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Kalb auf Flucht vor Schlachthof auf Körnerstraße erlegt – A44-Zubringer musste gesperrt werden

Tragisches Ende einer Flucht vor dem Schlachter.  Ein Kalb wollte heute Vormittag dem bitteren Ende im Schlachthof entgehen und begab sich auf die Flucht im Bereich des Induparks. Zwischen 10.30 Uhr und 11.10 Uhr war die Polizei sogar mit Hubschrauber im Einsatz, um das entlaufene Tier zu suchen. Kurzfristig musste der Autobahnzubringer der alten A443 gesperrt werden, weil die Gefahr drohte, dass das Kalb auf die A44 rannte. Am Ende wurde das Tier in einem Vorgarten nahe der Morgenstraße von einem Jäger erschossen, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer nicht aufs Spiel zu setzen.

Wie die Polizei schildert, löste sich das Tier bei der Anlieferung im Schlachthaus von der Gruppe, und es gelang ihm,  durch die Büroräume des Schlachthofes nach draußen zu flüchten.

Nachdem es zunächst durch den Indupark wanderte, bestand die Gefahr, dass es auf die nahegelegene Autobahn A 44 lief. Diese musste daher für kurze Zeit gesperrt werden. Dadurch kam es auf den Autobahnen rund um Unna zu längeren Staus. Ebenfalls musste zeitweise der Zubringer zur A 44 gesperrt werden. Das Kalb änderte danach seine Richtung und lief in Richtung Innenstadt.

Nach der Überquerung der B 1 lief es über die Morgenstraße und Lessingstraße in die Körnerstraße. Zwischenzeitlich wurde ein Jäger hinzugezogen, um das Tier notfalls zu erlegen. Da das Kalb zeitweise auch nicht mehr in Sicht war, befand sich außerdem ein Polizeihubschrauber über dem Gebiet, um es wieder zu orten.

Das Tier hatte mittlerweile im Wohngebiet um die Körnerstraße einige Zäune beschädigt und ließ keine Personen an sich herankommen. Sobald diese sich näherten, setzte es seine Flucht fort. Da die Gefahr bestand, dass es wieder auf stark befahrene Straßen lief, wurde es schließlich im Vorgarten eines Hauses in der Körnerstraße durch den Jäger erschossen.

 

 

 

Als das Rind schließlich noch weiter in Richtung Kessebüren flüchten wollte, entschloss sich die Polizei, kein weiteres Sicherheitsrisiko mehr einzugehen. Ein Jäger nahm sein Gewehr zur Hand und erschoss das Tier.

Somit war ein erster – kleinerer – Einsatz für die Unnaer Polizei heute beendet…

(Das Foto stellte uns freundlicherweise eine Leserin zur Verfügung.)

Kommentare (12)

  • Jörg Hißnauer

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    Die Tiere merken ja gar nicht, was da auf sie zu kommt. Ja, nee, is klar.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      ? Doch, Jörg Hißnauer. DIese armen Kreaturen merken genau, was auf sie zukommt. Deshalb hat dieses tapfere Tier versucht, sein Leben zu retten. Und das darf man alles schon ziemlich traurig finden. Und wenn man selbst entsprechend konsequent lebt, enfällt auch die dann schnell vorgeworfene Bigotterie oder Heuchelei. Viele Grüße.

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    • Roxana Cebulla via Facebook

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      Ich glaub er meinte dies ironisch. Ich habe das Kalb gesehen , arbeite nur ein paar Häuser weiter vom Schlachthof. Es ist uns fast in den Hof gerannt , hat vor lauter Panik den Zaun halb umgerannt. Dieser Blick und diese Verzweiflung von dem Rind , in seinem Blick … sie merken alles. Wundert mich aber , das es so einen weiten Weg gelaufen ist ohne gestoppt werden zu können ..

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Kann sein, dass Jörg Hißnauer das ironisch meinte, mir persönlich tuen solche Berichte in der Seele weh.

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      • Jörg Hißnauer

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        Ich meinte es ironisch und finde, dass es schon lange an der Zeit ist, über andere Tötungsverfahren nachzudenken. Die derzeitigen Verfahren sind den Bedürfnissen der Verarbeiter angepasst und nicht denen des Tieres.

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  • petter Uhlenbusch

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    Da vergeht einem die Lust auf Steak & Co. :-(

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  • Dagmar Kuhn via Facebook

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    Ja ne…und man konnte es nicht betäuben…man müsste es gleich erschließen. Naja….wäre ja eh geschlachtet worden….traurig das ganze

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  • Marvin Wessel via Facebook

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    René Ma

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  • Margarethe Strathoff

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    …mir tut die Kuh leid. Da hat sie sich schon befreit und lief um ihr Leben, dann hätte man ihr auch das Leben auf einem Gnadenhof ermöglichen können. Ich finde es sehr traurig.

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  • Jörg Hißnauer

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    Die ganze Situation ist sehr traurig und sehr bewegend.
    Dem Tier blieb es immerhin erspart, sich anzustellen, um getötet zu werden.
    Allein schon diese Vorstellung bereitet mir Unwohlsein.
    Da muß sich dringend etwas ändern.
    Es gibt Alternativen.

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