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Sanierungskonzept erarbeiten: Arbeitskreis Fußgängerzone legt jetzt los

Leere Kassen, dennoch mittelfristig Schluss mit Herumholpern und -stolpern in der Bummelzone? Endlich… ist er jedenfalls gegründet, der interfaktionelle Arbeitskreis, der die Sanierung der Unnaer Fußgängerzone planen soll. Die Forderung, einen solchen AK einzurichten, steht im Fünf-Punkte-Antrag der Freien Liste (FLU) zur Fußgängerzone, und sie war gleichfalls Kernthema der Piraten im Kommunalwahlkampf 2014.

Jetzt ist die Arbeitsgruppe endlich gegründet. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr (ASBV) machte noch vor den Ferien Nägeln mit Köpfen und setzte das Gremium offiziell ein.

Der „AK Fußgängerzone“ soll eine Beschlussempfehlung für die Erneuerung oder Renovierung der weitgehend maroden Bummelmeile erarbeiten. Alle Ratsfraktionen sind beteiligt, außerdem Behindertenbeirat, Seniorenbeirat, Architektenforum und weitere Gruppen, damit möglichst alle Anforderungen an eien „neue“ Unnaer Bummelzone berücksichtigt werden.

Die Besetzung des Arbeitskreises ist folgendermaßen geplant: Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses, 3 Mitglieder der SPD, 2 der CDU, jeweils ein Mitglied von Grünen, FLU, Piraten, Linkspartei und FDP.

Fußgängerzone kaputtes Pflaster Sanierung

Voraussetzung dafür, dass überhaupt auch nur ein einziger Stein erneuert wird, sind Fördergelder des Landes. Zu rechnen ist bei derartigen Projekten mit 70- bis 80-prozentiger Bezuschussung. Den Rest muss die Stadt stemmen.

Die Forderung der Unnaer Parkinson-Gruppe nach einem glatten, ebenen „Behindertenpfad“ durch die gesamte „Fuzo“ soll der Arbeitskreis ebenso mit diskutieren wie die Anregung der Grünen auf eine Tonnagebegrenzung für Lieferverkehre in der Bummelzone (maximal 7,5 t).

Als Erste soll die Massener Straße saniert werden, deren Pflaster objektiv am kaputtesten ist und für die Fördergelder bereits beantragt sind.

Fußgängerzone Pflaster

Flickschusterei aus der Not heraus. Nach wie vor sind „Wackelsteine“ in der Fußgängerzone grün markiert.

Kommentare (6)

  • Katja Mette via Facebook

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    Ich weiß es ist für alle die in irgend einer Weise mit Rädern unterwegs sind echt holperig. Dennoch hoffe ich das der durch das Pflasterstein entstehende Charm der Stadt erhalten bleibt. Ich finde es schön schade genug um jedes Fachwerkhaus und alte Gemäuer das der neuen Architektur weichen muss sehr schade.

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  • J.Müller

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    Das Kopfsteinpflaster auch auf der Hertinger Str. entspricht nicht mehr den Anforderungen an unsere heutige Gesellschaft. Rollstuhlfahrer, Rollatorfahrer, Kinderwagen, Schuhe – alles leidet. Wenn man früher mit der Kutsche über diese Steine „geflogen“ ist, war das nicht tragisch. Die Lebenserwartung war gering, so dass sich dadurch entstehende Bandscheibenvorfälle vorher nicht bemerkbar machen konnten.
    Kopfsteinpflaster muss auch richtig verlegt sein. In Unna ist das nicht passiert. Da gibt es eklatante Verlegefehler. Das rächt sich jetzt. Auf kleinteilige Pflastersteine sollte verzichtet werden, damit kann das Baudezernat nicht umgehen und für die Nutzer ist es nur wieder erneute Quälerei. Nach Jahrzehnten gibt es neue Baustoffe und schöne Gestaltungsmöglichkeiten, so dass man heute echt auf solche Rumpelsteine verzichten sollte.

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Hauptsache, man wird Aktiv und macht etwas. Das „Interfraktionelle“ gefällt mir besonders gut. Es heißt, daß alle zusammen auf das gleiche Ziel zu arbeiten. Das sollte in der Politik viel öfter geschehen.

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  • Mike

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    Das Wichtigste ist, daß man sich Fachleute holt für die Planung und auch zur Kontrolle der Durchführung ! Dann ist Tonnagebegrenzung etc. kein Thema mehr. Nicht das billigste Angebot ist immer das beste Angebot 😉 Siehe Kirchplatz, ich weiss nicht wer da geplant hat, man hat aber defintiv vergessen, daß auf Stadtfest etc. dort der Platz beschickt wird und hat nicht darauf geachtet Steine zu nehmen die durch den Dreck durch Essen- und Getränkerückstände nicht so schnell unansehnlich verdrecken.

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