Rundblick-Unna » Oase für Flüchtlinge: Stadt Fröndenberg kauft Tagungshaus Stentrop

Oase für Flüchtlinge: Stadt Fröndenberg kauft Tagungshaus Stentrop

Gerade einmal fünf Monate ist es her, dass der Ev. Kirchenkreis beschlossen hat, das Tagungshaus Oase Stentrop zu schließen. Jetzt konnte ein Käufer gefunden werden: Die Stadt Fröndenberg wird  das Gebäude kaufen und für Flüchtlinge nutzen.

Dies teilte der Kirchenkreis Unna in Abstimmung mit der Stadt Fröndenberg mit.

Die Stadt Fröndenberg habe nicht lange gezögert, sei sie doch auf der Suche nach einem Unterbringungsort für Menschen auf der Flucht. „Dazu ist das Gebäude samt Gelände nahezu ideal. Wir vermeiden damit für die Unterbringung der Menschen Zwischenlösungen wie Turnhallen oder Containern.“, so der Beigeordnete Günter Freck, der davon ausgeht, dass die Stadt auch in den nächsten Monaten unter einem hohen Unterbringungsdruck stehen wird.

UPDATE Montagabend, 2. 11.: Offenbar war der Entschluss der Stadt Fröndenberg nicht mit dem Stadtrat abgestimmt. Ratspolitiker der CDU Fröndenberg teilten noch am Abend unserer Veröffentlichung deutlich ihren Unmut kund, betonten, es sei noch nichts entschieden – über einen Kauf oder auch eine Anmietung (als weitere Optionen) habe erst am Mittwochabend der Rat zu beschließen. Der Kirchenkreis wies wiederum Vorwürfe zurück, er sei mit seiner Ankündigung „voreilig vorgeprescht“: Sie sei mit der Stadt abgestimmt gewesen.

Zur Erinnerung: Die Stadt muss erstmals in ihre Infrastruktur eingreifen und eine Schulturnhalle als Unterkunft herrichten. Dazu gibt es am Mittwoch, 4. 11.,  eine Bürgerversammlung (19.30 Uhr, Gesamtschul-Aula). Die Zahl der in Fröndenberg untergebrachten Flüchtlinge bewegt sich auf die 300 zu, sagt Bürgermeister Rebbe.

Der Wehrmutstropfen für den Kirchenkreis: Die Stadt möchte die Räume lieber heute als morgen herrichten und nutzen. Ein Kompromiss ist nun die Übergabe zum 1. Mai 2016, auch über eine noch frühere Übergabe wird verhandelt.

„Das tut uns leid, wir hätten gerne einen späteren Zeitpunkt für die Schließung des Hauses gewählt, um bereits zugesagte Belegungen nicht in Frage zu stellen.“, entschuldigt sich Verwaltungsleiter Thomas Sauerwein. „Doch hier sind wir der Stadt im Sinne der Flüchtlinge entgegen gekommen und hoffen auf Verständnis.“

Im jetzigen Zustand war das Tagungshaus für den Kirchenkreis auf Dauer nicht mehr tragbar. Um es für einen Tagungsbetrieb fit zu machen, hätten umfangreiche Investitionen getätigt werden müssen. Dazu war der Kirchenkreis nicht bereit und in der Lage. Mit dem Verkauf endet eine über sechzigjährige Ära des Hauses als Tagungs- und Begegnungsstätte des Evangelischen Kirchenkreises Unna.

Kommentare (13)

  • Petter Uhlenbusch

    |

    So spontan hat die Stadt Fröndenberg schon lange kein Geld mehr ausgegeben – zumindest nicht für ihre Bürger.

    Antworten

  • Rüdiger

    |

    Ja schon traurig das die EV Gemeinde es nicht halten kann . Aber Ich finde es gut das die Stadt Frb. es den zuwanderen möglich macht dort einen übergang zu finden.

    Antworten

  • Katja Vogt

    |

    „Oase für Flüchtlinge“??? Sorry, ich bin wohl der falsche Adressat für solch eine Polemik! Der Rundblick ist ab sofort nicht mehr meine Infoquelle. Viel Spaß allen Hetzern noch….

    Antworten

    • Silvia Rinke

      |

      Liebe Katja Vogt. Oase ist der Name des Gebäudes. Oase für Flüchtlinge hat der Kirchenkreis selbst seine Mitteilung überschrieben. Deine Entrüstung ist uns komplett unverständlich. VG von der Redaktion.

      Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      Liebe Katja Vogt. Was es mit „Polemik“ oder gar „Hetze“ zu tun hat, ein Tagungshaus so zu nennen, wie es heißt, erschließt sich und komplett nicht. Die Überschrift „Oase für Flüchtlinge“ (das Tagungshaus heißt Oase) ist im Übrigen ebenso auf der Seite des Kirchenkreises Unna zu lesen. VG von der Redaktion.

      Antworten

    • Burkhard

      |

      Sorry Frau Vogt, bevor Sie sich weiter künstlich aufregen, sollten Sie den Artikel erst einmal richtig lesen. Der alte Spruch gilt immer noch: „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!“

      Antworten

  • Stefan Werner

    |

    Im Internet-Zeitalter lesen viele Leute leider nur noch die Überschriften, die Texte sind dann wohl zu anstrengend :-(

    Antworten

Kommentieren