Rundblick-Unna » Ob Sessel, Bücher oder Bücherbord: „Zu verschenken“ – Selbstbedienung am Straßenrand floriert

Ob Sessel, Bücher oder Bücherbord: „Zu verschenken“ – Selbstbedienung am Straßenrand floriert

Bitte mitnehmen – „zu verschenken!“. Selbstbedienung am Straßenrand floriert. Immer häufiger stellen Bürger im Stadtgebiet von Unna und Fröndenberg ihre nicht mehr benötigten Kleinmöbel, Deko, Gläser, Regale, Kisten mit Büchern bis hin zu Tischen und kompletten Sofagarnituren einfach nach draußen und hoffen, dass sie jemand gebrauchen kann. Unsere Fotos hier mit den jeweiligen freundlichen Aufforderungen, zuzugreifen, entstanden an der Kleinen Burgstraße in Unna und am Ahornweg in Fröndenberg.

Zu.verschenken..Ahornweg

Oft steht „Zur Selbstbedienung“, „Zu verschenken“ oder „Kostenlos :-)“ auf einem Zettel oder Pappschild neben der guten Gabe – um zu unterstreichen: Nein, das ist kein Sperrmüll und sowieso kein Müll.

Zuweilen lassen die Spender ihre guten Gaben aber auch für sich sprechen: So wie erst gestern einen (optisch) tadellos erhaltener Ledersessel, dem sich an der Ostbürener Straße in Fröndenberg keine 100 Meter weiter auf der gegenüberliegender Seite sogar ein passender kleiner Holztisch zugesellte.

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Ordnungs- bzw. verkehrsrechtlich gehen solche „Spenden“ in Ordnung, wenn sie auf dem Privatgrundstück des Besitzers deponiert werden. Einfach so auf den Bürgersteig stellen ist eine andere Sache – in dem Fall dürfen sie auf keinen Fall Behinderungen darstellen, und sobald sich jemand „über den Kram auf dem Gehweg“ beschwert, muss man mit Besuch vom Ordnungsamt rechnen. Selbstverständlich völlig ausgeschlossen ist es, kostenlosen Trödel auf die Fahrbahn zu platzieren.

Generell gilt bei solchen Schenkungsaktionen: Wo kein Kläger, da zunächst kein Richter. Bloß aufpassen, dass der Nachbar nicht am selben Tag die Sperrmüllabfuhr bestellt – dann war´s das gewesen mit der Weiterverwendung. Und auf jeden Fall sollte jeder Spender genügend Eigenverantwortung zeigen, dass er seinen Tisch, seinen Sessel oder seine Bücherkiste selbst entsorgt, wenn sie nach einer begrenzten Zeit wirklich kein neuer Abnehmer findet.

 

Kommentare (9)

  • Sabine De-Zolt via Facebook

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    Auf jeden Fall ,kann bestimmt jemand gebrauchen

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Ja offensichtlich – in den von uns beobachteten Fällen waren die Sachen tatsächlich immer ruckzuck weg, durch wen auch immer 😉

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  • Christel Heinze via Facebook

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    … wenn die Sachen gebraucht und abgeholt werden, ok. Nur, wenn es nicht abgeholt wird. und der Eigentümer die Sachen nicht mehr „kennt“, dann haben wir eine Rumpelecke nach der anderen…

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  • Bastian Löhr via Facebook

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    Bei uns zwar nicht neu, aber eher selten zu sehen. In Unistädten mittlerweile Alltag. Finde das sehr praktisch.

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  • Helmut Brune via Facebook

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    In unserer Nachbarschaft hat jemand einen kasten an seine Hauswand gemacht und da Bücher reingestellt. Das ganze hat er Mini-Bibliothek genannt. Jeder darf hier Bücher reinstellen oder entnehmen. Schöne Aktion.

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  • Beate Sommi De via Facebook

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    Finde ich sehr gut und bin so auch schon einiges an gutem Trödel wie z. B. ein tadelloses Bügelbrett in meinem Bermuda-Dreieck „los“ geworden.

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  • Cordula Krell via Facebook

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    manchmal sind die Eigentümer auch nur zu faul oder geizig, ihren Müll zu entsorgen. Bei mir um die Ecke liegen öfter mal völlig kaputte Möbel oder dergleichen.

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