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Opfer mit Klebeband gefesselt: Fahndung nach mutmaßlichen Mördern von türkischem Geschäftsmann

Am 1. Oktober frühmorgens wurde in der Dortmunder Nordstadt ein türkischer Geschäftsmann tot in einer Garage in einem Hinterhof gefunden. Aufgrund der Umstände (der Leichnam war gefesselt mit regelrecht mit Klebeband „verschnürt“) sowie der Obduktionsergebnisse erhärtete sich schnell die Vermutung, dass der  44 Jahre alte Familienvater einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel.

Am gestrigen Tag erließ das Amtsgericht Dortmund auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen den 35 Jahre alten Armenier Artur Raschoian und den 33 jährigen georgischen Staatsangehörigen Teimuraz Esartia, alias Teimuraz Didebashvili. Sie stehen im dringenden Verdacht, den türkischen Geschäftsmann gemeinsam ermordet zu haben. Konkret lautet der Tatvorwurf gemeinschaftlicher Mord und gemeinschaftlicher Raub mit Todesfolge. Beide sind untergetaucht. Heute beginnt die Fahndung mit Lichtbildern.

Mord Dortmund

Artur Raschoian

Mord Dortmund 2

Teimuraz Esartia, alias Teimuraz Didebashvili

Zum vermuteten Tatvorgang schreibt das Dortmunder Polizeipräsidium:

Die Staatsanwaltschaft geht aufgrund des bisherigen Ermittlungsstandes davon aus, dass sich die beiden Beschuldigten und ein weiterer georgischer Staatsangehöriger mit dem Vornamen oder Spitznamen „Zaza“ am 30.09.2015, gegen 19:40 Uhr nach vorangegangener telefonischer Absprache mit dem Verstorbenen an dessen angemieteter Garage getroffen haben, weil sie Geld von dem Verstorben haben wollten, da sie ihm im Vorfeld gestohlene Kosmetikartikel geliefert hatten. An der Garage kam es zu einer Auseinandersetzung, weil der Verstorbene nicht bereit war, den Beschuldigten das von ihnen geforderte Geld zu geben.

Im Rahmen der zunächst verbal geführten Auseinandersetzung schlugen die Beschuldigten und „Zaza“ auf das 44 Jahre alt gewordene Opfer ein und brachten ihm Verletzungen an der Nase bei. Weil der Verstorbene drohte, deshalb die Polizei zu verständigen, fesselten die Beschuldigten und ihr Mittäter das Opfer mit Klebeband und knebelten es auch, indem sie ihm das Klebeband mehrfach um den Kopf wickelten. Die Täter entwendeten dem Opfer im Anschluss Bargeld und weitere Wertgegenstände. Das Opfer erstickte in der Folgezeit aufgrund seiner Verletzungen an der Nase und der Knebelung.

Für ihre Flucht vom Tatort nutzten die Beschuldigten und ihr Mittäter einen dunklen Pkw, vermutlich einen Ford Focus Kombi, mit auswärtigen Kennzeichen. Fahndungsmaßnahmen nach den namentlich bekannten Beschuldigten wurden eingeleitet.

Die Polizei fragt: Wer kann Hinweise zum Aufenthaltsort der Tatverdächtigen, zur Identifizierung des bislang nicht identifizierten „Zaza“ und dem von den Tätern genutzten Pkw machen? Hinweise bitte an die Kriminalwache in Dortmund, Telefonnummer 0231/132-7441, oder jede andere Polizeidienststelle. Zuständiger Staatsanwalt ist Staatsanwalt Henner Kruse (Telefonnummer: 0231/926-26222).

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