Rundblick-Unna » Schlägerei wegen „Asylflut stoppen“-Aufklebern

Schlägerei wegen „Asylflut stoppen“-Aufklebern

Aufkleber mit der Aufschrift „Asylflut stoppen“ mündete gestern Nachmittag in Hamm in eine handgreifliche Auseinandersetzung mit Krankenhausfolge. Ein 21-Jähriger entdeckte mehrere dieser Aufkleber an Laternenmasten und ging daran, sie unter Zuhilfenahme eines Besteckmessers abzukratzen. Unvermittelt wurde er von zwei 24- und 26-jährigen Männern aus Hamm angegriffen und geschlagen.

Einer der Angreifer erlitt infolge der Gegenwehr des 21J Jährigen leichte Verletzungen, die in einem Krankenhaus ambulant behandelt wurden.

Das Besteckmesser wurde sichergestellt, gegen die Angreifer eine Strafanzeige gefertigt.

Kommentare (15)

  • Svense Kennze via Facebook

    |

    Mann mann….irgendwie drehen alle durch. Schlimm.

    Antworten

  • Fürst

    |

    Sicherlich gehen viele mit einem Besteckmesser spazieren. Immerhin: Zweckmäßig erscheint mir das langsam.

    Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      😉 Nein, Fürst, der junge Mann hatte die Aufkleber gesehen und hatte sich daheim das Besteckmesser zum Abkratzen geholt.

      Antworten

  • Jama To via Facebook

    |

    Politik ist gefragt!
    Waffen Produktion STOPPEN!
    Genug von Geschmierte Politik!
    Politik muss Industrie Kommando geben! Nicht umgekehrt!

    Antworten

  • Fürst

    |

    Noch etwas:
    Der 21-Jährige hat m.E. richtigerweise was aufs „Maul“ bekommen.
    Andere Meinungen sind zu tolerieren.
    Die Aufkleber haben den steuerbezahlten Ampelmast vermutlich nicht so sehr beschädigt wie Abkratzarie mit Messer (Schutzlack evtl. stellenweise weg, Rost möglich usw.). Entsprechende Anzeige gegen den 21-Jährigen sollte von Amts wegen folgen.

    Antworten

    • Svense Kennze via Facebook

      |

      Junge junge, das ist aber mal eine sehr gewagte Aussage Herr Fürst. Sie kommen mit ihren Kommentaren ja gerne mal mit Law and Order (auch gerne beim Thema Flüchtlinge) und dann (verzeihen Sie mir das ich das so deutlich schreibe) schreiben Sie hier so einen Stuss. Das Anbringen der Spuckies stellt eine Owi dar, also diese Herrschaften haben auch schon was falsch gemacht. Natürlich sind andere Meinungen zu tolerieren, aber diese Toleranz dann mit Gewalt einfordern? Soso, das ist ihr Weg? Und in diesem Fall „richtig“ weil einer „was aufs Maul“ bekommen hat der einen Flüchtlinge kritischen Spuckie entfernt hat? Und dann soll er noch ne Anzeige bekommen, damit er es mal richtig lernt. Zu einer Sachbeschädigung an der Laterne dürfte es nicht einmal gekommen sein. Und wenn die Experten, die diesen Spuckie angebracht haben, meinen es wäre eine Sachbeschädigung an ihrem Fetzen Papier, dann hätten sie vielleicht einfach die Polizei informieren sollen. Das Aufkleber dieses Inhaltes besonders von Angehörigen der extrem Rechten Szene geklebt werden ist Ihnen aber auch bekannt?Sie haben eine sehr zweifelhafte Einstellungen zu Toleranz, Meinungsfreiheit, Demokratie und vor allem Rechtsstaatlichkeit.

      Antworten

  • Fürst

    |

    Svense Kennze, ich komme durchaus auch mit Kritik an mir klar und bevorzuge auch dabei klare Worte. Nicht selten lerne ich sogar daraus.
    Toleranz hätte m.E. Gewalt vermieden.
    Natürlich war schon das Anbringen der Zettel eine OWi.
    Beim Anbringen aber auch beim Entfernen wäre es besser gewesen, die Polizei zu rufen.
    „Asylflut stoppen“ kommt inzwischen auch aus der Gesellschaftsmitte, ist m.E. nicht mehr nur und nicht besonders den Rechtsextremen zuzuordnen.
    Aber auch Menschen mit rechtslastigen Ansichten, ja, sogar „Neo-/Nazis“, haben m.E. das Recht auf freie Meinungsäußerung, wie auch immer, wobei sie sich natürlich bei begangen OWin (wie gegeben) oder Straftaten zu verantworten haben. Der 21-Jährige aber beging gewissermaßen omnipotente Selbstjustiz – und bekam dafür, vermutlich von den Urhebern/Eigentümern der Zettel, aufs „Maul“. Ja, find‘ ich immer noch in Ordnung, ohne hier zu solchen Lösungen aufzurufen. Ich sagte ja schon, „wäre es besser gewesen, die Polizei zu rufen.“

    Antworten

    • Svense Kennze via Facebook

      |

      Ich glaube wir kommen da auf keinen gemeinsamen Nenner. „Asylflut stoppen“ ist für mich ein Spruch der nicht aus der Mitte der Gesellschaft kommt und das, obwohl auch ich der Meinung bin, dass Begrenzung Not tut. Die Art der Meinungsverbreitung und der Tenor kommen für mich klar aus der ganz rechten Ecke (die mir ebensowenig passt wie die ganz Linken). Das Abkratzen des Spuckie als Selbstjustiz zu sehen kann man machen, aber diese Selbstjustiz verurteilen, aber die gewalttätige Selbstjustiz (Aufs Maul hauen) dann doch irgendwie ok zu finden, also den Widerspruch bekomme ich nicht zusammen. Aber ihre Meinung und die belasse ich Ihnen, finde sie halt falsch. Und Kritikfähigkeit erwarte ich von jedem, der seine Meinung äußerst und halbwegs erwachsen ist. Aber das funktioniert ja.

      Antworten

  • Fürst

    |

    Wie schön -ohne Ironie- daß wir unsere eigenen Ansichten und Meinungen haben können.
    Das war bekanntlich nicht immer so in diesem Land – und sollte so auch nie wieder werden.
    M.E. ist das kenntnisnehmende Vorbeigehen an einem solchen Zettel für niemanden wirklich und schon gar nicht körperlich schädlich.- Ich stehe nicht selten an Ampeln mit Parolen, die mir so wenig gefallen wie verlogene Wahlplakate; aber ich käme nicht auf die Idee, solche beseitigen zu wollen.
    So einfach -und schadlos- kann es sein.

    Antworten

    • Svense Kennze via Facebook

      |

      Es gibt allerdings Parolen, gleich aus welcher politischen Ecke, die es auch „wert“ sind nicht einfach Kenntnis nehmend dran vorbei zu laufen, sondern dazu Stellung zu beziehen bzw. dagegen. Eine Tracht Prügel rechtfertigt es jedenfalls nicht. Ich gebe ihnen aber natürlich Recht, man muss auch nicht bei jedem Spuckie gleich nen Spachtel raus holen.

      Antworten

Kommentieren