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Outlet-Ware vor den Stadttoren: Unna geht gegen FOC Werl notfalls gerichtlich vor

20 Minuten von Unnas Stadttoren entfernt massive Konkurrenz – wie befürchtet wird – für Unnas Textilhandel: Gutes von gestern – Markenkleidung und Sportartikel vor allem aus der Vorsaison zum günstigen Preis, in 80 Läden auf 13.800 qm Verkaufsfläche. Das Herz der Shoppingfans schlägt schneller, doch die Stadt Unna verstärkt ihren Widerstand. Sie will gegen das geplante Factory Outlet Center (FOC) in Werl notfalls gerichtlich vorgehen, zusammen mit den ca. 20 weiteren Städten im Umkreis, die im Widerstand gegen das FOC vereint sind. Das hat Bürgermeister Kolter jüngst im Hauptausschuss untermauert. Die Politik folgt dieser Meinung.

Mit den geltenden Rechtsvorgaben für großflächigen Einzelhandel außerhalb der Ortszentren steht es derzeit nicht in Einklang. Doch der kleine Nachbar treibt sein Vorhaben unbeirrbar voran, und die finale Entscheidung steht noch aus.

foc werl

Die Stadtväter in Unna haben massive Vorbehalte gegen das Einkaufsparadies. Gerade mal 20 Fahrminuten von Unna entfernt würde das FOC dem Innenstadthandel massiv schaden, sind Verwaltung und Politik überzeugt. Der Einkaufskomplex soll nahe der A 445-Abfahrt Werl-Zentrum gebaut werden, in Wurfweite zur B1 und von Unna aus mit dem Fahrrad erreichbar.

In der Stellungnahme der Stadt heißt es: „Die Lage fernab jeder integrierten Zentrumslage auf der ,grünen Wiese, dafür aber hervorragend erreichbar über Bundesstraße und Autobahn, verbunden mit überwiegend zentrumsrelevanten Sortimenten, kann zu erheblichen Auswirkungen nicht nur auf die Einzelhandelsstrukturen der Kreisstadt Unna, sondern aller Nachbargemeinden führen. Aus diesem Grund haben sich die betroffenen Städte und Gemeinden gegen das FOC Werl zusammengeschlossen.“ Und sie wollen notfalls den Klageweg beschreiten.


 

Laut Werler Rechtsansicht stehen einem FOC-Bau „keine zwingend zu beachtenden planerischen Vorgaben entgegen“. Man gehe davon aus, „dass Funktionsstörungen in zentralen Versorgungsbereichen der Nachbarkommunen sowie der Stadt Werl nicht zu erwarten sind„.

Dabei beruft sich die Wallfahrtstadt auf eine Verträglichkeitsstudie, die sie im Sommer in Auftrag gegeben hatte. Danach hat das FOC kaum Auswirkungen auf die umliegenden Städte und Gemeinden, wird vielmehr als wirtschaftlich verträglich eingestuft. Die Umsatzrückgänge liegen teils unterhalb der Nachweisbarkeit. Wie bei Outletansiedlungen üblich sei die planende Stadt, hier also Werl, am ehesten betroffen – kurioserweise will gerade Werl das FOC selbst.

Eine von den dortigen Grünen initiierte Petition gegen das FOC erlitt denn auch kläglich Schiffbruch: Nur eine niedrige dreistellige Zahl an Gegnern unterzeichnete – und die waren zum Großteil noch nicht mal aus Werl selbst.

Traue allerdings keinem Gutachten, das du nicht selbst vergeben hast – könnte man einwenden: Die Gegner des Projektes, darunter die Industrie- und Handelskammer (IHK) und allen voran Hamm, prognostizieren nicht wiedergutzumachende Auswirkungen auf den Einzelhandel in der Region. Zudem stehe der innerstädtische Handel schon durch andere Negativfaktoren wie den Internethandel unter Druck.

Auch die Landesregierung  ist gegen solche Zentren. Ochtrup im Münsterland konnte sein „Euregio Outlet Centers“ (EOC) erst erweitern, als es den Klageweg beschritt und gewann: Seit Somer 2012 verkaufen die Markenshops dort auf 11.500 Quadratmetern B- und Überhangware. Ein knappes Jahr nach der Eröffnung waren die Effekte für den umliegenden Einzelhandel „nicht dramatisch, aber spürbar“ – oder eben umgekehrt:  spürbar, aber nicht dramatisch. Die örtlichen Händler hätten ihr Angebot angepasst und versuchten, andere Zielgruppen anzusprechen.

Gegen die Pläne der Stadt Werl für ein Factory Outlet Center „auf der grünen Wiese“ gibt es bereits seit Ende 2011 massiven Widerstand: Am 28. 11. 2011 wurde die „Gemeinsame Erklärung zum FOC Werl der Städte und Gemeinden“ von 21 Kommunen in Hamm unterschrieben: Arnsberg, Ahlen, Bönen, Dortmund, Hagen, Hamm, Iserlohn, Kamen, Lippstadt, Lüdenscheid, Lünen, Menden, Meschede, Oelde, Paderborn, Schwerte, Soest, Sundern, Unna, Warstein und Werne.

Kommentare (50)

  • Betty Kraemer

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    Was, genau was hat Unna denn gegen ein Outletcenter zu bieten? Nämlich gar nichts für den mittleren Geldbeutel! Also her damit, dann ist der Weg zu den anderen Centern nicht mehr so weit!

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  • Ildi-Bildi Segesdy via Facebook

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    Schade,dass alle so reagieren!!

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  • Sebastian Tubby via Facebook

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    Die Stadt Unna sollte sich mal den Nagel aus dem Kopf ziehen. Ausser Apotheken und Friseure hat Unna rein gar nichts zu bieten. Jeder der Shoppen will fährt jetzt nach Dortmund. Wenn das FOC eröffnet dreht sich einfach nur die Richtung von Dortmund nach Werl. Stimmt. Dagegen sollte man jetzt aber auch mal richtig vorgehen.

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    • Sandra Osmani via Facebook

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      Doch handy Läden und Bäckereien ??????

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    • Petter Uhlenbusch

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      jetzt aber mal halblang… Unna hat auch noch ne Menge Kosmetikstudios und Nagelbuden zu bieten… 😉

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  • Sven Ewald via Facebook

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    Warum so ein theater ist das gut so ein Outletcenter in der nähe. In unna sind doch die mieten zu hoch für die geschäfte.

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    • Ildi-Bildi Segesdy via Facebook

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      Ja und deshalb sind die auch sehr Teuer!! Ich sehe täglich zB;Esprit laden,Tom Taylor ec…ist fast immer leer! Warum funktioniert in Hamm Alle Center???? und..und…und

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  • Mör Ti via Facebook

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    So ein Engagement würde sich so mancher Unnaer Bürger wünschen, wenn es um das Thema Flugzeitverlängerung des Dortmunder Flughafens geht. Es erweckt den Anschein dass in vielen Fällen nicht das Wohl des Unnaer Bürgers im Vordergrund steht, sondern dass man ausschließlich wirtschaftlichen Interessen gerecht werden will.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ja, Mör Ti, wir stellen gerade bei Berichten über das FOC immer wieder eine krasse Diskrepanz fest zwischen dem, was die Stadtverwaltung vorgibt – und dem der Rat folgt -, und andererseits den Reaktionen unserer Leser darauf.

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  • Gerald Zemke via Facebook

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    Genau, Stadt Unna! Mach jeden Fortschritt in der Nähe kaputt.
    Bei Viktoria hat das ja auch prima geklappt. Lieber die angeblich so tolle Innenstadt schützen, wo aber bitte keiner mit dem Auto rein fahren soll.

    Wenn Viktoria gekommen wäre, sähe es jetzt am Königsborner Tor anders aus.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Gerakd Zemke, genau das stellt der Bürgermeister im Nachhinein genau umgekehrt dar: Er sagte uns vor einiger Zeit in einem längeren Interview sinngemäß, im Nachhinein sei es ein Segen, dass die Viktoriabesiedlung damals nicht geklappt habe, da ansonsten die Innenstadt gestorben wäre. Passt ganz gut zur aktuellen Reaktion aufs FOC.

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    • Gerald Zemke via Facebook

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      Aus meiner Sicht IST die Innenstadt seit Jahren Tod. Es sollten Porzellan und Sport Geschäfte geschützt werden.
      Wigger gibt es schon lange nicht mehr.
      Leyendecker ist doch noch als einer der wenigen da.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ja, Herr Leyendecker ist Vorsitzender des City-Werberings.

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    • Mör Ti via Facebook

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      Den verantwortlichen Entscheidungsträgern sollte langsam klar werden dass die Attraktivität einer Stadt nur durch ein breites Warenangebot gesteigert werden kann. Und eine guter Schnellimbiss, dessen Angebot und Qualität stimmt hat ganz sicher keine Konkurrenz durch einen Burgerladen einer bekannten Kette zu befürchten. Im Gegenteil: Jeden Tag Erbsensuppe schmeckt bekanntlich auch nicht! Monotonie verdirbt die Attraktivität eines Stadtkerns. Nicht die Vielfalt!

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    • Andreas Petzold via Facebook

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      Ich hätte gerne einen Laden wo man cds kaufen kann …

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Den hätte ich ganz persönlich auch sehr gern…

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    • Cora

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      das ist richtig. Jetzt hat man Angst dort manchmal vorbei zu gehen, ist gruselig (Königsborner Tor)

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  • Birgit Wen via Facebook

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    typisch stadt unna! ich kann das absolut nicht nachvollziehen. schon seit jahren fahren die bürger zum shoppen in andere center (essen oder oberhausen) oder zum outlet nach holland. es wäre ein gewinn für diese region und nichts anderes.

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  • Jana Hülsmann via Facebook

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    Kenne keinen der nach Unna fährt um zu „shoppen“….

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    • Sandra Osmani via Facebook

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      Nicht mal die aus unna ????

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Dürfen wir erfahren, für welche Altersgruppe ihr sprecht, Jana Hülsmann, Sandra Osmani? :-)

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    • Sandra Osmani via Facebook

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ah, vielen Dank! Wir fragen deswegen, weil Herr Kolter der Meinung ist, dass es für alle Altersgruppen in Unna eine gute Kleidungsauswahl gibt – ausgenommen für die Jugendlichen, die aber sowieso auch aus anderen Gründen lieber in Großstädte fahren würden.

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      • Cindy

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        Oh…..das soll der Herr Kolter unseren Kids mal zeigen wo es die in Unna gibt?.?
        C&A geht doch keiner mehr hin….??
        Unna kann man im Sommer zum extra Blatt fahren…Aber sonst fahren wir doch alle nach Ochtrup, Roermond, Dortmund….Da wo es halt nicht nur Generation 50+ Mode gibt…..Aber nicht in Unna!!

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      • Betty Kraemer

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        wenn schon gefragt wird: 50+ 😉

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    • Sandra Osmani via Facebook

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      Herr Kolter sollte mal die Augen auf machen und Ohren auf sperren was die Bewohner von Unna wollen.

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  • Bernd Pieper via Facebook

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    All die Städte, die sich gegen das FOC aussprechen sind doch nur neidisch. Wenn der Investor eine dieser Städte ausgewählt hätte, wären diese ganz plötzlich große Fürsprecher!

    Die Kunden haben den Bedarf und nehmen sogar weitere Wege bis in die Niederlande in Kauf. Warum nicht also das Geld in der Region lassen?

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  • Sascha Skro via Facebook

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    Dann wird demnächst wieder berichtet, dass das Bürgerforum in Unna gegen das FOC ist…das dieses Forum aber nicht aus normalen Bürgern, sondern nur aus Geschäftsleuten aus Unna besteht die keine Konkurrenz dulden, wird wie üblich absichtlich verschwiegen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Interessanterweise kommen jedesmal, wenn wir über das FOC berichten, haufenweise Fürsprecher, während Verwaltung und Rat eisern dagegen halten. Das ist in der Tat eine auffällige Diskrepanz.

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  • Rani Rani via Facebook

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    Finde das super ! Wer ist dagegen ?
    Würde ja gern in Unna einkaufen nur ich finde hier einfach nix ! Also wird in ner anderen Stadt eingekauft ,oder bestellt .

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  • Sandra Osmani via Facebook

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    Erstens es würden neue Arbeitsplätze geschaffen und zweitens es können sich welche Markenartikel kaufen, die kein dickes Portmonee haben. Aber Unna will keine anderen Läden wie Handy, apotheke und Bäckereien

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    • Cora

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      hast Recht was Unna betrifft. Die meisten haben schon ein Handy, oder einkaufen im Internet, die Versandgebühr ist oft günstiger als die Parkgebühr. Brötchen kaufe ich wo es Parkplatz gibt.

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  • Sandra Scaglione via Facebook

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    Bei uns wurde auch ein Outletcenter auf gemacht….was haben sich die Städte und Gemeinden im Umkreis aufgeregt und und und. Und nu gibts des seit ein paar Jahren und die Innenstädte sind trotzdem voll.

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  • Sandra Scaglione via Facebook

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    Nein….. Rundblick Unna. „Bei uns“ ist in Nordbaden….direkt an der französischen Grenze. Bei vor einigen Jahren von Lünen dort hingezogen.

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  • Petter Uhlenbusch

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    Aber der Widerstand wir Unna nichts nützen. Schließlich haben wir eine freie Marktwirtschaft
    und ich kann mir nicht vorstellen das sich die Investoren von ein paar Kleinstadt-Polikern
    aus Unna in die Knie zwingen lassen. Also ich glaub die Shopping-Queens hier dürfen sich schon mal feuen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Den berühmten Strich durch die Rechnung könnte auch das Land machen, Petter Uhlenbusch, da die Planung – möglicherweise – gegen geltendes Recht verstößt. Aber die Stadt Werl zeigt sich bisher recht zuversichtlich.

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  • Alannah Ringel via Facebook

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    Allegra, mit dem Fahrrad erreichbar ?????

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  • Stefan Werner

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    Einzige Frage die sich mir stellt, warum hier wieder gutes Ackerland zugepflastert wird, während im Werler Stadtwald direkt am Autobahnkreuz das Areal der ehemaligen britischen Kaserne dringend auf neue Nutzung wartet?

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    • Cora

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      sogar sehr gute Frage, wer soll die aber beantworten?, da sind wir leider machtlos!

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  • Jules Asow via Facebook

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    Auf den ersten Blick birgt ein Factory Outlet Center die Gefahr, dass die Innenstädte der umliegenden Gemeinden Absatzrückgänge erleiden. Nur wird dabei verkannt, dass eine Region, die ein Outlet Center zu bieten hat durch den massenhaften Andrang von Personen enorm von solchen „Billigläden“ profitiert. Oft kombinieren Shopping-Touristen den Besuch eines FOC mit einem Stadtbummel. Wer sich diese Tatsache zu eigen macht, kann beim besten Willen nicht behaupten, dass die Innenstädte wegen der Konkurrenz des FOC aussterben werden. Zudem verbessert ein FOC immens das Image einer Region. Wenn man sich umhört, hat Unna nicht gerade ein tolles Image (was auch nicht bedeutet, dass das Image grauenhaft ist). Dies könnte sich durch den Bau eines FOC schnell ändern. Letztendlich sollte man auch die soziale Ebene eines solchen Projekts nicht vernachlässigen. Jeder Jugendliche und auch der Großteil der Erwachsenen möchte Markensachen für wenig Geld. Unnas Innenstadt ist bis jetzt diesen Ansprüchen leider nicht gerecht geworden. Nahezu alle Bürger Unnas, die Einkaufen gehen, tun dies in Dortmund oder Hamm. Dieser für Unna traurigen Erkenntnis würde ein FOC entgegen wirken. Nicht jede Region kommt für ein FOC in Frage. Deshalb sollte sich die Stadt Unna diese einmalige Chance nicht nehmen lassen und den Bau auch fördern. Alles andere wäre vergleichbar mit einem gegebenen Elfmeter im Fußball, gegen den man protestiert und den man nicht schießen möchte!!!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      😉 .. der Vergleich mit dem Elfmeter ist kreativ, Jules Asow. Danke für dein ausführliches Statement. Tatsächlich hat z. B. das Outlet in Ochtrop keineswegs ein Massensterben des umliegenden Handels ausgelöst, wie auch dort anfangs befürchtet wurde.

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    • Mör Ti via Facebook

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      Ganz meiner Meinung ? So ist es !

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    • Mör Ti via Facebook

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      Wie es aussieht, verschafft sich das Bürgerforum mit solchen Aktionen selbst einen Welpenschutz, in dem sich die Mitglieder (anscheinend überwiegend Innenstadt-Händler) damit die Konkurrenz fern halten wollen. Sollte das so sein, ist es leicht zu verstehen warum die Stadt nicht an Attraktivität gewinnt.

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  • Cornelius Blanke

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    Schon heute empfinde ich, 49 und im Unnaer Osten wohnend, die Innenstadt von Werl als attraktiver als die von Unna. Es gibt da noch Geschäfte, in denen die Fachverkäufer nicht deshalb so genannt werden, weil sie in Fächer greifen, sondern weil sie vom Fach sind und dies auch ausstrahlen (Gegenbeispiel aus Unna: auf die Frage, ob der mit DVB-T2 gekennzeichnete Fernseher denn auch die in Deutschland zur Verwendung vorgesehenen, vom restlichen Europa abweichenden Transkodierungsverfahren, Codecs genannt, unterstütze, erntete ich ein „Was ist denn das für ein Scheiß? „).
    Die Unzulänglichkeiten der Unnaer Innenstadt sind in meinen Augen: schlechtes Pflaster, zugestellte Laufflächen, fragwürdiges Parkraummanagement (Prünte-Überbauung ohne Parkplätze, uneinheitliches Leitsystem), unattraktiver Sortimentmix und damit letztendlich ein fehlendes schlüssiges Gesamtkonzept. Aber es ist ja einfacher, anderen etwas kaputt zu machen, als selber etwas aufzubauen.
    Zuguterletzt: ich kenne das von Sandra Scaglione erwähnte FOC in Roppenheim im Elsass gegenüber von Baden-Baden recht gut. Es wird übrigens vom selben Unternehmen betrieben, welches auch in Werl projektiert. Das Angebot dort ist m.E. eher eine Konkurrenz für das Internet als für den örtlichen Handel. Und wenn doch: dann war das örtliche Angebot offensichtlich nicht hinreichend attraktiv – das nennt sich Marktbereinigung und ist ein Grundelement auch der Sozialen Marktwirtschaft. Unnas Verwaltung droht für diesen Fall sicherlich wieder einmal, dass dann die Lichter ausgehen. Und wenn schon?! Statt mal wieder Geld in einer Innenstadtsanierung versickern zu lassen wäre dann Geld für die Infrastruktur der Ostdörfer da.

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