Rundblick-Unna » Schreiend auf Polizisten losgegangen: Simpler Blechschaden endet auf der Wache

Schreiend auf Polizisten losgegangen: Simpler Blechschaden endet auf der Wache

Eigentlich war es nur ein simpler Blechschaden – er eskalierte in Schreierei, Tritten gegenüber Polizisten und am Ende für den renitenten Lkw-Fahrer auf der Wache.

Zwei Polizeibeamte fuhren gestern Mittag zur Bornstraße in die Dortmunder Nordstadt, um einen gemeldeten Unfall aufzunehmen. Doch das stellte sich als komplizierter als gedacht heraus. Der 52jährige Lkw-Fahrer explodierte regelrecht, als ihm die Polizeibeamten mitteilten, dass er ihrer Ansicht nach Schuld an dem Unfall war.

Dies sah der Mann entschieden anders. Er dachte gar nicht daran, das Verwarngeld zu bezahlen, und zweifelte obendrein das Befugnis der Polizei an, überhaupt derartige Entscheidungen treffen zu dürfen. Verbal attackierte er den 35-jährigen Polizeibeamten, zeigte sich uneinsichtig und drohte ihm mit erhobener Hand.

Das „Gespräch“ hatte die Sachebene längst verlassen, als der Lkw-Fahrer plötzlich zu seinem Fahrzeug ging, einstieg und offenbar einfach weiterfahren wollte.  Um den 52-Jährigen aus Sukow an der Flucht zu hindern, ergriff der Polizeibeamte dessen Fuß. Aus dem Führerhaus heraus trat der Mann zunächst in Richtung des Polizisten. Dann stieg er wieder aus, baute sich bedrohlich und  laut schreiend vor dem Beamten auf und ging mit erhobener Faust auf ihn los…

Die 27-jährige Polizeibeamtin, die bis dahin den Unfall aufgenommen hatte und mit den Schreibarbeiten im Streifenwagen beschäftigt war, eilte ihrem Kollegen zu Hilfe. Gemeinsam gelang es ihnen, den Mann zu Boden zu bringen, ihn mit Handfesseln zu fixieren und Unterstützungskräften zu übergeben. Weil er auch hier heftigen Widerstand leistete, verletzten sich die beiden Polizeibeamten sogar noch.

Aber auch in der Polizeiwache wütete der 52-Jährige zunächst weiter, zweifelte weiter die Rechtmäßigkeit des polizeilichen Handelns an und fühlte sich vollständig im Recht – auch mit seinem renitenten Verhalten. Erst nach einer halben Stunde Wartezeit entschied er sich dann doch, sich zu beruhigen…

Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest verlief negativ. Doch die Fahrerkarte deutete auf mehrere Verstöße hin.

Zwei Stunden später durfte der Mann dann zurück zu seinem Fahrzeug und die Fahrt fortsetzen. Ihn erwarten nun Ermittlungen zum Verkehrsunfall und voraussichtlich ein damit verbundenes Bußgeld, sowie die Ermittlungen zum Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte und die festgestellten Verstöße auf der Fahrerkarte.

Kommentieren