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Rasende Flucht vor der Polizei über die A1

Der Beifahrer mit zwei Haftbefehlen gesucht, der mutmaßliche Fahrer stark betrunken und ohne Führerschein. Beide habent gestern Abend mit einer rasenden Fluctht über die Autobahn versucht, der Polizei zu entkommen. Vergeblich.

Ein Streifenteam der Autobahnpolizei wollte gegen 20.15 Uhr die Insassen eine VW UP auf dem Rastplatz „Funkenhausen“ an der A1 kontrollieren. Als sich der Streifenwagen dem Fahrzeug näherte, fuhr der VW plötzlich los.

Er rasierte einen Grünstreifen und raste auf die A1 Richtung Bremen. Die Besatzung des Streifenwagens hinterher.

Zunächst machte der VW-Fahrer Anstalten, in Hagen-Nord die Autobahn zu verlassen. Das war jedoch eine Finte: Der Wagen bretterte mit  hoher Geschwindigkeit an der Anschlussstelle vorbei und wechselte im weiteren Verlauf der Verfolgungsfahrt immer wieder rücksichtslos die Fahrstreifen. Teilweise nutzte er dabei auch den Seitenstreifen.

Am Westhofener Kreuz wechselte der VW auf die A45 Richtung Frankfurt, um kurz darauf in Schwerte / Ergste abzufahren und in extremem Tempo über die Ruhrtalstraße in Richtung Hagen zu rasen – unter riskanten Überholmanövern  und buchstäblich ohne Rücksicht auf  Verluste. Er raste bei Rot an einer Ampel vorbei – und dann verlor der Fahrer  die Kontrolle über seinen Pkw und schleuderte nach rechts in die Schutzplanken.

Fahrer wie Beifahrer sprangen daraufhin sofort aus dem demolierten Wagen und versuchten, zu Fuß zu flüchten. Doch für beide war alsbald Endstation: den Jüngeren, einen  21-Jährigen aus Remscheid, konnte die Hagener Polizei noch gleich vor Ort am Wickel packen, seinen Beifahrer (26, ebenfalls aus Remscheid) nach kurzer Fahndung. Der 21Jährige war stark betrunken. Dafür besaß er keinen Führerschein.

Bei der Überprüfung des 26-Jährigen stellte sich heraus, dass er mit zwei Haftbefehlen gesucht wurde – unter anderem wegen Fahrens ohne Führerschein. Der VW wies zudem frische Unfallspuren auf; vermutlich waren die beiden Insassen vor der Polizeikontrolle noch in eine Unfallflucht verwickelt.

Von beiden Tatverdächtigen wurden Blutproben entnommen. Gegen sie besteht der Tatverdacht der Gefährdung des Straßenverkehrs, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und der Verkehrsunfallflucht.

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