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Schwerpunkt wieder: Jugendarbeit! Gemeinde Schwerte begrüßt Fröndenbergs Hartmut Görler

Seine rabenschwarze Plüschvogel-Handpuppe „Rabe Rudi“ war legendär. In seinen 16 Pfarrersjahren in Fröndenberg hat Hartmut Görler die Kinder- und Jugendarbeit in seiner Gemeinde maßgeblich geprägt und voran gebracht. Wo er jetzt seine Schwerpunkte in Schwerte setzen will? Hartmut Görler lacht. „Auf Kinder- und Jugendarbeit!“

Pfarrer Görler Abschied

Abschiedsgottesdienst mit Rabe Rudi und Fröndenberger Kindern am 26. Oktober 2014 in der Stiftskirche.


Wieder Jugendarbeit und Kinder als Schwerpunkt: Das ist konsequent. Mit einem festlichen Gottesdienst wurde Fröndenbergs langjähriger Pfarrer, der nach wie vor in Fröndenberg lebt, am heutigen Sonntagvormittag in der St. Viktor-Kirche Schwerte als neuer (vierter) Pfarrer der Schwerter Kirchengemeinde eingeführt. „Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan, und niemand kann sie zuschließen“ – das Wort aus der Offenbarung stand thematisch über dem Gottesdienst und sinnbildlich für Hartmut Görlers neuen Lebens- und Wirkungsabschnitt.

Seine Fröndenberger Gemeinde nahm im Oktober vor zwei Jahren schmerzlich von ihm Abschied. (Damaliger Bericht: http://rundblick-unna.de/gemeinde-froendenberg-sagt-bewegend-ade-zu-pfarrer-goerler/) Nach fast 16 Jahren beendete Görler seinen Pfarrdienst für die Ev. Kirchengemeinde Fröndenberg und Bausenhagen und wechselte in den benachbarten Kirchenkreis Iserlohn.

Dort nahm er bis vor drei Monaten an dem landeskirchlichen Pilotprojekt „Pastoraler Dienst im Übergang“ teil – eine spannende Herausforderung für den engagierten Seelsorger, der in dieser Zeit intensiv in die Kirchengemeinde Schwerte eintauchte. Nun übernimmt er dort die vierte Pfarrstelle. „Hartmut Görler hat sich für unsere Kirchengemeinde entschieden und wir uns für ihn“, hieß Pfarrer Michael Kamutzki seinen Kollegen heute im Einführungsgottesdienst herzlich im Team willkommen.

„Ich werde die Menschen im neu geschaffenen Seelsorgebezirk Schwerterheide/Schwerte-Ost begleiten“, skizziert Görler seine neue Aufgabe in Fröndenbergs Nachbar-Ruhrstadt. Wieder legt er seinen Schwerpunkt auf die jüngsten Gemeindeglieder. Die pastorale Begleitung der Kindergärten Besila und Schwerte-Ost zählt dazu, die
Begleitung von Kindergottesdiensten und zentrale Kindebibeltage, außerdem plant Görler den Neuaufbau eines zentralen Jugendgottesdienstes.

Als Naturliebhaber und Teamplayer sieht sich Hartmut Görler selbst, „ich bin ein Menschenfreund,  ein Beziehungsmensch und ich bin Gemeindemensch. Mich macht es glücklich, Menschen begleiten zu dürfen und von ihnen begleitet zu werden. Und ich habe mich bewusst dazu entschieden, wieder im Rahmen einer Kirchengemeinde zu arbeiten und nicht in einer Funktion.“

Auf die Frage, welche Begegnungen ihn in seinem Leben bisher besonders geprägt haben, antwortet der 50jährige Familienvater: „Neben vielen anderen die Obdachlosen, die ich während eines Diakoniepraktikums kennengelernt habe; sie haben mir Respekt und Menschenwürde gelehrt… die Jugendlichen sie haben mich gelehrt, dass meine Verkündigung in der Lebenswirklichkeit der Menschen ihre Verankerung haben muss. Der Kaffeebauer und die Teepfücker in Tansania, die mir gelehrt haben, dass Fairer Handel ein Grundrecht sein muss;  meine eigenen Kinder, die mich gezeigt haben, wie schön das Leben ist,die Mitstreiter im NABU Ortsverband, die mir die Schönheit der Schöpfung Gottes gezeigt haben. Und eine Flüchtlingsfamilie aus Afghanistan, die mir Demut gelehrt hat.“

Enführung Görler II

Pfarrer Hartmut Görler vor Beginn des Einführungsgottesdienstes in der St. Viktor-Kirche mit Superintendentin Martina Espeloer und dem Presbyterium.

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