Rundblick-Unna » Schon an Grenzen abweisen – Hiesige Regeln leben, nicht nur akzeptieren: MdB Hüppe (CDU) zur Flüchtlingskrise

Schon an Grenzen abweisen – Hiesige Regeln leben, nicht nur akzeptieren: MdB Hüppe (CDU) zur Flüchtlingskrise

Derzeit CDU-Mitglied zu sein ist nicht leicht angesichts der sich zuspitzenden Flüchtlingskrise – und schon gar nicht mehr, wenn man als Funktionär im Bundestag die umstrittene Politik der CDU-Kanzlerin unmittelbar mittträgt. Wir fragten mal: Wie steht UNser Abgeordnete Hubert Hüppe zur Flüchtlingspolitik von Angela Merkel?

Der in Werne wohnende vierfache Familienvater ist Abgeordneter für den Wahlkreis Unna I, also Unna, Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Holzwickede, Kamen und Schwerte. Hubert Hüppe stellte sich bei der Abstimmung über das 86-Mrd-Rettungspaket für Griechenland gegen seine Parteichefin und Kanzlerin.

Hier seine Position zur Flüchtlingsfrage (niedergelegt im aktuellen Newsletter auf der Hubert-Hüppe-Abgeordnetenhomepage), die sich in Einigem merklich vom Merkel-Kurs unterscheidet:

hueppe_hubert_gross

Meine Meinung
1. Jeder, der persönlich politisch verfolgt ist, hat das Recht auf Asyl.
2. Flüchtlinge, deren Leben bedroht ist, müssen Schutz finden, bis sie wieder zurückkehren können.
3. Wer nicht zu dieser Gruppe gehört und keinen anderen legalen Einreisegrund hat, sollte bereits an unseren Grenzen abgewiesen werden. Wer sich ohne legalen Grund in Deutschland aufhält, sollte schnell abgeschoben werden.
4. Wer legal hier ist und keine Rückkehrperspektive hat, sollte schnell eingegliedert werden.
5. Wer hier leben will, muss die Grundsätze unserer Gesellschaft wie zum Beispiel die Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht nur akzeptieren, sondern auch danach leben.
6. Wer Gewalttätigkeiten verübt, hat die Gastfreundschaft verspielt.
7. Bei denen, die zu den gefährdeten Menschen gehören und Schutz erhalten sollen, muss es eine gerechte Verteilung in Europa geben. (Anm. d. Red.: Derzeit obsolet, da sich insbesondere die osteuropäischen Staaten weigern und ihre Grenzen zumachen, wie heute – am 17. 10. – Ungarn.).
8. Wir müssen finanziell und organisatorisch auch Flüchtlingscamps außerhalb Europas mehr unterstützen, damit Menschen in der Nähe ihrer Heimat Schutz finden können.

Kommentare (48)

  • Martina Ta via Facebook

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    oh, dann kann ich zu seiner Meinung gratulieren, Respekt. Daumen hoch, das kann ich liken!

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  • Sibylle Weber via Facebook

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    Ich finde es gar nicht schwierig, Mitglied der CDU zu sein. ?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Sibylle Weber, die Position des MdB müsste in der Tat Balsam für jede geschundene CDU-Ortspolitikerseele sein, nicht wahr..? :-)

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    • Sibylle Weber via Facebook

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      Ich habe keine „geschundene Ortspolitikerinnenseele“. Warum auch? Was Hubert hier erläutert, erkläre ich seit Wochen jedem, der mich auf das Thema anspricht. Und, siehe da, offenbar ist die Marschrichtung ja ganz vernünftig. Schreibt jedenfalls der Rundblick Unna. ?

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    • Martina Ta via Facebook

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      oh, ich denke im Moment sah es ganz ganz schlecht aus für die CDU, da kam die Meinung des MDB grad richtig, nur gut das es Meinungsfreiheit gibt….

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    • Sibylle Weber via Facebook

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      Ich habe beileibe kein schweres Leben, nur weil meine CDU gerade mal einen Umfragedurchhänger hat. ?

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      • Fürst

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        „… gerade mal …“ Sie und Ihre Partei sind hoffentlich bald „weg vom Fenster“.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Liebe Sybille Weber: Ihre Parteichefin und Kanzlerin geht sichtlich nicht mit den Vorschlägen des Abgeordneten Hüppe konform. Daraus entbrennen die Diskussionen hier vor Ort, wie Sie wissen. 😉 Und das ist den Menschen vor Ort – sagen wir mal – schwierig zu vermitteln. Wir warten ab. Schönen Gruß.

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    • Martina Ta via Facebook

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      na ja….es ist halt eine bestimmte Person die im Moment sehr viele viele Menschen gegen sich hat……

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    • Sibylle Weber via Facebook

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      So? Wo sind denn die Abweichungen? Zufällig habe ich Frau Merkel persönlich genau das sagen hören, was Hubert als Statement abgegeben hat.

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    • Sibylle Weber via Facebook

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      Etwa 1000 andere Personen waren ebenfalls anwesend, die Medien außerdem. Es wurde sogar einigermaßen korrekt darüber berichtet. Deutschlandweit. Ist das hier nicht angekommen? Dann schicke ich gerne mal einen entsprechenden Link. ?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Die abweichenden Positionen kann jeder selbst vergleichen, Frau Weber. Weiterführende Links können Sie gerne anfügen. VG.

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    • Martina Ta via Facebook

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      So Herr/Frau Rundblick, es war sehr nett mal wieder hier gelesen zu haben, aber ich darf mich erstmal aus dieser Runde verabschieden, ich leide unter Bluthochdruck… auf Wiedersehn bis zum nächsten Mal 😀

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    • Martina Ta via Facebook

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      ….Das Leben ist wie eine Ballonfahrt. Manchmal muss man erst Ballast abwerfen, um wieder steigen, fliegen, lachen und träumen zu können…. in diesem Sinne wünsche ich ein schönes Wochenende!

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    • Sibylle Weber via Facebook

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      Lieber Rundblick Unna, vielleicht geben Sie uns mal ein Stichwort? ?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Stichwort – an Grenzen abweisen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      … Stichwort – bei Gewalttätigkeit Gastfreundschaft verspielt. Wird faktisch nicht so gehandhabt. In diesem Sinne. :-)

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    • Sibylle Weber via Facebook

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      Asylbewerber können naturgemäß nicht zurückgeschickt werden. Das liegt in der Natur der Sache. Bei anderen Ausländern wäre das möglich. Noch etwas?

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    • Susanne Appelstiel via Facebook

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      Oh mein Gott, ich erspare es mir – OHNE WORTE

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Sybille Weber, wir haben den Eindruck, Sie wollen es nicht verstehen. Wir lassen Ihnen Ihre Meinung, und Sie lassen uns den unsrigen Eindruck von der Diskrepanz der Hüppeschen und Merkelschen Vorstellungen, in Ordnung? Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende.

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    • Sibylle Weber via Facebook

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      Ich warte auf Fakten. Aber wenn Sie keine bringen können… Schönen Sonntag!

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      • Fürst

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        Auch Ihnen, Frau Weber, einen schönen Sonntag.
        Es wäre müßig, mit Ihnen zu diskutieren, wie die Diskussion zwischen dem Rundblick und Ihnen zeigte.
        Die Kluft zwischen dem von Großteilen Ihrer Partei und Ihnen Gesagten und dem real Erlebten und zu Erlebenden ist zu groß.
        Die Realtiät wird auch Sie alle einholen!
        Und ich fürchte, der Fall REKER wird kein Einzelfall bleiben.

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  • Fürst

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    Hut ab! – DEM stimme auch ich zu.

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  • Fürst

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    „KÖLN –
    Die Bezirksregierung Köln hat die Städte und Gemeinden zwangsverpflichtet, bis Montag jeweils 70 Plätze für Flüchtlinge aus dem Hut zu zaubern. Bisher waren solche Anweisungen nur an Städte mit mehr als 40.000 Einwohnern gerichtet worden. Nun werden auch Mini-Kommunen wie z. B. Much (14.800 Einwohner), Eitorf (19.300) oder Odenthal (14.700) genauso wie die Metropolen in NRW behandelt. Die Bürgermeister sind geschockt….“

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  • Tobi

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    Das hoffe ich auch, Fürst, dass die CdU mit ihrer Chefin bald verschwindet.
    Bislang hatte ich gedacht, dass die CDU die christliche Partei ist, die sich für unsere christliche Kultur einsetzt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Seit dem Moslemminister Laschet und nun der islamisierten Kanzlerin, wird Erdogan mit Hilfe der Kanzlerin noch mehr von denen hier ansiedeln, um eines Tages die Herrschaft über das osmanische Reich Europa zu übernehmen. Ich hoffe, dass die CDU Enkel sich an die Warnungen von Wilders, Sarrazin und den vielen anderen erinnern werden.

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  • Stefan Werner

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    Die CDU weg vom Fenster? Wäre schon mal ein guter Anfang (heisst aber nicht, das die anderen Parteien sooo viel besser sind). Was hat diese Partei nicht alles auf dem Kerbholz: Verweigerung der Bankenkontrolle, Verweigerung der Transaktionssteuer, Verweigerung des Mindestlohnes, Verweigerung der paritätischen Aufteilung der Gesundheitskosten auf AN und AG, Förderung des Waffenhandels an kriminelle und menschenverachtende Regime, Förderung einer entfesselten Konzerndiktatur mithilfe TTIP und anderem Schwachsinn… Ich könnte hier noch stundenlang weiter aufzählen, aber dann komme ich gar nicht mehr zu meinem Nachmittagsspaziergang. Nur noch soviel: Ich zähle Hubert Hüppe zu der (kleinen?) Minderheit vernünftiger, nicht dem Kadavergehorsam seiner Partei untergeordneten CDUlern.

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    • Fürst

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      Richtig. Mit Wegfall der CDU wäre nur der Kopf der Parteienhydra weg, die Parteien-DIKTATUR nicht beseitigt. Weg müßte natürlich auch die „Verräterpartei“ (SPD) und erst recht die Spinnerpartei (GRÜNE). Bezüglich HÜPPE stimme ich zu, mit der Einschränkung von Tobi unten.

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  • Tobi

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    Wie bitte ?!? Er ist so weichgespült, wenn die Chefin ruft, wird er im letzten Moment doch wieder umfallen. Und in Unna redet er doch gerne anders als in Berlin am Rednerpult….

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  • Andre Sander via Facebook

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    Das ist auch meine Meinung

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  • Jama To via Facebook

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    Aber nur die die nicht zum Flüchtlinge hingehört!
    Wer kann das aber sofort erkennen???
    Ohne Fremdsprache, dass heißt; Sprache des Flüchtlings! (Heimat Sprache)!!!
    Nicht Englisch!!!

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  • Petter Uhlenbusch

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    Das schlimme ist das jeder weiß, das Merkel nach dieser „Welcome“ Aktion keine Zukunft mehr hat. Zumindest bei denen nicht, denen Deutschland noch etwas bedeutet. Aber die Politiker-Kollegen lassen den Zug einfch weiter unter ihrer Führung in den Abgrund fahren. Wann endlich steht einer auf und sagt das die Frau gestoppt werden muss? Bei Seehofer habe ich mittlerweile den Einduck, das der nur den „Bad-Boy“ abgeben will, aber letztendlich doch Bammel hat den Amok-Lauf der, – nein diesen Ehrbegriff verwende ich nicht mehr – zu stoppen.

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    • Fürst

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      Ja, dieser „Kadavergehorsam“, wie ein anderer es treffend formulierte, zeichnet die meisten „Politiker“ aus. Haben alle nur unterwürfig ihre Posten und die damit verbundenen Pfründe im Blick.

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  • Jama To via Facebook

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    Nur, was Politiker sagen und was die tun ist immer unterschiedlich!

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  • Jama To via Facebook

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    Politiker tun nie das was Sie sagen!

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  • Hans Voss

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    Das Problem ist doch wieder einmal, dass hier Selbstverständlichkeiten* gefordert, aber nicht umgesetzt werden.

    Letztes Jahr gab es ca. 200000 Asylanträge.
    http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2015/01/asylzahlen_2014.html
    Gleichzeitig lebten 2014 600000 abgelehnte Asylbewerber in der BRD.

    Hätte man letztere Gruppe konsequent ausgewiesen, wären Platzprobleme heute kein Thema.

    Allerdings wurden im letzten Jahr nur 15000 Personen abgeschoben. 10000 reisten selbstständig wieder aus. Die Schuld an entsprechenden Vorgängen liegt allein bei den Bundesländern, die für die Abschiebungen zuständig sind. De facto führen sie diese nicht durch; mit den entsprechenden Anreizfolgen die wir nun erleben.

    Hinzu kommt eine beständige Vermischung der Begrifflichkeiten:
    Politischer Flüchtling – (Bürger-)kriegsflüchtling – Wirtschafts(sic!)flüchtling.
    Asyl sieht unser GG nur für ersteren vor.
    Und der Kriegsflüchtling ist ab dem Zeitpunkt kein Flüchtender mehr, wenn er die Grenze des ersten sicheren Staates (also z.B. in der Türkei – spätestens in Griechenland – ist) überquert hat. (Siehe UN-Flüchtlingscharta.)
    Der Wirtschaftsflüchtling missbraucht das Asylrecht zur Einreise zwecks Arbeitssuche – bzw. zur direkten Migration in unsere Sozialsysteme.

    Daher:
    Wer das im Grundgesetz festgelegte Recht auf Asyl erhalten will, muss auch für die konsequente Anwednung der Gesetze eintreten.
    Andernfalls verspielt er die Aufnahmebereitschaft des Volkes – insofern die Politik diese nicht schon längst verspielt hat.

    *Zur Abschiebung straffälliger Asylbewerber:
    Diese kann nur erfolgen, wenn selbige eine Straftat begehen, die mit 3 Jahren Gefängnis geahndet werden. Dabei wäre hier, wie unlängst von einem Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in einem Spiegel-Interview gefordert, eine 0-Toleranz-Richtlinie erforderlich.

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  • Fürst

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    Meine Hochachtung, Hans Voss, das sind dezidierte Aussagen.

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  • Andre Sander via Facebook

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    Alle meckern, kaum einer bringt Ideen ein. Aber Hauptsache erstmal meckern und als presse Häuptling da stehen. Jeder hat die Möglichkeit sich einzubringen. Aber so ist es ja einfacher.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Das ist sicher richtig, Andre Sander, zugleich haben wir aber den Eindruck, dass sich wachsender Zorn über das sehr reale Gefühl der Ohnmacht breit macht. Die Flüchtlingshelfer z. B. bringen sich ja unglaublich persönlich ein, viele bis an ihre Grenzen und darüber hinaus, aber auch – wenn nicht gerade – bei ihnen wächst der Frust, wie man in persönlichen Gesprächen merken kann.

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    • Andre Sander via Facebook

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      Das glaube ich ungesehen. Das ist nämlich das größte Problem. Die Regierung verläßt dich auf die Freiwilligen. Sollten die hin schmeißen. Weil wir hier von Jahren Arbeit reden nicht von Monaten, bricht alles zusammen. Der Staat hatte schon längst mehr Sachbearbeiter, mehr Sozialrichter und mehr Sicherhritsbeamte einstellen müssen. Zudem fehlen auch Lehrer. Es läuft alles so schleppend und wäre doch so einfach. Deutschland braucht sich nur an das Grundgesetz und Dublin 3 halten und Investitionen in die Flüchtlingsländer tätigen. Stabilisierung ist das Zauberwort. Fairer Handel, nicht Konzern Diktatur.

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      • Silvia Rinke

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        Ja, Andre Sander, und es mehren sich Zweifel, dass dieser von dir aufgezählte Wust jetzt in kurzer Zeit aufgearbeitet werden kann. Und – ob jetzt denn der Wille dazu da ist.

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  • Fürst

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    „Es mag nur ein geringer Prozentsatz aller Ausländer sein, aber sie geben auf der Straße den Ton an“
    http://www.focus.de/politik/deutschland/politik-und-gesellschaft-anarchie-auf-den-strassen_id_5001340.html

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  • Stefan Werner

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    Dafür ist es jetzt, auch aber nicht nur dank Merkel, leider zu spät! Und Merkel hat nichts Besseres zu tun, als dem nächsten Diktator und Menschenschinder in den A…. zu kriechen…

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