Rundblick-Unna » Politische Bilanzierung der AfD-Antifa-Demo bleibt lückenhaft: Auch von Piraten kein Statement – AfD erwägt Klage gegen Polizei

Politische Bilanzierung der AfD-Antifa-Demo bleibt lückenhaft: Auch von Piraten kein Statement – AfD erwägt Klage gegen Polizei

Die politische Bilanzierung des Doppeldemo-Wochenendes in Unna (AfD und Antifa) bleibt abschließend lückenhaft. Während Grüne und Linke die Bitte unserer Redaktion um eine Bewertung des vergangenen Freitags ignorierten, kam von den Piraten heute die zugesagte Stellungnahme – allerdings ohne Inhalt.

Piratenfraktionschef Christoph Tetzner hatte auf unsere Anfrage am Sonntag hin um einige Tage Geduld gebeten: Die Piraten würden sich erst am Mittwoch zu verschiedenen Themen beraten. Heute Morgen schickte uns Tetzner folgende Mail:

„Ahoi und Guten Morgen! Wir haben in unserer Fraktionssitzung gestern kurz über die Kundgebungen gesprochen. Zu berichten gibt es wenig Spektakuläres. Im Vordergrund stand eindeutig die Absprache zu den anstehenden Themen in unserer Stadt: 4. Beigeordneter, neues Organigram und die Gründung der Ausschüsse. Auch haben wir uns das Personalentwicklungskonzept unserer Kreisstadt erklären lassen. Damit waren dann schon wieder 2,5 Stunden rum … Beste Grüße Christoph Tetzner.“

Die Piraten und die Linke hatten sich für die Antifa als Ordner engagiert. Gegen die AfD-Kundgebung auf dem Lindenplatz erhoben sich lautstarke verbale Pöbeleien. Der Demozug der AfD musste wegen einer Sitzblockade abgebrochen werden. Die Polizei sorgte mit mehreren Hundertschaften dafür, dass das Aufeinandertreffen der AfD-Anhänger mit der Antifa nicht eskalierte.

Hier noch einmal die Bewertungen von SPD, CDU, FLU und FDP: http://rundblick-unna.de/lehrstueck-der-demokratie-unnas-fraktionsvorsitzende-bilanzieren-den-afd-demo-abend/


Die AfD ihrerseits stellt heute in einem offenen Brief Landrat Michael Makiolla zur Rede. Sie erwägt eine Klage wegen des aus ihrer Sicht schlecht gelaufenen Polizeieinsatzes.

Hier der Wortlaut des Schreibens, das der AfD-Kreisverband am Mittag auf seiner Facebookseite einstellte:

 

Sehr geehrter Herr Landrat Makiolla!

Zunächst einmal vielen Dank für die Gewährleistung der Sicherheit unserer Demo-Teilnehmer! Diejenigen, die sich durch die umstehenden Gruppen der sogenannten „Antifa“ getraut haben, waren geschützt.

Zu dem von Ihnen zu verantwortenden Polizeieinsatz haben wir noch einige Fragen, um deren zügige Beantwortung wir dringend bitten. Wir überprüfen z.Zt. den Polizeieinsatz unter juristischen Fragestellungen – besonders unter dem Gesichtspunkt des Gleichbehandlungsgrundsatzes – und überdenken die Möglichkeit, eine eventuelle teilweise Rechtswidrigkeit des Polizeieinsatzes verwaltungsgerichtlich überprüfen zu lassen. Eine minutiöse Beantwortung unserer Fragen kann dies ev. unnötig erscheinen lassen.

1. Zur Sitzblockade linker Gegendemonstranten und dem folgenden Abbruch unseres Schweigemarsches

Beim Kooperationsgespräch mit der Polizei am 11.04.16 hatte diese uns gegenüber betont, dass sie einen diskreten Umgang mit der geplanten Route unseres Schweigemarsches befürwortet. Trotzdem ist die genaue Route wenige Tage später in einem linksradikalen Blog der „Antifa“ veröffentlicht worden. Als wir nun am Tag der Demo bei unserem Schweigemarsch auf die blockierte Route stießen, hat uns der polizeiliche Einsatzleiter eine „spontane“ Ausweichroute angeboten, die aber auch schon blockiert war. Die Polizei entschied dann, uns den Schweigemarsch zu verwehren, sie weigerte sich, eine Räumung der z.T. vermummten Blockierer durchzuführen.

Hier ein Auszug aus dem Polizeibericht dazu:
„Im weiteren Verlauf versuchten einige Gruppen linker Gegendemonstranten den Aufzug zu stören, indem sie die geplante Route blockierten. Eine größere Gruppe vermummte sich zwischenzeitlich.“

Laut einem WDR-Bericht verzichtet die Polizei jedoch darauf, diese linken Straftäter zu verfolgen:
http://www1.wdr.de/…/sitzblockade-gegen-afd-in-unna-legitim…

a.) Warum wurde unsere Schweigemarsch abgebrochen, als z.T. vermummte Gegendemonstranten eine Sitzblockade durchgeführt hatten, obwohl eine Räumung der Blockade in vergleichbaren Situationen in anderen Städten durchgeführt worden ist?
b.) In Deutschland gilt das „Vermummungsverbot“ (§ 17a Abs.2 VersG). Die Vermummung ist – sogar mit Gefängnis – strafbewehrt, stellt also einen Straftatbestand dar. Warum wurden die linken Straftäter der „Antifa“ nicht verfolgt?

2. Zur Feststellung der Personalien unserer Ordner

Eine Recherche bei den anderen Kreisverbänden der AfD in NRW ergab, dass es dort bei deren Demonstrationen keine Feststellung der Personalien der Ordner mittels Überprüfung der Personaldokumente vor Ort gegeben hat. Eine entsprechende Feststellung der Personalien ist keinesfalls üblich, sondern erfordert laut richterlicher Rechtsprechung eine „besondere Situation“.

a.) Aufgrund welcher Rechtsgrundlage wurde die Feststellung der Personalien unserer Ordner durchgeführt?
b.) Was war die „besondere Situation“?
c.) Sind die Daten der Ordner gespeichert worden?
d.) Wer hat diese besondere Überprüfung veranlasst und warum?
e.) Sind auch die Pesonalien der Ordner der „Antifa“-Gegendemonstration entsprechend festgestellt worden?

Gespannt auf Ihre Antworten zu unseren Fragen wartend, verbleiben wir
mit alternativen Grüßen

Günter Koch (als Anmelder)
Sprecher des KV Paderborn
Stellv. Sprecher Bezirk Detmold

Michael Schild
Sprecher Kreisverband Unna
Bezirks-Wahlkampfbeauftrager RegBez Arnsberg (2017)

Kommentare (56)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Mit anderen Worten: Außer Spesen nichts gewesen.

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  • Tim Traute via Facebook

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    Die antifa konnte schalten und walten wie sie wollte … im punkt antifa hat die polizei komplett versagt

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Andy Fischer, bitte eine andere Wortwahl. Danke.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Ein Update unseres Berichts: Die AfD stellte am Mittag auf ihrer Kreisverbandshomepage einen offenen Brief an den Landrat ein. Sie prüft rechtliche Schritte wegen des aus ihrer Sicht schlecht gelaufenen Polizeieinsatzes. Im Wortlaut dem Bericht angefügt.

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  • Klaus Koppenberg

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    Da kommt die AfD zusammen mit der NPD nach Unna, um die Idee einer „konservativen Revolution“ (Formulierung aus dem Ankündigungsvideo zur AfD Kundegebung) in die Stadt zu tragen und wundert sich anschließend über die Reaktionen. Die Provokateure und Wutbüger wundern sich über das was sie auslösen. Das kann ihnen abnehmen wer will. Wir bewegen uns an dieser Stelle im Rahmen sozialer Netzwerke. Hier besteht ein Forum wo die Sympathisanten der jeweilgen Seite Dampf ablassen können. Ich habe schon Verständnis dafür, dass Parteien hier nicht unbedingt ernsthafte Stellungnahme hinterlassen wollen. Sie lösen unter Umständen nur etwas aus, was zur Eskalation beiträgt.

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    • Dagobert

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      Sehr weise, Klaus Kloppenberg. Galt dieser unglaublich unpolitische Aufruf zur Mäßigung und Ruhe jetzt allgemein allen bösartigen Hetzern oder ist er gezielt an die „Provokateure und Wutbürger“ der AfD gerichtet, die sowieso nur „zusammen mit der NPD nach Unna“ kommen? In ersterem Fall würde man im Ruhrpott jetzt wohl sagen „einfach mal die Schnauze halten !“.
      PS.: Bitte verschonen Sie uns mit dem 50. Link zur politik-philosophischen Erläuterung einer „konservativen Revolution“, der Begriff stammt aus den 50ern und ist ein „bis heute umstrittener Sammelbegriff“(Wikipedia).

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      • Klaus Koppenberg

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        Danke. Nachschauen hilft. Es handelt sich um die aktuelle Wortwahl der AfD.
        https://www.youtube.com/watch?v=NJUBF_teVDE

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        • Dagobert

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          Auch von meiner Seite vielen Dank. Ein sehr schönes Video, welches ebenfalls schon mehrmals verlinkt wurde. Ich meinte mit meinem obigen Kommentar eigentlich, dass unsere Welt ein Stückchen besser werden könnte, wenn Ihr Aufruf auch von Hetzern ernst genommen würde, die z.B. bei den Grünen aktiv sind.

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          • Klaus Koppenberg

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            Was die Aufrufe für ein friedliches Miteinander angeht kann ich nur hoffen, das sie soviel wie möglichen Menschen erreichen. Was das Video angeht ist die Äußerung zur „konservativen Revolution“ wohl eher ein Ausrutscher, der jedoch einen Blick hinter die scheinbar biedere Fassade möglich macht.

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            • Dagobert

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              Was die einen als „friedliches Miteinander“ bezeichnen, empfinden eventuell andere als“ aggressives Niederbrüllen“. Bitte gestehen Sie doch anderen Menschen eine Meinung zu, die von der Ihrigen abweicht. Sollten Sie dies nicht können , müssen Sie akzeptieren , selber als „Hetzer“ bezeichnet zu werden. Fakt ist, dass die AfD eine rechtsstaatliche, verfassungskonforme Partei ist, finden Sie sich lieber damit.

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              • Klaus Koppenberg

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                Das eine ist die Fassade, das andere ist die „konservative Revolution“. Man muss garnicht auf jede Provokation reagieren. Die politischen Konzepte sprechen für sich. Wer versucht die Hintergründe zu beleuchten, wird sich schon mal als „….“ bezeichnen lassen müssen. Das ist dann mehr ein Zeichen, auf dem richtigen Weg zu sein.

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    • Peter Müller via Facebook

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      Ja, es ist eine schwierige Frage, welche mich auch stets umtreibt. Soll man was erwidern oder besser nicht? Bereitet man diesen Menschen damit nicht eine Bühne vor und bittet sie aufzutreten, um so weitere Hetze zu verbreiten? Ich frage mich ohnehin, was Menschen mit diesen Ansichten in einem SOZIALEN und INTERNATIONALEN Netzwerk überhaupt verloren haben. Ja schön, das müssen sich diese Leute eigentlich selbst fragen, resp. beantworten. Mich hat der Artikel von Sascha Lobo sehr nachdenklich gemacht, den ich Ihnen ans Herz legen möchte und den Sie vermutlich schon längst kennen. : http://www.spiegel.de/netzwelt/web/lobo-kolumne-hilferuf-an-die-mindestens-durchschnittlich-begabten-a-1072955.html MfG

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  • Thomas Gragen via Facebook

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    Klar hat die Polizei versagt! Am besten die ganze Antifa zusammenknüppeln und anschließend verhaften!??? Gehts euch zu gut? Es hat nur verbale Aktionen gegeben und keine Gewalt!! Also wo ist das Problem? Hauptsache einer ist Schuld!!

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  • Mike

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    Es waren doch mehr Gegendemonstranten da als AfD Anhänger und jetzt überlegt die AfD rechtliche Schritte einzuleiten ? Die AfD verkraftet wohl nicht, daß ihre Demo ein Reinfall war von der Teilnahmestärke, 1000 Leute angepeilt, 100 waren da.

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  • Tobi

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    Die AfD gefällt mir.
    Sie lassen sich den unfairen Umgang der Behörden nicht gefallen.
    Gleiche Rechte und Pflichten für alle. So ist richtig. Und wer nicht fair behandelt wird, klagt ! Nur so wird klar, wie in diesem Staat immer mit zweierlei Maß gemessen wird, oder wie man versucht im Vorfeld bestimmte Gruppen von Grundrechten auszuschließen.

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  • Wolfgang F.

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    Die Argumente der AfD hören sich ziemlich schlüssig an. Wenn das so stimmt, dürfte das letzte Wort über den vergangenen Freitag noch nicht gesprochen sein. Auf die Stellungnahme des Landrates darf man gespannt sein. Vermutlich wird wieder einmal die übliche Fehlauslegung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes für das Nichteinschreiten der Polizei herhalten müssen. Es waren aber augenscheinlich genug gut ausgerüstete Polizisten dort um das Recht durchzusetzen. Mit den zahlenmäßig weit unterlegenen und schlecht erzogenen Gören wäre sie leicht fertig geworden. Sie hätte nur wollen müssen.

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    • fürst

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      Eben, Wolfgang F., „sie hätten nur wollen müssen.“ Und deswegen sollte das ein juristisches Nachspiel haben. Auch ich bin gespannt auf die Antwort des Makiolla, so sehr sie auch inhaltlich absehbar sein mag. Es wird doch behördlicherseits nur noch vernebelt.

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  • Herbert

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    Och, sonst ist der Pirat doch immer um öffentliche Darstellung verlegen. Sollte der Ablauf der Demo für die Piratenreklame nicht geeignet sein?

    Antworten

  • Heike Palm

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    Ich bin bestimmt nicht verdächtig, Sympathisant der AfD zu sein. Aber auch die AfD hat natürlich das Recht, eine Kundgebung abzuhalten, wie jede andere Partei auch. Ich denke, man muss sich sachlich mit den Inhalten auseinandersetzen. Niederbrüllen und Blockieren gehört nicht zu meinem Demokratieverständnis. Ich fand es sinnvoll, mit dem Fest der Begegnung Farbe zu bekennen und ansonsten das Trüppchen AfD-Leute zu ignorieren. Ich habe mir das Video der Veranstaltung angesehen und fand in den Reden zum Großteil nur Populismus, Feindseligkeit und Plattitüden. Einzig die Rede von Herrn Eckert enthielt inhaltliche Aspekte zur Bildungsmisere in NRW, leider zieht er falsche Rückschlüsse. Bemerkenswert war, dass alle Redner bereits im Vorfeld mit lautstarken Protesten gerechnet haben und einen Teil ihrer Reden sich nur um dieses Thema drehte. Hätte es diese Proteste nicht gegeben, wären die Reden dich sehr kurz ausgefallen. Der Protest hat ihnen also nur in die Hände gespielt. Auch die Berichterstattung und die Diskussionen drehen sich eigentlich nur darum. Es geht der AfD nur darum, möglichst viel Medienrummel zu erzeugen. Bei der kleinen Veranstaltung in Unna mit relativ harmlosen, schlechten Rednern war ein derart lautstarker Protest überhaupt nicht nötig.

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    • Marco Jedschat via Facebook

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      Wie Herr Koppenberg schon schrieb, wer mit der NPD Spitze aus Unna/Hamm auf so einer Demonstration auftaucht darf sich über solche Reaktionen nicht wundern. Fand die Blockade und die Zwischenrufe keineswegs Demokratie schädigend oder unangemessen. Nun werden mich paar Leute hier wieder steinigen und als Verfassungsfeinddlich ti­tu­lie­ren , aber damit kann ich Leben. Für mich ist gerade so eine Demo der AFD und auch die Gegendemo der Beweis, dass die Demokratie bei uns funktioniert. Die AFD wollte demonstrieren und das hat sie getan, aber das sie nun eine Anzeige gegen die Polizei erwägt, ist für ich ein seehr schlechten Witz.

      Antworten

      • Heike Palm

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        Sie haben sich nicht gewundert, Marco. Sie haben das einkalkuliert und für ihre Zwecke genutzt. Sie provozieren, wir reagieren und verhalten uns wie erwartet. D. h. Nicht, dass ich Abscheu und Wut der Gegendemonstranten nicht nachvollziehen kann ?

        Antworten

        • Marco Jedschat via Facebook

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          natürlich haben sie das einkalkuliert, weil die schlauen köpfe der AFD wissen sehr wohl was sie tun. das hat ihnen schließlich auch die wahlerfolge eingebracht. die frage aller fragen ist nur, ob alleiniges ignorieren die bessere alternative ist. möchte auch damit auf keinen fall die gegenveranstaltung auf dem kirchplatz herabwürdigen, jedoch die entscheidung der antifa eine eigene unabhängige veranstaltung zu organisieren kann ich auch nochvollziehen. was der bessere umgang mit solchen veranstaltungen ist muss die zeit zeigen, und darüber muss eine diskussion geführt werden.

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          • Heike Palm

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            Nein, alleiniges Ignorieren ist nicht der richtige Weg, Marco. Ich denke, wir müssen uns sachlich und vor allem inhaltlich mit den Aussagen und Positionen der AfD auseinander setzen. Und zwar auf allen Ebenen, im Alltag und in den sozialen Netzwerken. Den Mund aufmachen, sich einmischen, Alternativen aufzeigen. Aber wahrscheinlich gibt es DEN richtigen Weg nicht, wahrscheinlich muss da jeder seinen eigenen Umgang finden.

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            • Marco Jedschat via Facebook

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              Deswegen bin ich auch der Meinung Heike Palm, dass die Antifa auch das recht hat dagegen zu demonstrieren. Das dies nie auf die Art und Weise geschehen wird, wie sie und ich dies tun würden ( sind ja beide im etwas gesetzteren Alter) ist klar. Nur eine generelle Verurteilung dieser Junge Menschen lehne ich ab, Jede Organisation oder Bürger hat seinen eigenen Weg zu finden und solange dies friedlich geschieht habe ich persönlich auch nichts dagegen einzuwenden. Da gehören auch die Zwischenrufe und Blockaden dazu und darin sehe ich im Gegensatz zu andere keine Verfassungsfeindliche Aktion drin. Das die AFD ihre demokratischen Grundrechte nicht wahrnehmen konnte, kann selbst die Partei nicht ernsthaft behaupten. Aber wie ich schon schrieb wer mit teilen der NPD Unna/Hamm auf so einer Demonstration erscheint muss mit so einer Gegenreaktion rechnen.

              Antworten

    • Peter Müller via Facebook

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      Das sehe ich anders Heike Palm. Der Protest hat deutlich gemacht, dass viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt Unna es nicht hinnehmen, wenn von einer Bühne herab gegen Mitbürgerinnen und Mitbürger gehetzt wird. Allein an den Kommentaren hier kann man sehen, wie schwer sich die Anhänger dieser Gruppe damit tun, den Freitag in Unna als Erfolg zu verkaufen.

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    • fürst

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      Heike Palm,
      ich empfinde es als traurig und beschämend, wenn man in einer Demokratie Sorge haben muß, als Sympathisant oder gar Wähler einer nicht verbotenen Partei (hier:AfD) verstanden oder gar „verdächtigt“ (klingt schön kriminalisierend) zu werden.
      Nein, Sie werden von mir nicht entsprechend verdächtigt.
      Ich verdächtige Sie des vorauseilenden Gehorsams mit bereits eigener Kopfzensur, durch die eine staatliche oder mediale Zensur sich erübrigt.
      „Ich bin bestimmt nicht verdächtig,…“ diese Ihre Kommentareinleitung gleicht einem Kadavergehorsam, festgelegt auf starre Denkmuster. Vielleicht Altersstarrsinn? Oder querulatorische Intoleranz?
      In einem Furz des RUNDBLICK steckt mehr Demokratie als in vielen Kommentaren hier.

      Antworten

      • Heike Palm via Facebook

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        Ach Herr Fürst, wenn Sie nicht nur den ersten Satz meines Kommentares gelesen hätten, hätten Sie mitbekommen, dass ich der AfD eine störungsfreie Kundgebung gewünscht hätte. Liegt wahrscheinlich an dem starren Denkmuster einer Demokratin, für die freie Meinungsäußerung ein hohes Gut ist. Aber interessant, dass Sie Ihre Zeit damit verbringen, meine Denkstrukturen zu analysieren. Ihre Hypothesen amüsieren mich sehr, danke dafür ?

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  • Klaus Koppenberg

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    Ich fand es auch schade, dass die AfD in Unna nicht die Gelegenheit hatte sich selbst ins abseits zu manövrieren.

    Antworten

    • fürst

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      Weiter so. Und die AfD bekommt einige Sympathisanten und Wähler mehr.

      Antworten

      • Klaus Koppenberg

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        Bleibt nur zu hoffen, dass politische Konzepte ausschlaggebend sind für Wahlentscheidungen und nicht belangloses Kommentargeplänkel.

        Antworten

      • Dagobert

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        Auch von mir ein klares „Weiter so“, Klaus Kloppenberg. Ich möchte zu gerne wissen, wie viele Menschen die AfD gar nicht aus inhaltlichen Gründen wählen, sondern nur um Klaus Kloppenberg zu ärgern. :-))

        Antworten

        • Klaus Koppenberg

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          Auch von mir ein klares weiter so, denn letztlich sprechen die Dinge für sich. Vorausetzung ist der Blick hinter die Fassade, den kann man natürlich nicht erzwingen.

          Antworten

          • fürst

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            „…letztlich sprechen die Dinge für sich. ….“ – Es sind die schon bisherigen Wahlergebnisse und -prognosen, die für sich sprechen (s. „fürst 9.41″)
            Im Übrigen s. „Dagobert 9.58″ und „Wolfgang 15.21″.

            Antworten

            • Klaus Koppenberg

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              Kann man so sehen. Muss man aber nicht. Wer erst mal die Position hat, es nur noch mit einem Parteienkartell und einer Lügenpresse zu tun zu haben, hat sich eben auf die AfD festgelegt.

              Antworten

  • Rundblick Unna via Facebook

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    Zum Thema Klage hier noch ein aktuelles Beispiel aus der großen Nachbarstadt, wo nicht nur die AfD im Rat sitzt: http://rundblick-unna.de/linkepiraten-wollen-gegen-neue-sitzordnung-im-dortmunder-ratssaal-klagen-sie-fuehlen-sich-nicht-mehr-sicher/

    Antworten

  • Manfred Hartmann

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    Eine politischs Bilanzierung ist entbehrlich, wenn unter ihrer Überschrift auch der Abdruck des gesamten Textes eines Briefes an den Landrat verstanden wird. Das ist bestenfalls Dokumentation von Postsachen. Von Leuten – das Bild will mir nicht aus dem Kopf – die auf der Demo im Tuschelgespräch mit der NPD gesehen wurde. Zudem habe ich den Eindruck, dass jede Reaktion nur als Teaser für krawallige Kommentare der immergleichen Blogbegleiter dient.

    Antworten

  • Wolfgang

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    Herr Hartmann, so wie Sie sich in Ihrer grenzenlosen, ideologiegesteuerten Arroganz über immergleiche Blogbegleiter auslassen, gehen mir Ihre ebenso immergleichen besserwisserischen Beitäge gehörig auf die Nüsse. So schlau wie Sie sind andere auch. Nur vielleicht nicht ganz so weit links.

    Antworten

    • fürst

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      Wie wahr, Wolfgang.
      Beachte, wie Koppenberg und Hartmann sich gerade an dem Begriff „konservative Revolution“ hochziehen.

      Antworten

  • Thomas Gragen via Facebook

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    Das was in Stuttgart abgeht verurteile ich aufs schärfste. Diese Chaoten gehören hart bestraft. Nur in Unna haben sie verbal sich geäußert.

    Antworten

    • Dagobert

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      Ich stimme Ihnen zu 100 % zu, Thomas Gragen. Würden Sie mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass die Konzentration an radikalen Chaoten bei den Parteien Linke/Grüne/SPD wesentlich höher ist als in der AfD ? Vielleicht zur Untermauerung:
      http://www.welt.de/politik/deutschland/article154899202/AfD-ist-eine-Partei-der-Besserverdiener-und-Gebildeten.html

      Antworten

      • Thomas Gragen via Facebook

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        Kann ich nicht bestätigen, da in Unna Leute der hogesa waren und sogar von den Rechten aus Dortmund.

        Antworten

        • Dagobert

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          Wenn Sie den Welt-Artikel gelesen hätten, würden Sie merken, dass es gewaltige Unterschiede zwischen Hogesa/Rechte/NPD und der AfD gibt. Bloss weil „da in Unna Leute waren“, heißt es nicht, dass diese Leute typische AfD-Wähler sind. Ich persönlich glaube ja, dass NPD-Anhänger dann auch die NPD wählen, wohingegen die AfD nichts mit der NPD zu tun haben will.

          Antworten

  • fürst

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    …weil der RUNDBLICK sich in seinem gesunden Demokratieverständnis richtigerweise nicht als Zensurinstrument versteht und mißbrauchen läßt.

    Die Meinungsfreiheit umfasse auch „die Freiheit, die persönliche Wahrnehmung von Ungerechtigkeiten in subjektiver Emotionalität in die Welt zu tragen“, urteilten die Richter des BVG mit Beschluss vom 11. März 2016

    Antworten

  • Thomas Gragen via Facebook

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    Liebe Freunde, bei den Nazis hieß das Feindbild Judentum, bei der AfD heißt es Islam. Wir müssen diese Religionshetze im Keim ersticken. Der Islam ist eine Religion der Barmherzigkeit. Und über 99% unserer muslimischen Mitbürger haben mit Extremismus und Terrorismus so wenig zu tun wie das Christentum mit dem Ku-Klux-Klan. Sie sind Deutsche wie Du und ich. Und Freunde der Demokratie, die sie seit Jahrzehnten mitgestalten. Konstruktiver als viele AfD-Mitglieder. Die Brandstifter der AfD machen sich mit ihrer rassistischen Islamhetze zu nützlichen Idioten des ‚IS': Scharfe Konflikte zwischen Christen und Muslimen sind genau das, was der ‚IS‘ ersehnt.

    Die Aussagen der AfD zum Thema Islam sind von einer Ignoranz, die weh tut:

    1.) Der Islam ist mit unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung sehr wohl vereinbar. Unsere muslimischen Mitbürger haben sogar ein besseres Verhältnis zur Demokratie als Nichtmuslime. Nach einer Studie des European Social Survey (ESS) von 2014 bewerten die Muslime Deutschlands das Funktionieren der deutschen Demokratie sogar noch positiver als deutsche Christen. Zum selben Ergebnis kam die EES-Studie schon 2012 und 2010. Das zeigt: Die AfD hat vom gelebten Islam in Deutschland keine Ahnung. (Siehe auch ‚Tages-Anzeiger': http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/schweizer-muslime-sind-zufrieden-mit-der-demokratie/story/21212901)

    2.) Die AfD-Führung behauptet, ‚dem Islam wohne als Religion eine Gefahr inne, die andere Religionen so nicht hätten‘ (AfD-Chef Jörg Meuthen, FAZ). Auch hier zeigt der Faktencheck eine peinliche Unkenntnis der Realitäten: Durch die ausdrücklich christlich begründeten Anti-Terrorkriege (‚Kreuzzüge‘) George W. Bushs starben in Afghanistan, Pakistan und im Irak laut ‚Ärzte gegen den Atomkrieg‘ bis heute 1.3 Mio. Menschen. Durch den Terrorismus von Al Qaida und des ‚IS‘ starben seit dem Jahr 2.000 im Westen einschließlich 9/11 rund 3.750 Unschuldige. Man muss diese Zahlen leider immer wiederholen, bis die Scharfmacher dieser Welt aufhören, Ursache und Wirkung zu verdrehen. Nicht nur Terror, auch Kriege sind ein Krebsgeschwür der Menschheit. Westliche Kriege sind sogar Hauptursache des Terrorismus.

    3.) Der Islam ist – anders als von der AfD dargestellt – keine Gefahr für Europa, sondern ein Gewinn. Das gesamte Abendland einschließlich Deutschlands wurde 8 Jahrhunderte lang durch die islamische Hochkultur bereichert. Erst die Brillanz islamischer Philosophie, Mathematik, Astronomie, Chemie, Physik und Technik brachte uns jene Kenntnisse, die vor 500 Jahren den fulminanten Aufstieg Europas ermöglichten. Der Islam gehört selbstverständlich zu Europa und zu Deutschland.

    4.) Der Islam ist – anders als die AfD behauptet – auch keine Ideologie, sondern eine große Weltreligion. Abrahamitisch wie das Christentum und das Judentum. Mit demselben monotheistischen Kern. Der Koran ist im Grunde das „Neueste Testament“ Gottes, der im Judentum nun mal Jahwe und auf arabisch Allah heißt. Auch bei christlichen Arabern. Der Islam ist unsere jüngste Bruderreligion. 136mal wird im Koran der Name Mose, 25mal der Name Jesu und 34mal der Name Maria erwähnt. Eine Sure trägt sogar den Namen Marias. Prophet Mohammed wird 4mal namentlich erwähnt.

    5.) Von Minaretten, die laut Petry angeblich ‚Herrschaftssymbole des Islam‘ sind, erschallt in Deutschland gerade mal in drei Städten der Ruf des Muezzin. In Gladbeck, Neumünster und Rendsburg. So wie in vielen muslimischen Ländern von christlichen Kirchtürmen (unseren Minaretten) fröhlich die Glocken läuten. Unsere Kirchtürme als ‚Herrschafts-Symbole des Christentums’? „Haben Sie Ihren Schwachsinn mal zu Ende gedacht, Frau Petry?“

    Selbst in Teheran und Isfahan (Iran) läuten von christlichen Kirchtürmen die Glocken. In den Vereinigten Emiraten sind in den letzten Jahren auf geschenktem Staatsland über 35 Kirchen errichtet worden. Mit Glockentürmen. In der Türkei wird gerade demonstrativ die erste Kirche seit 1923 gebaut. Ägypten lässt derzeit eine Gedenkkirche für die im vergangenen Jahr in Libyen vom ‚IS‘ ermordeten koptischen Christen errichten.

    Dass Saudi-Arabien in Sachen Glaubensfreiheit eine traurige Ausnahme bildet, ist weltweit bekannt. Will sich die AfD in Religionsfragen ausgerechnet Saudi-Arabien zum Vorbild nehmen? Wahhabitische Intoleranz als Leitbild der AfD?

    Kurz: Der Islam ist keine Gefahr für unser Land. Die Brandstifter der AfD sehr wohl. Religiöse Intoleranz war immer der schlechteste Ratgeber der Deutschen. Die ‚AfD‘ ist keine Alternative für Deutschland. Sondern eine ‚Alternative für Dumme‘, die aus der Geschichte nichts gelernt haben. Euer JT

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  • Thomas Gragen via Facebook

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    Hab ich gerade gefunden und dachte mir das teile ich mal.

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  • Tim Traute via Facebook

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    Was ist den an diesem Kommentar so schlimm das er es wert wäre zu löschen ?

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  • Tim Traute via Facebook

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    Jo „Deutschland verrecke“ Der Lieblingsschlachruf der ANTIFAckers

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