Rundblick-Unna » Radfahren ohne Licht – Nicht ganz helle

Radfahren ohne Licht – Nicht ganz helle

Man muss es einfach mal so sagen: Radfahren ohne Licht ist mega gefährlich und einfach nur dämlich. Besonders in der dunklen Jahreszeit steigt die Anzahl der Unfälle mit Radlern. Und trotzdem fahren viele Radfahrer ohne Licht. Eine wirkliche Statistik kann es da gar nicht geben, da die Dunkelziffer der Dunkel-Radler immens ist.

Mal ist das Licht kaputt, dann wurde die Beleuchtung geklaut, oder gar:“Ich brauche kein Licht, ich fahre diesen Weg jeden Tag“. Viele Radler, die jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit oder zur Schule fahren, sind dazu so schnell wie immer unterwegs. Nach der Zeitumstellung in der kommenden Nacht ist es morgens allerdings erstmal schlagartig eine Stunde länger hell. Dass die Tage dann kürzer werden, nimmt man dann gerne als schleichenden Prozess hin und riskiert dabei strampelnd sein Leben … und ganz nebenbei … auch ein Bußgeld.

Wer ohne Licht von der Polizei erwischt wird, ist schnell ein Ordnungsgeld in Höhe von 20 €uronen los. Werden bei der Dunkelfahrt noch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, sind 25 €uronen fällig.

Ach, so viel ist das gar nicht … und DIE müssen mich erst mal erwischen“ Das wird nicht oft gesagt – aber gedacht. Wir wollen jetzt aber auch nicht auf die Radler einfach drauf hauen, denn viele Autofahrer sind nicht einen Funken besser! Da funktioniert gelegentlich nur ein Scheinwerfer … meistens sieht man aber einen starken und einen schwachen Scheinwerfer … und dann noch falsch eingestellt.

Aber es geht hier ja um die Radfahrer, die viel öfter ohne Licht fahren. Meist aus Bequemlichkeit, die letztendlich ganz schön teuer enden kann. Kommt es zu einem Unfall, wird dem Radfahrer in der Regel mindestens eine Teilschuld eingeräumt – sofern er es überlebt.

Das muss ja alles nicht sein. Wer in der dunklen Jahreszeit radeln möchte – oder muss … der sollte sich dann auch um die Verkehrstauglichkeit des Zweirades kümmern. Der ADFC empfiehlt da ein Nabendynamo, sowie LED-Front- und Rücklicht. Ebenso ist es sinnvoll, ausreichend Reflektoren an Fahrrad, Helm und Kleidung anzubringen.

(Anmerkung des Autors): Ein Rennrad mit Reflektoren sieht vielleicht nicht so „cool“ aus, aber es macht sichtbar – und darauf kommt es mir an! Und ja – ich bin selber Radfahrer.

Damit man sicher durch die dunkle Jahreszeit kommt, kann man ja z.B. den heutigen Samstag hervorragend dazu nutzen, sein Rad in Schuss zu bringen und verkehrssicher zu machen.

Viele Tipps dazu gibt es beim ADFC

Kommentare (1)

  • Helmut Brune

    |

    Ich ärgere mich maßlos an Radfahrern, die im Dunkeln ohne Beleuchtung fahren. Vor Allem unter Jugendlichen scheint es ein Trend zu sein. Man muß schwerer treten, wenn der Dynamo mitläuft, wird oft als Argument gebraucht. Denen kann ich nur raten: Sorgt, daß ihr im Straßenverkehr auffallt, durch gute Beleuchtung und Reflektoren, wenn euch euer Leben Lieb ist.

    Antworten

Kommentieren