Rundblick-Unna » „Schlag ins Gesicht von 2,5 Mio. deutschen Flüchtlingen und Vertriebenen“: Rot-Grün lehnt Gedenkstätte in Landesstelle Massen ab

„Schlag ins Gesicht von 2,5 Mio. deutschen Flüchtlingen und Vertriebenen“: Rot-Grün lehnt Gedenkstätte in Landesstelle Massen ab

 „Geschichtsvergessene Parteipolitik“ und „Schlag ins Gesicht von 2,5 Mio. deutschen Flüchtlingen“, schimpft die NRW-CDU: Rot-Grün hat heute im Landtag eine Vertreibungs-Erinnerungsstätte Unna-Massen abgelehnt. Der Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Werner Jostmeier, kritisiert das als unsägliche Brüskierung.

 Werner-Jostmeier-mittel


„Gegen die Stimmen von CDU, FDP und Piraten ist heute … der aktualisierte Entschließungsantrag „Landesstelle Unna-Massen – dokumentieren und in Erinnerung behalten“ von der Mehrheit von SPD und Grünen abgelehnt worden. Die Debatte ist völlig unverständlich, geschichtsvergessen und ein Schlag in das Gesicht von 2,5 Millionen deutschen Flüchtlingen, Vertriebenen und Spätaussiedlern. Zudem brüskiert dieses Abstimmungsverhalten die SPD vor Ort und die zahlreichen Sachverständigen, die sich für eine Gedenkstätte ausgesprochen haben.“ Die Tatsache, dass die „ehemalige“ Landesstelle nun faktisch wieder als solche genutzt wird (sogar auf doppelte Kapazität ausgebaut werden soll), sei kein Grund, eine Gedenkstätte abzulehnen.
Der Landtag habe schon 2010 beschlossen, sich diesem Thema zu widmen. „Pikant: Damals sprach sich die SPD-Landtagsfraktion für eine noch größere Gedenkstätte aus als diejenige, die heute als CDU-Vorschlag zur Diskussion stand“, merkt Jostmeier sarkastisch an.  Ziel der Christdemokraten sei es gewesen, einen gemeinsamen Beschluss aller Fraktionen zu erreichen. Damit wollten wir die Landesregierung beauftragen, ein Konzept für die Errichtung einer Gedenkstätte in der Landestelle zu entwerfen.“ Das ist nunmehr hinfällig. Wegen parteipolitischen Kalküls, schimpft die CDU. Sie findet das unfassbar.
„Unna-Massen erinnert als Institution vor allem an die Vertreibung Millionen Deutscher aus den historischen deutschen Ostgebieten und steht für einen erfolgreichen Neuanfang im Westen Deutschlands. Wie kein anderer Ort in NRW ist Unna-Massen somit ein Symbol für die Aufnahme von Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen. Was das Grenzdurchgangslager Friedland für ganz Deutschland ist, ist Unna-Massen für Nordrhein-Westfalen. Wir betrachten es nach wie vor als besondere Aufgabe, für das Gelände der Landesstelle ein museales Konzept zu erarbeiten, das die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der damaligen innerdeutschen Bewältigung der Kriegsfolgen und der derzeitigen Zuwanderung   aufzeigt.

Landesstelle Gedenkstein Vertreibung

Ina Scharrenbach
Landtagsabgeordnete Ina Scharrenbach aus Kamen schreibt zum Thema: „Die Feier anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Hedwigs-Kirche hat gezeigt, dass die Menschen einen Erinnerungspunkt brauchen. Sie sehnen sich nach einer Einrichtung, die an ihre Geschichte erinnert, an die Vertreibung vieler Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg, an ihren Neuanfang in der Bundesrepublik, in Nordrhein-Westfalen und in der ehemaligen Landesstelle Unna-Massen.

Die Erinnerungsstätte dient auch dazu, junge Menschen daran zu erinnern, wie Deutsche nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben wurden und welche Schicksale sich am Ende damit verbunden haben.“

 

Kommentare (19)

  • petter Uhlenbusch

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    Keine Sache!
    Die wahren Deutschen wissen das rot/grüne Bündnis in NRW wohl einzuschätzen. Alles nur noch eine Frage der Zeit, bis diesem unselige Gespann an der Wahlurne der Garaus beschert wird.

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  • fürst

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    …. waren doch nur Deutsche.
    Rot/Grün steht mehr für andere.
    Hoffentlich sind die bald weg vom Fenster.

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Das zeigt wieder einmal, wie Weit sich die Politik vom Faktor Menschlichkeit entfernt hat. Ich glaube, dass es gar nicht soviel ausmacht, welche Partei Beschlüsse nimmt. Das einzige, was wirklich zählt, ist das Geld. Davor muss Alles weichen.

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  • Daniela Biermann via Facebook

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    Ach…rot-grün? Das ist ja mal ganz was Neues

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  • Daniela Biermann via Facebook

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    Aber ich bin mir sicher das wir diese Parteien bei der nächsten Wahl los werden.

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  • Andy Fischer via Facebook

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    In meinen Augen sind die Blockparteien alles Hoch und Volksverräter die auf den Scheiterhaufen der Geschichte entsorgt werden müssen.Eine neue Ordnung muss her und zwar eine Neue Nationale Ordnung.

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    • fürst

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      Zu wenige werden dem zustimmen, aber ich tue es!

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  • Sven Arnt via Facebook

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    Unverständlich sich da zu sperren.

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  • Sven Arnt via Facebook

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    Mich würde noch interessieren, mit welchem Argument Rot/Grün die Gedenkstätte abgelehnt haben.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Sven Arnt – entschuldige, das mussten wir tatsächlich erst nachrecherchieren. Wir haben nur diese eine Begründung gefunden: dass aufgrund der stark ansteigenden Zahl der Flüchtlinge Teile dieses Geländes wieder als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden.

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Kein Thema, finde ich halt auch wichtig, um die Entscheidung von Rot/Grün wirklich fair bewerten zu können. Aber trotzdem vollkommen unverständlich, über die Form bzw. Ausgestaltung einer solchen Gedenkstätte hätte man sich sicher einigen können wenn man es denn gewollt hätte.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Die Argumentation erweckt eher den starken Anschein, als hätte diesen Antrag einfach die falsche Partei gestellt. Wäre ja leider auch nichts Ungewöhnliches in der Politik. :-/

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    • Stefanus Maxus via Facebook

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      Die Begründung der Rot-Grünen ist an Dämlichkeit nicht zu überbieten!

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  • Günther Klumpp

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    Eine Gedenkstätte in Unna-Massen, dem zentralen Migrationszentrum in NRW würde ich unterstützen. Da könnte neben den Vertriebenen in Folge des Nazi-Weltkrieges auch der Opfer der stalinistischen Zwangsherrschaft in Polen und der DDR, den Opfern der Balkankriege und den Opfern der neuen Kriege im Irak, in Afghanistan, in Syrien und in Nordafrika gedacht werden – auch allen Menschen, die dort jetzt Schutz suchen, so wie Hunderttausende vor ihnen. Hunderttausende, die in Deutschland einen neuen Platz zum friedlichen Leben fanden.

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  • Stefanus Maxus via Facebook

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    Würde man alle Grünen und Sozis aus unserem Land vertreiben, ginge es uns vermutlich besser!

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    • fürst

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      Jene, die sie wählen, und besonders die, die sie wieder wählen werden, gleich mit.

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  • Stefanus Maxus via Facebook

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    Das Verhalten der Rot-Grünen ist schäbig und würdelos, aber so ist ihre Politik der Anbiederung und Kumpanei mit einem Diktator Erdogan ja derzeit auch. Rot-Grün ist so gesehen eine Fluchtursache, da kann man so ein Denkmal das an ihr eigenes Versagen erinnert eben nicht gebrauchen!

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  • anette kaufmann

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    Danke, Herr Klumpp, für Ihren – den Blickwinkel notwendiger Weise erweiternden – Kommentar, macht er doch deutlich, dass es Flüchtlinge unterschiedlicher Nationalitäten sind, die bis heute Zuflucht vor Krieg und Gewalt suchen und in der Landesstelle finden!

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  • anette kaufmann

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    Besser als eine Gedenkstätte aber wäre es, wenn unsere Politiker, egal welcher politischen Zugehörigkeit, endlich ihrer Veratwortung nachkämen und keine Waffen exportierten und Wege zum friedlichen Miteinander der Menschen beschritten! Das machte Gedenkstätten langfristig überflüssig!

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