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Privat-Security gegen Vandalismus im Kurpark gefordert – Vorwürfe an Stadt und Polizei

Besudelte Bänke, Hakenkreuzschmierereien, Zerstörung von Laternen und der Lichttore am Eingang und zuletzt die Brandstiftung an der Mehrzweckhalle. Der Kurpark Königsborn wird seit ca. einem Jahr regelmäßig wiederkehrend von Vandalismus heimgesucht. Deswegen fordert ein Anwohner der Friedrich-Ebert-Straße jetzt konsequentes Gegenlenken durch die Stadt Unna – unter anderem durch einen privaten Sicherheitsdienst.

Der Stadtentwicklungsausschuss hat sich in seiner Sitzung an diesem Mittwoch (28. 9.) mit den Anregungen des Bürgers zu befassen. Konkret werden in dem Antrag zur Wiederaufwertung des Kurparks folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

– einem privaten Sicherheitsunternehmen den Auftrag zu erteilen, den Kurpark in den Abend- und Nachtstunden (20-6 Uhr) in unregelmäßigen Abständen zu Fuß zu bestreifen;

– die Ausstattung  -Lichttore, Tempelchen, Effertz-Denkmal, Informationstafeln, Bänke – nicht mehr einfach besudelt und beschädigt zu lassen, sondern jetzt und bei zukünftigen Beschädigungen jeweils unverzüglich instand zu setzen und bedarfsgerecht zu ergänzen;

– gefällte Bäume sollen – so weit möglich – sofort an derselben Stelle nachgepflanzt oder hilfsweise an andere Stelle ergänzt werden. – Gerade die ältesten und größten Bäume, hat der Anwohner beobachtet, wurden in Folge nicht mehr regelmäßig ersetzt. Z. B. auf der Wiese hinter dem Effertz-Denkmal.

Kurpark Baum

Zum Vandalismus wirft der Bürger der Stadt Gleichgültigkeit und der Polizei Versagen vor.

„Die Stadt scheint den wiederkehrenden Vandalismus bisher als unabänderlich hinzunehmen„, heißt es kritisch in der Anregung. „Reinigung von beschmierten Bänken, des Tempelchens, der Infotafel der Bürgerstiftung, der Rückseite des Effertz-Denkmals oder Reparatur der Lichttore findet nicht mehr statt, obwohl die Schäden der Stadtverwaltung seit Monaten bekannt sind.“ Dabei wisse man, dass dieses Hinnehmen von Vandalismus zu einem weiteren Anstieg der Kriminalität führen könne. „Der sichtbare Verfall signalisiert, dass niemand am Vandalismus Anstoß nimmt.

Es sei auch nicht bekannt geworden, dass auch nur in einem einzigen Fall die Täter ermittelt wurden. „Eine unregelmäßige und seltene Bestreifung durch das Ordnungsamt tagsüber und durch die Polizei mit Dienstfahrzeugen in den Morgen- und Abendstunden haben keinerlei Wirkung gezeigt.“

Das Geld soll den Vorstellungen des Bürgers nach aus dem städtischen Haushalt fließen, zugleich soll die Stadt aber die Bürgerstiftung Unna, den Kurparkverein und die Klöckner SE als Mitfinanziers gewinnen.

– Stadtentwicklungsausschuss: Mittwoch, 28. 9.-, 17 Uhr, Ratssaal.

 

Kommentare (2)

  • Tobi

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    Für die Polizei und den Landrat als deren Chef ist Vandalismus kein Problem. Für mehr Polizei macht die Landesregierung kein Geld locker.
    Der Ordnungsdienst in der Stadt ist auch über, da man nur tagsüber zu zweit spazieren geht. Vandalismus verhindern die auch nicht.

    Also, was soll das alles bringen?

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  • Marco Jedschat

    |

    Eine privates Sicherheitsunternehmen könnte eine abschreckendere Wirkung haben, aber woher soll das Geld dafür kommen und zweitens bezweifel ich das man bei so einer großen Parkanlage durch unregelmäßig Strafengänge zwischen 20 und 6uhr viel erreichen wird.

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