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Rathauseinbruch Fröndenberg: Staatsschutz ermittelt – Politische Motive?

Überraschende Mitteilung heute Morgen von der Kreispolizeibehörde Unna. Die Ermittlungen zum Einbruch ins Rathaus Fröndenberg (wir berichteten) hat die Behörde an den Dortmunder Staatsschutz abgegeben. Weil, so erklärte Polizeisprecher Thomas Röwekamp, „möglicherweise politische Hintergründe vorliegen“.

Welcher Art diese politischen Motive sein könnten und was bei den Ermittlern diesen Verdacht hervorgerufen hat, darüber hält sich Röwekamp äußerst zugeknöpft. Die Täter haben augenscheinlich „etwas hinterlassen“, was auf eine politisch motivierte Tat hindeutet. Da das jetzt zuständige Dortmunder Präsidium von der Abgabe des Falls aus Fröndenberg überhaupt noch nichts wusste am heutigen Morgen, sind Hintergründe zu dem Einbruch frühestens am Dienstag zu erfahren, bat ein Dortmunder Polizeisprecher um Verständnis.

Entdeckt wurde der Einbruch wie berichtet am Sonntagnachmittag, frühester Tatzeitpunkt wäre Samstag spätnachmittags gewesen.

UPDATE am Abend:

Die „politischen Symbole“, die die Einbrecher im Fröndenberger Rathaus am Wochenende hinterließen (und die jetzt den Staatsschutz beschäftigen – wir berichteten), waren wie vermutet Hakenkreuze.

Bei dem Einbruch hebelten die Täter zahlreiche Türen auf und schlugen sprichwörtliche Schneisen der Verwüstung. Wie die Westfalenpost auf ihrer Homepage am heutigen Abend berichtet, wurde die Amtskette von Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe gestohlen. Auf Dokumenten und an Wänden prangten Hakenkreuze.

 

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