommentaren wird die Vermutung aufgestellt, dass die ganze Aufregung von „Pro Asyl“ künstlich geschürt wird. Tatsächlich stammt der erste Artikel in den Ruhrnachrichten von einem „Pro-Asyl-Aktivisten“ und in den Fernsehberichten werden Mitglieder von Pro Asyl befragt.
        Wenn wir alle ehrlich sind: Vor zwei Jahren hätte kein Hahn nach ein paar Metern Stacheldraht gekräht.
        Ich finde es sehr traurig, wenn in dieser Form Hetze gegen ein steuerzahlendes Unternehmen betrieben wird.
        Gleichzeitig entschuldige ich mich für den Begriff „Hetze“. Ich wüsste leider kein passenderes Wort.
        Übrigens werden die Handygebühren der Flüchtlinge(zumindest teilweise) von dem mittelständischen Unternehmen bezahlt.

        Antworten

        • wunderlich

          |

          Dagobert,
          wie so häufig, werden auch hier die Tatsachen von ihnen verdreht.
          Über einen Stacheldrahtzaun zur Einfriedung eines Grundstücks würde sich auch heute niemand unterhalten.
          Es handelt sich aber eben nicht um einen solchen.

          Nichts gegen einen Zaun, aber eine solche Panzersperre mit S-Draht ist deutlich übertrieben.

          Antworten

          • Dagobert

            |

            Hallo Wunderlich.
            Können Sie mir bitte sagen, welcher Zaun „gut“ und welcher „böse“ ist ? Stacheldraht hat ein vergleichbares Verletzungspotential wie Nato-Draht. Wenn die Stadt zur Einfriedung Stacheldraht verwendet, ist es „guter“ Zaun ? Wird der Zaun von Herrn Siegel zu einem „guten“ Zaun wenn der Nato-Draht gegen Stacheldraht getauscht wird ? Sollte einfach zu lösen sein.

            Ich finde es übrigens sehr schön, dass selbst Sie inzwischen für Zäune sind. Sind Sie inzwischen weg von „No border-No Nation“ und auch bei „Kein Zaun ist illegal !“ gelandet ? Weiter so !

            Antworten

            • fürst

              |

              Mehrere Reihen bunter Girlanden mit angehängten Teddybärchen hätten es auch getan!

              Antworten

    • Werner Maag

      |

      (1) „Der Unternehmer seinerseits richtete aus, er spreche „grundsätzlich nicht mit Journalisten“.“

      Gute und richtige Einstellung. Der Mann hat zu arbeiten. Für das moralgetriebene Heissluftgebläse der Berufsempörten hat er keine Zeit und kein Ohr. Wozu auch? Es ist nichts erwähnenswertes passiert. Kein Zigeunerschnitzel wurde verletzt. Kein Migrant fand das in einer Ehrlichkeitseruption das Bernsteinzimmer und gab es zurück!

      (2) „Dennoch war am Vormittag schon der WDR vor Ort. Um 13 Uhr filmte ein Fernsehteam von SAT.1 vor Ort.“

      Aber ja! Rotalarm! WDR am Start! Daraus wird dann: „Unmenschlicher Kapitalist droht Traumatisierten mit Nato-Draht!“, oder „So lebt der Natodraht-Hetzer!“, etc.

      Wie weit ist es mit diesem Land gekommen, dass sich der Mann zu solchen Aktionen gezwungen sah und dann auch noch von seiner eigenen Stadt (die komplett versagt hat) zurechtweisen lassen muss.

      Antworten

    • fürst

      |

      Es gibt mir sehr zu denken, daß nahezu alle vor der Asyl-Lobby den Schwanz einziehen.
      Ein erster Anleger des gerügten Unternehmens kneift lt. Bild bereits den Ar… zu.
      Das ist so ekelig und widerwärtig wie die lt. Bild erpresserischen Fäkalschmierereien von vornehmlich Nordafrikanern in den Justizvollzugsanstalten.

      Antworten

    • Willy

      |

      Der Zaun hätte etwas dezenter, vor allem ohne diesen recht gefährlichen Natodraht ausfallen dürfen/müssen aber wenn da die Absicht hinter steckt, auf die Zustände hinzuweisen, kann ich es verstehen, wenn auch nicht gut heißen.
      Diese Dauerempörung, wenn es auch nur die geringste Kritik an der Flüchtlingspolitik gibt, erreicht meiner Meinung nach genau das Gegenteil bei den Menschen.

      Antworten

    • fürst

      |

      Hallo Firma Hesse, hallo Herr Siegel, ziehen Sie nicht den Schwanz ein! Weiter so.
      Lassen Sie Ihren Teil Deutschlands nicht okkupieren.

      Antworten

    • Dagobert

      |

      UPDATE: Die extreme Zaunfeindlichkeit und das zaunverachtende Verhalten der Stadt Schwerte hat deutschlandweit überwiegend Entsetzten ausgelöst. Zaunfreunde aus ganz Deutschland bombardieren die Stadtverwaltung mit Mails und Anrufen. Es wird gefordert, dass der Zaun bleibt und dafür die Stadtverwaltung gegen kompetente Zaunkenner ausgetauscht wird. Währenddessen formieren sich an manchen Orten in Schwerte kleine Grüppchen, die Kerzen auf Zäune stellen und dabei leise „Mein Freund, der Zaun“ singen……
      Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/skandal-in-schwerte-nato-stacheldraht-gegen-fluechtlinge-kritik-an-firma-loest-wutwelle-im-netz-aus_id_6098805.html
      PS.: Manche der Kommentare unter dem Focus-Artikel sind wirklich lesenswert.

      Antworten

      • Silvia Rinke

        |

        Danke für den Hinweis, Dagobert.

        Antworten

    Kommentieren