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Pfarrer Pehle sagt Unna endgültig Ade

Von seiner Stadtkirchengemeinde verabschiedete er sich bereits in einem emotionalen Gottesdienst Ende Februar vorigen Jahres, er blieb aber in Unna wohnen. Nun, nach einer anderthalbjährigen Interimszeit im Kirchenkreis Soest, sagt Jörg-Uwe Pehle auch seiner langjährigen Heimatstadt Ade.

Der frühere Stadtkirchenpfarrer zieht fort nach Ostwestfalen, in eine Kleinstadt mit gerade einmal einem Drittel so vielen Einwohnern wie Unna. Zusammen mit seinem Lebenspartner Thomas König fängt Jörg-Uwe Pehle noch einmal ganz neu an. Noch vor Weihnachten übernimmt er eine die Pfarrerstelle in  der evangelisch-lutherischen Stadtgemeinde St. Stephan Vlotho. „Zur Adventszeit bin ich hier. So ist es geplant“, sagte er dem „Westfalenblatt“. Zusammen mit seinem Lebenspartner Thomas König, den er vor drei Jahren kirchlichem Segen heiratete, wird der künftige St. Stephanus-Pfarrer im Pfarrhaus wohnen.

Eine Kirche mitten in der Stadt, das kennt Jörg-Uwe Pehle aus 2 Jahrzehnten in seiner Stadtkirchengemeinde Unna. Sie biete „viele Möglichkeiten, die Menschen zu erreichen“, sagte er der Zeitung in seiner künftigen Heimatstadt. Und dass er sich nach 20 Jahren auf einen Neuanfang freue.

Ein solcher wird es nun wirklich. Von Herzen alles Gute, Pfarrer Pehle.

http://rundblick-unna.de/pfarrer-pehle-und-die-kirchengemeinde-unna-machen-reinen-tisch-ein-emotionales-versoehnliches-ende-einer-wechselvollen-beziehung-auf-zeit/

pehle-abschied

 

Kommentare (11)

  • Silvia Rinke

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    Hier einige Kommentare, die uns über Facebook erreichten:

    Thomas Gragen Leider ist ein sehr guter Pfarrer aus Unna gegangen. Werde die Familien Gottesdienste zu Weihnachten im Jona Haus vermissen. Alles gute und auf das sie dort anständiger behandelt werden.

    Thomas Repping Schade er ist der beste Pfarrer in Unna gewesen er hat viel für die Kirche und der Stadt getan. Ich wünsche Jörg – Uwe und seinem Mann alles gute und nochmals vielen Dank für das was du für uns getan hast .

    Susanne Biel Alles Liebe vom Kastanienhof. Auf das das Leben in Vlotho leichter ist, als hier in Unna. Viel Glück für sie 2 und Luca. :)

    Hans-Joachim Jochen Bretschneider Alles gute Herr Pehle und Partner . Danke für Ihre Zeit in Unna obwohl man es Ihnen auch manchmal nicht leicht gemacht hat.

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  • Markus Antonius

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    Es ist schon erstaunlich, wie die Evangelische Kirche mit der Heiligen Schrift umgeht, sind doch ihre Pfarrer,auf die Barmer Theologische Erklärung verpflichtet:
    „Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben.
    Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Worte Gottes auch noch andere Ereignisse und Mächte, Gestalten und Wahrheiten als Gottes Offenbarung anerkennen.“

    „Die christliche Kirche ist die Gemeinde von Brüdern, in der Jesus Christus in Wort und Sakrament durch den Heiligen Geist als der Herr gegenwärtig handelt. Sie hat mit ihrem Glauben wie mit ihrem Gehorsam, mit ihrer Botschaft wie mit ihrer Ordnung mitten in der Welt der Sünde als die Kirche der begnadigten Sünder zu bezeugen, dass sie allein sein Eigentum ist, allein von seinem Trost und von seiner Weisung in Erwartung seiner Erscheinung lebt und leben möchte.
    Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen.“
    Daß die Kirche Menschen, die ihre Homosexualität ausleben und damit gegen Gottes Gebote verstossen, liebevoll begleiten, ist das Eine. Daß aber ein solches Verhalten kirchlich gesegnet und dann auch noch im Pfarrhaus gelebt wird, zeigt die Gottferne der Evangelischen Kirche in Westfalen und letztendlich der gesamten EKD auf.

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    • Silvia Rinke

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      Hallo Markus Antonius, zwei Antworten an dich über Facebook:

      Thomas Gragen Wo haben sie denn diesen Schwachsinn abgeschrieben? Markus Antonius.
      Gusty Schammel Was für ein Schwachkopf

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  • Markus Antonius

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    Der Blick in die Heilige Schrift sowie die Bekenntnisschriften hilft bei der Orientierung in Fragen des christlichen Glaubens ungemein. Diese Quellen ls Schwachsinn zu bezeichnen, ist schon gewaltig. Würden Sie das im Bezug auf den Koran, ayurvedische Schriften, die Lehren Buddhas auch tun? Es zwingt Sie niemand, Christ zu sein, aber Christsein bedeutet nun einmal Unterordnung unter Gottes Gebote und nicht Selbstverwirklichung .
    Und zur Erinnerung: Herr Pehle hat sich freiwillig auf die Bekenntnisse ordinieren laseen, das heißt, sie sind Teil seines Amtseides. Daran muss er sich messen lassen. Nicht von mir, aber von Gott

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    • Günther Klumpp

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      @Markus Antonius – warum treten Sie nicht mit wirklichem Namen in den Diskurs? Ein bisschen feige oder immer Heckenschütze und Schlammwerfer, ohne den Mann zu stehen? Jörg-Uwe Pehle hat Unna Gutes
      getan und Spuren hinterlassen. Und deshalb wird unser Gott ihn auch behüten – mit seinem Mann. Das wünsche ich ihm – und viel Glück. Er wird Unna fehlen – denn im Gegensatz zu Ihnen hat er sich immer offen gestellt, wissend, dass er angegriffen und häufig verletzt wurde.

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  • Gudrun Bürhaus

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    Lieber ängstlicher (da anonymer und wohl wenig gottvertrauender) Markus Antonius,

    die Bibel – dazu gehört auch das Alte Testament – ist über viele Jahrhunderte hinweg entstanden und somit ein wichtiges Menschheitszeugnis und natürlich kein Schwachsinn. Aber aufgeklärte Menschen – das vertreten gerade viele „schriftgelehrte“ Theologen – interpretieren diese wie andere religiöse Schriften historisch-kritisch. Denn schließlich ändert sich über Jahrhunderte schon einmal der Blick auf die Welt und auf unsere Probleme. Auch Gott wird in der Bibel mal mehr strafend, dann auch mal wieder mehr gnädig und schützend dargestellt, Aussagen widersprechen sich dort mal über die Jahrhunderte.
    Dafür haben wir ja wohl auch den Verstand bekommen, um auch religiöse Gebote für unsere Zeit zu interpretieren. Schließlich kannte die Bibel weder die Globalisierung noch den Klimawandel mit ihren Anforderungen. Und es ist uns Menschen erlaubt, auch in moralischer Hinsicht intelligenter zu werden. Vor dem Hintergrund der christlichen Nächstenliebe kann diese Erkenntnis ja wohl nur in eine Richtung gehen: der Akzeptanz der Homosexualität.

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    • Silvia Rinke

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      Hallo Gudrun Bürhaus, folgende Antwort kam über fb an dich:

      Marcus Staender

      Rundblick Unna da es unterschiedliche Medien sind, ist das hin und her zwischen FB und dem eigenen Rundblick-Forum ein wenig unübersichtlich- gibt es da keine technischen Lösungen, die beide Plattformen synchronisiert? Mir gefällt der Kommentar von Gudrun Bürhaus aber ich habe keine Lust, mich noch woanders anzumelden (und die Dame – in umgekehrter Richtung – vermutlich auch nicht).

      Rundblick Unnas Antwort: Marcus Staender , bis vor Kurzem liefen die Kommentare wechselseitig von unserer Seite auf fb und von der fb Seite auf die Website. Dann hat fb seine Richtlnien diesbezüglich geändert, und seither kommentieren die Facebookler und sich und umgekehrt die Leute, die über unsere Website kommen – ohne jeweilige Kenntnis der Paralleldiskussion. Bei kommentarintensiven Themen kopiere ich daher wechselseitig hin und her, um alle auf einem möglichst umfassenden Diskussionsstand zu halten. Gudrun Bürhaus wird deinen Kommentar sehen, wenn ich ihn ihr wiederum in die Antwort kopiere.

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  • Thomas König

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    Ich bin der Mann des hier benannten Pfarrers und bin immer wieder betroffen und erschüttert wie und worüber heute noch diskutiuert werden muss. Eigentliches Thema war der Weggang aus Unna, der uns nicht leicht fällt, wir uns aber auch freuen, dass mein Mann wieder eine Gemeinde gefunden hat.

    Und jetzt an die Adresse von Markus Antonius
    Ich glaube nicht, dass das Ihr richtiger Name ist, wobei man Marcus im Falles des römische Feldherren bitte bitte „c“ schreiben sollte;-)

    Die moralische Keule zu schwingen, wobei gleichgeschlechtliche Partnerschaften mittlerweile ja voll anerkannt sind, und dann noch mit der eigenen Auslegung von Bibelzitaten, finde ich sehr bedenklich.
    Wir, in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft, haben uns diese Lebensform nicht einfach so ausgesucht, um zu provozieren – nein, uns ist die Liebe zu einem Menschen gleichen Geschlecht gegeben worden. Und das sollte doch schließlich Ziel sein, einen Menschen zu finden, den man liebt.
    Zum zweiten sind wir auch mit Leistungsträger dieser Gesellschaft , die Steuern zahlen, sich sozial engagieren, die ethisch und moralische Grundsätze haben, versuchen etwas Positives zu bewirken und offen versuchen auf die Menschen zuzugehen. Was tun Sie?

    Die Art von Intolleranz und und Voreingenmommenheit gegen Minderheiten, Andersdenkende, Schwächere usw. , die hier zum Teil wieder zum tragen kommt, ist auch in anderen Religionen ein großes Problem und führt zu den Auswüchsen, die leider unsere täglichen Medien füllen. Einzelne Menschen, die sich aufschwingen und anmassen über andere zu richten – diese aburteilen – bewirken oft sehr grosses Leid – ist das christlich oder einer anderen Religion angemessen? Ich denke nein, denn dies widerspricht allen ethisch und moralischen Grundsätzen, die ich von einem religösen Menschen erwarte.

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    • Silvia Rinke

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      Lieber Herr König, ich freue mich sehr, dass Sie sich hier selbst zu Wort melden, und wünsche Ihnen beiden persönlich ganz herzlich eine schöne „neue Zeit“ in Ostwestfalen.

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  • Johannes Doering

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    Auch ich wünsche meinem ehemaligen Kollegen Jörg-Uwe Pehle in Vlotho einen guten, unbelasteten Neuanfang. Nein, leicht hat er es sicher nicht immer gehabt – hat es aber anderen oft auch nicht leicht gemacht. Er ist ein Mensch, an dem sich die Geister scheiden. Er hat in Unna viele Jahre lang segensreich gewirkt und Bemerkenswertes aufgebaut – aber auch viele Menschen verletzt und enttäuscht. Auch solche, die ihm damals in seinen ersten Jahren in Unna während der Debatten um seine Homosexualität zur Seite gestanden und sich für ihn in die Bresche geschlagen haben. Er ist in unserer Gemeinde weder unanständig behandelt noch weggemobbt worden, wie immer wieder behauptet wird. Im Gegenteil: fast bis zuletzt ist er auch von Presbyteriumsmitgliedern immer wieder gefragt worden, ob er nicht doch bleiben wolle. Er wollte nicht – und hat mit der Art, wie er gegangen ist, leider noch einmal jede Menge Porzellan zerschlagen.

    Nun hat er nach seinem Soester Intermezzo in Vlotho – hoffentlich – eine dauerhafte neue Perspektive gefunden. Es wäre zu wünschen, daß diese Konsolidierung seiner beruflichen und persönlichen Situation dazu beiträgt, die sinnlosen Niggeligkeiten und das „Nachtreten“ (O-Ton Jörg Uwe Pehle bei seiner Verabschiedung in der Stadtkirche) endlich zu beenden. Aus unseren gemeinsamen Unnaer Jahren erinnere ich mich an schöne und auch an schwierige Zeiten. Wir haben zusammengearbeitet, auch manches gemeinsam gestemmt, haben zusammen gelacht, haben uns zeitweise auch gestritten, daß die Fetzen geflogen sind, und uns doch auf eine sehr gute Weise wieder zusammengerauft.

    So soll es sein. Ich möchte versöhnt und versöhnlich zurückblicken, an den Frust und Ärger der Vergangenheit „einen Haken machen“ und vor allem das Gute und die gemeinsam errungenen und gefeierten Erfolge in Erinnerung behalten. In diesem Sinne kommen auch meine guten Wünsche für seinen Neuanfang in Vlotho von ganzem Herzen.

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    • Silvia Rinke

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      Sehr geeehrter Herr Doering, danke, dass Sie sich hier persönlich zu Rort melden.

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