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Originell, Unna-typisch: Die Eselsstadt hat jetzt ihre Eselsbrücke

Die Eselsstadt musste einfach eine „Eselsbrücke“ bekommen! Im zweiten Anlauf hat die hartnäckige Schreiberschaft des Seniorenmagazins „Herbstblatt“ endlich Erfolg. Eine charmante, hübsche Idee ist zum Start in die großen Ferien Wirklichkeit geworden: Das Unnaer Wappentier hat jetzt seine eigene Brücke. Und zwar die, die sich elegant vom  Ölckenturm zum Bornekamp hinüber über den Südring schwingt.

Eselsbrücke 1

Der Antrag hat einen Vorlauf. Vor 15 Jahren versuchte sich die Redaktion des Seniorenmagazins schon einmal an einer Eselsbrücke, stieß auch auf einhellige Begeisterung ihrer Leserschaft, doch um so weniger bei der entscheidenden Politik. Jetzt, im zweiten Anlauf, ist es gelungen.

Eselsbrücke Schild

„Der Esel ist seit über 200 Jahren in Unna nachweisbar“, begründeten die schreib-affinen Senioren ihren Antrag. „Früher gab es hier schon einen ,Eselspfad´ und einen ,Eselskamp´.“ Man werde „damit eine Schuld gegenüber einem Tier tilgen, welches in unserer Stadt schon seit Jahrhunderten als Stadtmotiv verehrt wird, ja dem sogar ein Denkmal gewidmet ist, welches zum bekanntesten Fotomotiv avancierte.’“

Vom Eselsbrunnen ist die Rede, klar. Und zahlreiche Langohren stehen – zum Ergötzen der Besucher und Bürger – stumm iiaah-schreiend bunt betupft in der Stadt herum…

Und nun schreitet der Bürger und Besucher eben auch über die Eselsbrücke. Iiih-Aahhh…!!!

– Für die Fotos danken wir der Freien Liste Unna.

 

Eselsbrücke

Auch ein quicklebendiges Wappentier war zur feierlichen „Eselsbrückentaufe“ natürlich dabei! Hier prüft das Langohr die Stoffqualität des Anzugs von Freie Liste-Fraktionschef Klaus Göldner.

Die Stadt schreibt auf ihrer Homepage: Die Brücke wurde bereits am 23. Mai 1982, dem „Tag des Radfahrers“, offiziell ihrer Bestimmung übergeben und hatte bislang keinen Namen. Auf Antrag der Redaktion „Herbstblatt“ hatte der Haupt- und Finanzausschuss am 21. April die Benennung beschlossen. Heute durfte Bürgermeister Kolter in einer kleinen Feierstunde gemeinsam mit Klaus Pfauter von der Herbstblatt-Redaktion und Ortsvorsteherin Ingrid Kroll das Straßenschild enthüllen. Dabei durfte natürlich auch der Namensgeber der Brücke, ein echter Esel nicht fehlen.

Zur Brücke:

Die Gesamtlänge beträgt 180 m (die zusammengesetzten Brückenteile 84 m, die zum Bornekamp hin abschüssige Rampe 96 m). An Baukosten entstanden 1.212.000 DM, wovon aus Landesmitteln 1.020.000 DM (Förderung des Radwegebaues) geflossen waren. Aus Gründen der Behinderten– und Fahrradfreundlichkeit verfügt die Brücke über eine 6 %-ige maximale Längsneigung.

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