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Oberleitungsschaden bringt Bahnverkehr nach Hamm zum Erliegen – Kompletter ICE evakuiert

Und plötzlich blieb der ICE auf halber Strecke stehen. Ein Oberleitungsschaden brachte gestern Abend auf der Bahnstrecke Bielefeld-Hamm den Bahnverkehr zum Erliegen. Die Auswirkungen sind immer noch gravierend, meldete die Bundespolizei am Morgen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte der ICE 643 auf Höhe der Ortschaft Neubeckum wegen einer abgerissenen Oberleitung einen plötzlichen Spannungsabfall und kam zum Stehen. Teile der Oberleitung wickelten sich hierbei um den auf dem Triebfahrzeug befindlichen Spannungsabnehmer. Wie es zu dem Schaden an der Oberleitung kam ist noch unbekannt.

Personen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden.

Neben dem ICE 643, der aus Köln kommend Richtung Bielefeld unterwegs war, wurde ebenfalls die Weiterfahrt des ICE 846 beeinträchtigt. Dieser fuhr zu diesem Zeitpunkt aus Berlin kommend in Richtung Hamm.

Beide Züge konnten ihre Fahrt nicht fortsetzen.

Einsatzkräfte der Bundespolizei und Landespolizei, der Notfallmanager der DB AG, Einsatzkräfte der Feuerwehr und des THW sowie Techniker der DB AG begannen noch am späten Abend eilig mit allen erforderlichen Maßnahmen, um den Bahnverkehr wieder aufnehmen zu können.

Um 21.10 Uhr wurde die Evakuierung des ICE 643 eingeleitet. 450 Fahrgäste werden derzeit in einen dieselbetriebenen Zug evakuiert, der anschließend den nächsten Bahnhof anfahren wird. Die dort bereitgestellten Busse werden die Reisenden zu verschiedenen Bahnhöfen fahren.

Die Fahrgäste des ICE 846 mussten ihren ihren Zug nicht verlassen: Sie wurden mit einer Diesellok zum Bahnhof Gütersloh gefahren, um von dort aus ihre Weiterreise anzutreten.

Der Bahnverkehr wurde auf der betroffenen Strecke bis auf Weiteres eingestellt

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