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Passagiere sollen Flughafen-Soli zahlen

Fluggäste zahlen noch ein paar Euro extra, damit sie auch künftig fliegen können. Was Dortmunds CDU-Bürgermeister Manfred Sauer selbst noch als „Schnapsidee“ bezeichnete, zieht in der Nachbarstadt jetzt Kreise: eine Solidaritätsabgabe für den hoch defizitären Dortmunder Airport. Für einen „Flughafen-Soli“ hat sich nach dem CDU-Politiker jetzt auch die Ratsfraktion „Die Linke & Piraten“ ausgesprochen, berichtet heute der Lokalsender 91,2.
Das Millionenminus des Airports soll damit reduziert werden (der Zuschussbedarf lag 2015 bei 17,8 Mio. Euro aus Steuergeldern). „So lange ein Flug ins Ausland stellenweise billiger ist als eine Taxifahrt durch die Stadt, sind Überlegungen dieser Art richtig“, wird ein Fraktionssprecher der Linken/Piraten zitiert.Alternativ könne man die Fluggesellschaften stärker zu Kasse bitten. Offenbar seien die Spielräume nicht komplett ausgenutzt.
Für die Unnaer ist die Nähe des Airports zweischneidig: Vor allem Massen, aber auch Teile der Innenstadt und Königsborn leiden unter dem Fluglärm. Im vorigen Jahr erstritt die Stadt Unna vor Gericht ein Verbot von Nachtflügen (spätabendlichen Landungen). In dieser Frage ist für die Flughafengeschäftsführung das letzte Wort aber noch nicht gesprochen. Sie kündigte schon damals an, einen neuen Anlauf bei der Bezirksregierung Münster zu unternehmen.  Mit stichhaltigen (wirtschaftlichen) Argumenten.

Kommentare (1)

  • Wierumer

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    Zitat: Alternativ könne man die Fluggesellschaften stärker zu Kasse bitten. Offenbar seien die Spielräume nicht komplett ausgenutzt. Zitat Ende. Der Dortmunder Landeplatz (oder ist er offiziell doch schon ein Flughafen) überlebt mit den dort nutzenden Fluggesellschaften nur weil diese Sonderkonditionen bekommen. Einzig Sinnvoll ist die Schließung.

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