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Pilotprojekt gegen Einbrüche: Intensivere Polizeistreifen dort, wo zuletzt am meisten passierte

Wo zuletzt am meisten eingegebrochen wurde, soll die Polizei verstärkt Streife gehen: Mit dieser Maßnahme will NRW-Innenminister Jäger den sprunghaft angeschnellten Einbruchszahlen Herr werden. Das Pilotprojekt zur Einbruchsverhinderung soll nächste Woche starten, zunächst nur in Dortmund.

Neben intensiver „Bestreifung“ der einbruchsträchtigen Wohnviertel (hier im Kreisgebiet wäre das neben Schwerte in zunehmendem Maß auch Fröndenberg, in Unna wäre ein Schwerpunkt Königsborn) sollen Haus- und Wohnungsbesitzer auch präventiv beraten werden.

Polizei Prävention Neue Leiterin

Solche Einbruchsprävention gibt es allerdings schon in allen Polizeibehörden, intensiv wird sie gerade auch von der Kreispolizeibehörde Unna betrieben, die mit Heike Redlin frisch eine neue Präventionskommissarin begrüßt hat (Bild oben; wir berichteten).

Die Polizeigewerkschaft hält sich mit Jubelschreien zurück. Sie ist skeptisch, ob verstärkte Streifen etwas bringen, da der Innenminister ja nicht zugleich den Bestand des Polizeipersonals aufstockt. Zudem würden in Zukunft immer mehr Polizeibeamte für den Schutz von Flüchtlingsunterkünften benötigt.

Kommentare (4)

  • Erika Müller

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    Na, dann fehlen die Polizisten dann an anderer Stelle. SPD Jäger stopft ein Loch mit einem anderen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Das kritisiert auch die Polizeigewerkschaft, Erika Müller.

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Da schließe ich mich der Meinung von Erika Müller an. Die Ganoven lesen einfach mit und verlegen ihren „Wirkungsbereich“ dann an andere Orte, wo Polizei fehlt. Letztens wurde in Schwerte doch noch Eingebrochen, obwohl verstärkte Polizeipräsenz anwesend war. Aber Gut, gar nichts tun ist noch Schlechter.

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  • Svense Kennze via Facebook

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    Alles Makulatur. Da wo sich die Tätergruppen schon ausgetobt haben und eh zunächst nicht wieder tätig werden bringt das eh nichts, außer dem Bürger eine falsche Sicherheit vorzugaukeln. Polizei kann natürlich nur reagieren und nicht schon vor den Taten vor Ort sein. Es ist vielmehr intensive Ermittlungsarbeit erforderlich, die natürlich viele Personal bindet und auf operative Arbeit durch verdeckt arbeitende Kräfte auf der Straße angewiesen ist. Nur so lassen sich die bandenmäßig organisierten Täter ermktteln und ihnen beweissicher Taten nachweisen. Dann müssen natürlich zeitnah Gerichtsverfahren u entsprechende Verurteilungen folgen. Aber auch dort herrscht Personalmangel, der dazu führt das sich Verfahren ewig hinziehen und zum Teil Täter wieder aus der U Haft entlassen werden müssen. Präsenz vor Ort und mehr Streifenfahrten, Aufklärung etc. sind auch Teil der Verbrechensbekämpfung, aber nur ein Teil. In der aktuellen Situation (bundesweit), reicht das aber schon lange nicht mehr. Der Sektor Justiz und Polizei ist in den vergangenen Jahren absolut kaputt gespart und von der Realität längst überholt worden. Ohne deutlich mehr Personal, Modernisierungen und Strukturveränderungen wird sich nichts bessern. Das ist inakzeptabel und sollte die Bürger eigentlich auf die Straße treiben. Diese Showveranstaltungen machen mich langsam richtig sauer.

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