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Polizeibilanz zu Weihnachten: 34 Einbrüche, Vandalismus, Graffiti, 2 größere Brände, Massenschlägerei und Raubüberfall

Zwei weitere Wohnungseinbrüche in Kamen, zwei weitere in Schwerte, ein frischer Kioskeinbruch in Bergkamen – sowie mit Vandalismus gepaarter Einbruch in die Werner von Siemens-Gesamtschule in Königsborn. Alles bis zum heutigen Mittag noch gemeldet. Damit ist die Bilanz dieses langen Weihnachtswochenendes aus Sicht der Kriminellen im Kreisgebiet (ohne Lünen) unrühmlich angeschwollen.

34 Einbruchsmeldungen nahm die Kreispolizeibehörde Unna seit Heiligabend auf, darin eingeschlossen sind alle Städte und Gemeinden mit Ausnahme von Lünen (zählt zur Polizeidirektion Dortmund).

So verteilten sich die 34 gemeldeten Fälle aufs Kreisgebiet:

Unna – 3 (zweimal Königsborn, einmal Massen); Fröndenberg – 2 (einmal Stentrop, einmal Warmen); Kamen – 3 (darunter zweimal Methler): Bergkamen – 6; Schwerte: 11 (!), davon 6 am ersten Weihnachtstag; Bönen: 2; Werne: 3; Holzwickede: 2; Selm: 2.

Eine Massenschlägerei gab es in einem Regionalexpress von Hamm nach Dortmund, am Bahnhof Kamen musste der Zug gestoppt werden, zwei Kamener wurden festgenommn.

In Schwerte wurde ein Supermarkt mit Schusswaffeneinsatz überfallen, in Bönen und Kamen waren je zwei umfangreiche Brände zu löschen – der in der Bönener Gärtnerei war gepaart mit Vandalismus.

Demolierte Wartehäuschen Schwerte Frö (2)

Vandalen zogen auch eine Schneise der Verwüstung zwischen Schwerte und Fröndenberg-Dellwig (mindestens 4 Bushaltehäuschen wurden zerdeppert, Poller und Dixiklos umgeworfen).

Bereits in der Nacht zu Heiligabend konnte die Polizei in Fröndenberg zwei Graffitischmierer festnehmen, die mitsamt Sprühdosen-Equipment über die Ruhr angereist waren.

Graffiti Filthaut

Mit dieser Bilanz bildet der Bereich der Kreispolizeibehörde Unna indessen keine Ausnahme, sondern die Regel zu dieser Weihnachtszeit. In den umliegenden Kreisen schlugen Kriminelle genauso zu. So zählte die Polizei im ländlichen Südwestfalen 38 Einbrüche und -versuche – meist in Wohnhäuser, aber auch in Firmen, Kneipen und ein Vereinsheim. In Wickede/Ruhr erwischte ein Gastwirt auf frischer Tat einen Einbrecher im Schankraum – und verjagte ihn rustikal, indem er dem Eindringling eine schallende Ohrfeige verpasste.

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