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Schüsse auf Asylunterkunft in Lünen – Rechtsextreme greifen in DO Zivilpolizei an

Auf eine Asylbewerberunterkunft in Lünen (Heinestraße) ist am späten Samstagabend geschossen worden. Zwei Stahlkugeln schlugen in ein doppelverglastes Fenster ein. Der Staatsschutz ermittelt. Ca. anderthalb Stunden später griffen Rechtsextreme in Dortmund-Dorstfeld Zivilbeamte an und verletzten zwei Beamte durch das Blenden mit einer Stroboskoplampe.

Schüsse auf Unterkunft in Lünen:

Vier Bewohner hielten sich gegen 23.30 Uhr in einem Raum im Erdgeschoss des Gebäudes auf, als sie plötzlich dumpfe Geräusche und ein Glassplittern wahrnahmen. Kurz darauf stellten die Zeugen ein Loch in einem der Fenster fest. Vor Ort konnten Einsatzkräfte der Polizei zwei Stahlkugeln finden und sicherstellen. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen durchschlugen diese Kugeln vermutlich das erste Fenster der Doppelverglasung. Im Inneren des Gebäudes wurde keine Kugel gefunden. Glücklicherweise ist niemand verletzt worden.

Der oder die Täter konnten unerkannt entkommen. Der Staatschutz des Polizeipräsidiums Dortmund hat die Ermittlungen übernommen.

Zeugen die Hinweise auf den oder die Täter, deren Identität oder Aufenthaltsort geben können, melden sich bitte beim Kriminaldauerdienst der Polizei Dortmund unter der Rufnummer 0231 132 7441.

Angriff eines Neonazipärchens auf Zivilbeamte – wörtlicher Bericht der Polizei DO:

Es war ein gezieltes Vorgehen von Rechtsextremen gegen die ständige Präsenz der Polizei in Dortmund-Dorstfeld. Gegen 1.45 Uhr traten zwei Rechtsextreme, ein Mann und eine Frau, auf den zivilen Streifenwagen der Polizei zu und blendeten die Beamten bei völliger Dunkelheit mit einer sehr hellen Stroboskoplampe.

Die Polizisten stiegen daraufhin aus und wurden gezielt als Polizeibeamte massiv beleidigt. Dabei wurden die Beamten weiterhin gezielt geblendet. Die beiden Gestalten hinter der Lampe entfernten sich nun schnellen Schrittes und versuchten durch zwischenzeitliches Blenden die Polizei abzuschütteln. Kurze Zeit später hielten die Beamten einen Mann fest, worauf dieser versuchte, den Beamten zu schlagen.

Der 25-jährige Dortmunder wurde zu Boden gebracht und fixiert. Dies nahm der weibliche Part zum Anlass mit einem gezielten Tritt gegen den Beamten zu antworten. Der Beamte konnte ausweichen und die 26-jährige Dortmunderin verlor das Gleichgewicht und stürzte zu Boden. Selbst auf dem Boden versuchte sie weiterhin die Beamten zu treten. Schließlich konnte sie überwältigt werden. Nachdem sie sich beruhigt hatte, ihre Personalien festgestellt wurden, wurde sie vor Ort entlassen.

Der 25-Jährige wurde zur Personalienfeststellung zur Wache Huckarde gebracht. Nach Beendigung der Maßnahme sollte er entlassen werden, jedoch weigerte er sich, die Polizeiwache zu verlassen. Erst ein Platzverweis für die Wache brachte ihn dann doch zum Gehen.

Die beiden Polizeibeamten wurden durch das Blenden der Lampe verletzt und im Krankenhaus ambulant behandelt. Bei der Lampe handelte es sich um eine Stroboskop Lampe mit gesetzlichem Warnhinweis bezüglich Gesundheitsgefährdung.

Das polizeibekannte Pärchen aus der rechtsextremistischen Szene Dortmund erwartet jetzt eine Anzeige wegen Gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte und Beleidigung.

Die Polizei wird auch weiterhin mit verstärkten Kräften in Dorstfeld Präsenz zeigen!


Am Dortmunder Hauptbahnhof wurde außerdem ein 38Jähriger aus Kuwait Opfer eines körperlichen Angriffs: http://rundblick-unna.de/kein-feuer-mann-aus-kuwait-als-schei-s-asylant-rassistisch-beleidigt-und-geschlagen/

Kommentare (7)

  • Hans-Otto Dinse

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    …..und ab in den Knast. Wer Polizisten angreift hat in unserer Gesellschaft nichts zu suchen!

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  • Helmut Brune

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    Was für eine schreckliche Entwicklung, daß Respektlosigkeit schon fast als Normal gilt. Was hilft es, Leute, wie dieses Pärchen, mild zu bestrafen, wenn sie danach einfach weiter machen. Hier muß psychologische Hilfe her, die ihnen Klar macht, was zivilisiertes Benehmen ist.

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  • Andre

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    Na dann benehmen sich die Rechtsradikalen ja jetzt schon wie die Antifa. Früher oder später musste es soweit kommen.

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  • M.B.

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    Hmmmm.
    Ich habe es jetzt zweimal gelesen, stimme auch den Kommentaren zum 2. Fall komplett zu. Aber ich verstehe nicht, was der 1. Fall mit dem 2. Fall zu tun hat?
    Oder ist das nur aus Platzgründen zusammengelegt?
    „Stahlkugeln“ weisen eigentlich eher auf eine Schleuder/Zwille hin. „Schüsse“ kann man dann dazu schon sagen, suggeriert aber den Schuß aus einer Pistole/Gewehr, was bei Stahlkugeln eher auszuschließen ist, da wird fast ausschließlich Blei mit Tombak verwendet. Etwas irreführend, wenn auch korrekt.

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    • Silvia Rinke

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      1. Zusammengelegt, weil in beiden Fällen politische Motive möglich bzw. in einem Fall offensichtlich sind. 2. Dazu müssen sich Ballistikexperten äußern.

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  • M.B.

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    Danke für die Info.
    Fall 1 könnte z.Zt. ebenso „false Flag“ oder einfach eine unpolitische Schwachkopftat sein.
    Auch Streitereien zwischen konkurrierenden Sicherheitsunternehmen gab es schon.

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    • Silvia Rinke

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      😉 „Unpolitische Schwachkopftat“ ist schön formuliert. Ja klar, auch das ist möglich. So oder so schwachsinnig.

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