Rundblick-Unna » Raubüberfall auf Hansastraße – Täter droht, Frau zu erschießen – Sparclubgelder erbeutet

Raubüberfall auf Hansastraße – Täter droht, Frau zu erschießen – Sparclubgelder erbeutet

Er drohte damit, sein Opfer zu erschießen, und flüchtete mit den Tageseinnahmen eines Sparclubs. Nach einem brutalen Raubüberfall gestern Abend auf der Hansastraße in Unna suchte die Polizei wie berichtet bis ca. 19.45 Uhr mit einem Hubschrauber nach dem flüchtigen Täter – bisher ist der Räuber nicht gefunden. Opfer des hochaggressiven ca. 20jährigen Kriminellen wurde eine 59jährige Frau aus Unna.

Sie verließ gegen 18.20 Uhr ihre Wohnung an der Hansastraße, ging zu ihrem Wagen. Auf dem Weg dorthin lief plötzlich ein fremder junger Mann auf sie zu – nichts Gutes im Sinn, wie sich direkt herausstellte. Denn er verlangte von ihr die Herausgabe ihrer Tasche.

Als die 59Jährige ablehnte, reagierte der Täter sofort aggressiv. Er packte sich die Tasche, versuchte, sie der Frau zu entreißen, und schlug dabei auf sie ein. Doch immer noch wehrte sich die Überfallene erbittert – bis der Räuber plötzlich drohte, sie zu erschießen.

Polizeihubschrauber

Da bekam er seine vehement geforderte Beute: Eine Tasche, in der sich unter anderem die Einnahmen eines Sparclubs befanden. Die Höhe der Beute darf die Polizei nicht nennen, da u. a. die Gefahr von Nachahmungstaten heraufbeschworen werde, sagte uns ein Polizeisprecher in der Leitstelle.

Einige Zeugen auf einem nahe gelegenen Spielplatz beobachteten den Vorfall. Der Täter kann dennoch nur bruchstückhaft beschrieben werden: ca 20 Jahre alt ist er, trug dunkle Kleidung, Mütze oder Kapuze.

Die 59jährige Unnaerin wurde durch den Angriff verletzt, musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Suche nach dem Räuber (auch aus der Luft, was von Massen bis Königsborn Aufmerksamkeit erregte) verlief ergebnislos. Bis zur Stunde ist der Täter nicht gefasst.

Hinweise nimmt die Polizei in Unna (Tel.: 02303 921 3122) entgegen.

– Rege Spekulationen begannen sogleich unter unseren Lesern: „Das klingt alles merkwürdig.“ War dieser Überfall fingiert?

Dazu sagte uns der Diensthabende in der Leitstelle heute Mittag auf Nachfrage, dass sich die Polizei an solchen Spekulationen grundsätzlich nicht beteilige. Dass sofort ein Suchhubschrauber eingesetzt wurde, zeigt, dass der Überfall durchaus als tatsächliche Straftat aufgefasst worden ist und wird, zumal auch ein Hinweis auf Zeugen auf dem nahen Spielplatz im Polizeibericht auftaucht.


Polizeiauto

DRITTER STRAßENRAUB IN UNNA IN 4 TAGEN:

Der Überfall am gestrigen Abend war bereits der dritte Straßenraub in Unna binnen 4 Tagen.

Am Dienstag (22. 11.)  frühabends wurde auf der  Friedrich-Ebert-Straße in Höhe des Lebenszentrums eine 52-jährige Frau überfallen. Sie erlitt Verletzungen, musste ins Krankenhaus gebracht werden. Zeugen fanden die Radfahrerin kurz hinter der Bahnunterführung (aus Richtung Kamener Straße kommend) auf dem Radweg liegend. Sie verständigten eilig Rettungskräfte und Polizei. „Die Frau musste an Ort und Stelle ärztlich versorgt werden, daher ging man zunächst von einem Sturz mit dem Fahrrad aus“, berichtet die Polizei die zunächst unklaren Umstände dieses Falls, bei dem zunächst von einem Unfall ausgegangen wurde.

Doch im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass vermutlich ein Mann die Frau zum Stürzen gebracht hatte – mit kriminellen Absichten. Denn aus dem Rucksack der Verletzten war die Geldbörse mit Personalpapieren und Bargeld verschwunden war. Und da ein Schulterriemen am Rucksack abgerissen war, könnte der Unbekannte an dem Rucksack gerissen haben, so dass die 52 Jährige das Gleichgewicht verlor und mit ihrem Rad stürzte.

Zeugen hatten aus Richtung der Radfahrerin kommend einen Mann gesehen, der durch eine Lücke in einer Hecke verschwunden war. Er wird als jüngere, „nicht allzu große Person“ beschrieben.


Ein weiterer vermutlicher Raubüberfall passierte Samstagfrüh auf der Kantstraße (nahe Kreishauskreisel). Zwei Zeuginnen fuhren gegen 2.30 Uhr mit ihrem Auto vorbei, sahen einen Mann auf dem Gehweg liegen und 2 andere Männer dabeistehen. Die Frauen beschlossen nachzusehen, wendeten ihren Wagen  – und plötzlich rannten da die beiden Männer in Richtung  Ringtunnel davon.

Da der am Boden liegende alkoholisierte Mann wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. „Nach jetzigem Ermittlungsstand erscheint möglich, dass er Opfer eines Raubüberfalles geworden ist“, berichtete die Polizei. Die Ermittlungen in diesem Fall laufen noch.

 

 

Kommentare (2)

  • Helmut Brune

    |

    Was für ein krasser Gegensatz zur besinnlichen Adventszeit.

    Antworten

  • Petter Uhlenbusch

    |

    „Geschmäckle“ hats schon a bisserl.

    Antworten

Kommentieren