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Schlagendes Argument fürs Falschparken: „Ich bin eine Frau“

Um Argumente war die junge Dame für ihr Gehwegparken nicht verlegen. „Da stand nicht, dass es verboten ist.“ „Da parken doch ständig Autos.“ Die sinnträchtigste Erklärung war: „Ich bin eine Frau!“ Nö, auch Frauen sind in der Lage, Falschparken von Richtigparken zu unterscheiden. Entschieden die Dortmunder Verkehrspolizisten und knöpften der jungen Frau die fälligen 20 Euro Verwarnungsgeld ab.

Nicht ohne sich zuvor geduldig die Erklärungen der Verkehrssünderin angehört zu haben. Ereignet hatte sich der Parkverstoß am 7.11. morgens auf einem Gehweg in Dortmund-Brackel. 20 Euro Verwarngeld waren fällig. Statt dessen listete die junge Frau den Beamten die folgenden Gründe in schriftlicher Form auf:

1. Es war nicht gekennzeichnet, dass es ein Parkverbot ist. 2. Parkende Autos sind ständig an der gleichen Stelle zu sehen. 3. Ich verlange ein Foto, da ich der Meinung bin, keinen behindert zu haben.

Die Polizei konnte allen diesen Gründen Fachliches entgegenhalten:

1. In dem betreffenden Bereich ist es wie auf allen anderen Gehwegen in Deutschland so, dass es keines Verbots bedarf, welches das Parken auf dem Gehweg untersagt. Es bedarf lediglich einer Beschilderung wenn das Parken auf dem Gehweg ausdrücklich erlaubt ist. 2. Es kann gut möglich sein, dass sich auch andere Verkehrsteilnehmer nicht an die geltenden Verkehrsregeln halten und dort widerrechtlich parken. Dies entschuldigt jedoch nicht das eigene Fehlverhalten. „Es gibt kein Recht im Unrecht.“ 3. Bei der Ahndung von Verkehrsverstößen handelt es sich um eine hoheitliche Aufgabe der Polizei. Es liegt nicht in unserem Interesse, unschuldigen Menschen einfach einen Verkehrsverstoß unterzujubeln. Es gilt der sogenannte „Personalbeweis“.

Das vierte Argument der Verkehrsteilnehmerin war allerdings argumentativ nicht zu schlagen: „Ich bin eine Frau.“

 

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