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Schlimmer Unfall: Jungen (11, 14) klettern auf Bahnwaggon und geraten an Oberleitung

Lebensgefährlicher Leichtsinn gestern an der Bahnlinie Hamm-Pelkum – mit schlimmem Ende für einen 11Jährigen. Zwei Jungen – einer 11, einer 14 Jahre alt – spielten am späten Nachmittag an den Gleisen an der Oberonstraße. Dort war ein Waggon der Deutschen Bundesbahn abgestellt. Die beiden Schüler kletterten auf das Dach des Waggons – und gerieten dort an die dort Strom führende Oberleitung.

Beide Jungen erlitten einen heftigen Stromschlag. Für den 14Jährigen ging das lebensgefährliche Abenteuer noch glimpflich mit leichten Verletzungen aus, der Jüngere erlitt jedoch schlimme Verbrennungen und wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Stromausfall

Eine Oberleitung gehört neben den Stromschienen zu den Fahrleitungen einer Bahn. Sie dient zur Versorgung der Triebfahrzeuge mit Bahnstrom. Sie ist immer eingeschaltet, selbst wenn die Strecke sehr selten befahren wird (und augenscheinlich stillgelegt zu sein erscheint) oder – wie in diesem Fall – Wagen abgestellt sind. Wie bei allen blanken, nicht isolierten und spannungsführenden elektrischen Leitungen besteht besteht auch bei Oberleitungen die Gefahr eines Stromschlags. Bei Bahnanlagen, die mit Hochspannung betrieben werden, können bereits bei der kontaktlosen Annäherung an die Oberleitung – also ohne direkte Berührung mit dem Körper, der Kleidung oder anderen Gegenständen – Spannungsüberschläge erfolgen und lebensgefährliche Störlichtbögen entstehen. Der empfohlene Sicherheitsabstand für Personen zu spannungsführenden Teilen, die mit 15 kV betrieben werden, liegt bei 3 Metern.

Bei Arbeiten in der Nähe von Oberleitungen gab es zwischen 2008 und 2012 alleine in Deutschland fünf Tote und acht Schwerverletzte. (Quelle: Wikipedia)

Kommentare (1)

  • Helmut Brune

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    Hoffentlich trägt der 11-Jährige keine bleibenden Schäden davon. Gute Besserung.

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