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Orientierungslos in Unna und Massen: Schilder weisen Asylbewerbern nun den Weg zur Landesstelle

Immer wieder irren Asylbewerber orientierungslos auf der Suche nach der Landesstelle durch Unna oder durch Massen, stranden am Bahnhof oder auch mal in der Bürgerhalle (wir berichteten schon voriges Jahr mehrmals). Jetzt endlich helfen ihnen Schilder weiter.

„Ohne Ortskenntnis fällt die Orientierung schwer“, stellt die Kreisverwaltung logisch nachvollziehbar fest. „So geht es auch vielen Asylbewerbern, die am Bahnhof in Massen ankommen und den schnellsten Weg in die Erstaufnahmeeinrichtung suchen.“

Die frühere Landesstelle, die der Kreis im Auftrag des Landes als Erstaufnahmeeinrichtung betreibt, sei „nach wie vor täglich das Ziel zahlreicher in NRW angekommener Asylbewerber“, schreibt der Kreis in seiner heutigen Mitteilung. Denn hier werden sie registriert, hier findet auch ein erster Gesundheits-Check statt.

Die meisten fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Bahnhof Massen. 2,1 Kilometer sind es von hier aus bis zur Landesstelle.

Sechs Schilder angebracht

Ob zu Fuß oder mit dem Bus – in welche Richtung sie sich ab dem Bahnhof begeben müssen, zeigen jetzt Piktogramme und Erläuterungen in englischer Sprache. Die Kreisverwaltung brachte sie auf Initiative der Kreis-Politik an und holte vorher das Okay des Landesbetriebs Straßen.NRW und der Stadt Unna als Straßenbaulastträger ein. Deswegen wohl dauerte das Ganze so lange.

„Insgesamt weisen sechs Schilder den lückenlosen Weg in die EAE“, erläutert Ferdinand Adam, Fachbereichsleiter für Öffentliche Sicherheit und Ordnung beim Kreis Unna.

Asylsuchende verbringen in der Regel rund eine Woche in der Erstaufnahmeeinrichtung in Unna-Massen, bevor sie in andere Unterbringungseinrichtungen weitergeleitet werden.

Landesstelle Massen Flüchtlinge

Kommentare (4)

  • Christel

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    Ja Gott sei Dank.

    Jetzt können die Millionen Afrikaner kommen. Ich hoffe, der Landrat hat auch genug Jobs für die.

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    • Silvia Rinke

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      Hier geht es ja nun lediglich darum, dass diejenigen, die ohnehin nach Massen geschickt werden, nicht planlos durch die Gegend irren. Macht also faktisch Sinn. Oder?

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  • Andrea

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    Ich verstehe ohnehin nicht, wie man die Menschen auf sich allein gestellt durch ein für sie fremdes Land schickt. Schon bei der Registrierung an den Grenzen müsste sie meiner Meinung nach in einen Bus gesetzt werden, der sie zu einer Erstaufnahmeeinrichtung bringt.

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    • Silvia Rinke

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      Ja, Andrea, das ist eines von vielen Beispielen dafür, wie ungeordnet und chaotisch es lief – und möglicherweise weiterhin läuft.

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