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Philharmoniepublikum fährt lieber Auto: Kreis spart kostenlosen „Konzertbus“ ein

8300 Euro haben oder nicht haben. Der Kreis entschließt sich dazu, sie einzusparen. Denn diese Kosten für den sog. „Konzertbus“ stehen (leider) in keinem Verhältnis zum Nutzen. Der kostenfreie Bus wird schlicht zu wenig genutzt.

Bisher können Besucher der Kamener Konzertaula kostenlos mit dem Bus dorthin fahren, wenn die Neue Philharmonie Westfalen Konzerte gibt. Den Bustransfer organisiert die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) im Auftrag des Kreises. Über 30 Haltepunkte werden in allen kreisangehörigen Städten und Gemeinden (Ausnahme Bönen und Werne) angeboten. Doch wie gesagt – der unentgeltliche Pendelverkehr nach Kamen wurde zu wenig angenommen. Das Publikum der Neuen Philharmonie fährt offenbar lieber mit dem Auto.

Der Kreistag beschloss also, den Konzertbus ab der neuen Saison 2016/17 einzustellen. Damit werden im Haushalt 2016 rund 8.300 Euro eingespart.

Kommentare (10)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Wer nicht will, der hat.

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  • Susanne Griesohn via Facebook

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    Dann wird mein Vater von Holzwickede aus leider nicht mehr in die Konzertaula kommen – er ist 90 Jahre alt, aber nicht debil, demmend oder stonstig – möchte aber in diesem Alter vernünftigerweise nicht mehr sein Auto benutzen…Dadurch werden Menschen ausgegegrenzt – auch Menschen, die sich einfach kein Auto leisten wollen oder können.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Leider trifft so eine Einsparung auch diejenigen mit, die wirklich darauf angewiesen waren, Susanne Griesohn. Tut uns leid für deinen Vater.

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    • Susanne Griesohn via Facebook

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      Nichts anderes habe ich geschrieben – und spielt der ökologische Aspekt keine Rolle?? Warum werden eigentlich sauteure Klimakonferenzen auf Kosten der jeweiligen Steuerzahler veranstaltet? Damit wir wieder alle einzeln nit unseren Autos fahren?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      In einer Nachbarfacebookgruppe kam genau deswegen auch als Erstes die Aufforderung. dass ÖPNV generell kostenfrei sein müsse. Die Diskussion um diesen speziellen Konzertbus betrifft wohl eher den „exklusiven Kreis“ der Nutznießer, sprich Philharmoniebesucher.

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  • Susanne Griesohn via Facebook

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    Ausserdem ist es viel ökologischer mit dem Bus zu fahren – maber die Menschen sind vile zu DUMM um das zu verstehen – sie kaufen ja auch immer noch massenhaft Plastiktüten…es ist zum KOTZEN!

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  • Hanno

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    Unverschämtheit, dass der Steuerzahler bisher sowas bezahlt hat !!!! Wo gibts denn sowas, dass wenn ich ein Event besuchen will, ich dort kostenlos hinfahren kann. Das ist steuerfinanziertes taxifahren im großen Stil. Pfui !
    Ich möchte nicht wissen, was wir Steuerzahler noch für Privatvergnügen finanzieren….

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  • M.B.

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    Ökologischer wäre Busfahren lediglich, wenn sie jeweils fast- oder voll besetzt wären. Aber selbst dann habe ich meine Zweifel.
    Im Gegensatz zu Diesel-LKW, -PKW und, -Reisebussen fahren die Stadtbusse fast immer im unteren Lastbereich.
    Das führt gerade bei den saubersten Vertretern, denen mit Ad Blue System, zu einem irren Stickstoffausstoß. Da braucht man schon viele PKWs, um diesen zu erreichen.
    Und wenn ich an die ganzen Busse denke, in denen jeweils nur wenige Leute sitzen…dafür könnten schon einige PKWs rumkurven.

    Vielleicht wäre es sinnvoller, für den obigen Fall einen Kleinbus/Typ Sprinter zu nehmen, Festpreis für den jeweiligen Abend, der ältere Leute oder Unmobile direkt Zuhause abholt und dorthin zurückbringt.
    Für eine jetzt geringe Resonanz sollte das reichen.
    Aber vielleicht wurde das auch geprüft und verworfen.

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