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Schwerte gibt zunächst 4 Turnhallen an Schul- und Vereinssport zurück

Vier Turnhallen gibt die Stadt Schwerte an den Schul- und Vereinssport zurück, weil sie nach jetziger Einschätzung nicht mehr zur Unterbringung von Asylbegehrenden benötigt werden. Das teilte die Stadt am Mittag mit.

Es handelt sich um die Turnhalle der Reichshofschule in Westhofen sowie die Turnhalle der Heideschule, die kurzfristig im kommenden Monat wieder zur Verfügung stehen werden. Die Sporthalle an der Realschule am Stadtpark ist voraussichtlich nach Rückbau und Sanierung nach den Sommerferien wieder nutzbar. Letztlich wird auch die Turnhalle an der Realschule Am Bohlgarten als nächste wieder für Schul- und Vereinssport nutzbar sein, wenn die weitere Entwicklung der Flüchtlingszahlen dies absehen lässt. Ein genauer Zeitpunkt steht für diese Örtlichkeit insoweit jedoch noch nicht fest.

Darüber informierte Erster Beigeordneter Hans-Georg Winkler heute im Rathaus nach Abstimmungsgesprächen mit dem Stadtsportverband, Arbeitskreis Asyl der Schulverwaltung und Vertretern des im Generationenausschuss der Stadt Schwerte vertretenen Fraktionen.

Mit Ausnahme der Sporthalle am Stadtpark, die von Anfang August vorigen Jahres bis Ende Februar als Notunterkunft des Landes gedient hatte, waren die anderen drei Hallen zwar für die Unterbringung von geflüchteten Menschen vorbereitet worden angesichts der großen Zahl von Zuweisungen bis Ende des vergangenen Jahres. Als Unterkunft fanden sie jedoch aufgrund in den vorigen Monaten stagnierender Zuweisungszahlen aber keine Verwendung.

Dass die Turnhallen jetzt freigezogen werden können, begründet die Stadtverwaltung einerseits mit zahlreichen Wohnungen, die von der Stadt Schwerte für Flüchtlinge in den zurück liegenden Monaten angemietet werden konnten. Andererseits gibt es in den bestehenden Unterkünften in den Turnhallen in Westhofen an der Wasserstraße, in Ergste am Derkmannsstück und in Villigst noch freie Plätze.

„Die Stadt Schwerte verfügt zurzeit über rund 265 vorgehaltene und noch nicht belegte Plätze, welche zunächst auch bei einem erneuten Anstieg der Zuweisungen wie im Herbst vergangenen Jahres mit bis zu 40 Personen pro Woche auskömmlich sein dürften“, so Erster Beigeordneter Hans-Georg Winkler.

Bei der Frage, welche Turnhalle zunächst freigezogen werden sollen, gaben im Rathaus Kriterien wie die Notwendigkeit von Schul- und Vereinssport, die Verteilung von Unterkünften im jeweiligen Stadtgebiet bzw. im konkreten Stadtteil eine mit dem Rückbau verbundene Kosten-Nutzen-Analyse sowie auch die Einschätzung des Arbeitskreises Asyl und des Stadtsportverbandes den Ausschlag.

 

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