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Nur ganz kurz den Laden verlassen – schon war das teure Handy weg

Frust, Wut und Trauer mischen sich bei Sabine Rammelmann mit dem Vorsatz: „Mach immer die Tür zu. Auch, wenn du nur ganz kurz ,musst´“. Nur ganz kurz ließ die die Geschäftsfrau am Montag ihr Geschäft „Wolke 7″ am Markt in Fröndenberg unbeaufsichtigt; als sie zurückkehrte, war ihr Handy futsch. Geklaut. Direkt im Geschäft.

„Ich bin total sauer und traurig“, macht Sabine Rammelmann ihrem Frust Luft. „Ich habe sogar mit einem der mutmaßlichen Diebe gesprochen.“ Doch dem Jungen, ca. 17 Jahre alt, war nichts nachzuweisen. Sein Kumpel, mit dem er sich im Geschäft aufgehalten hatte, war offenbar mit dem teuren Handy direkt verschwunden, aus dem Laden hinaus und über alle Berge.

Sabine Rammelmann erinnert sich, dass sich die beiden Jungen im Geschäft aufhielten, als sie selbst mal kurz verschwinden musste. Sie ließ ihr Smartphone auf der Theke liegen. Leichtsinn, de sich rächte. Als sie zurückkam, fand sie es dort nicht mehr. Ein gutes Sony experia z3 compact war es, in schwarz.

Sie stellte sofort einen der beiden Jungen zur Rede, der sich noch im Laden aufhielt. „Er drehte seine Taschen von rechts auf links und machte auf Mitleid. Ich habe mir Name und Telefonnummer geben lassen… wie blöd von mir“, ärgert sich Sabine Rammelmann über sich selbst, „den  Ausweis hätte ich verlangen sollen… alles war erlogen.“ 

Sie tat natürlich auch das Naheliegende und rief von ihrem Festnetzanschluss ihr eigenes Handy an – in der Hoffnung, dass es in der Tasche des diebstahlverdächtigen Jungen klingeln würde. Doch da klingelte nichts. „Sie waren ja zu zweit, und der Freund war nicht mehr im Laden. Er hatte es wohl mitgenommen. Ich ärgere mich so sehr über meine eigene Dummheit.“ Der Freund kehrte sogar noch ins Geschäft zurück, wirkte ganz unschuldig, berichtet die Geschäftsfrau. „Er hat seine Taschen geleert, und natürlich war da nichts. Er hatte das Handy offenbar schon weggeschafft.“ Wieso Sabine Rammelmann so sicher ist, dass sie die beiden Diebe vor sich hatte: Sonst war niemand im Geschäft gewesen. Es sei denn, ein weiterer „Kunde“ hätte sich unbemerkt während ihrer kurzen Abwesenheit in den Laden gestohlen, sich zielgerichtet das Handy gegriffen und wäre sofort wieder raus damit… doch dann hätten diese zwei dann unschuldigen Jungen diese Nummer 3 ja sehen müssen…

Hoffnung, dass sie ihren mobilen Begleiter wiederbekommt, hat Sabine Rammelmann praktisch nicht mehr. „Ich trauere den Fotos auf dem Handy hinterher…“

Die beiden Jungen sind ca. 17 Jahre alt, einer ein Deutscher, den zweiten schätzt Sabine Rammelmann südosteuropäischer Herkunft ein. Anzeige bei der Polizei hat sie erstattet und den festen Vorsatz gefasst: „Nie die Tür zum Laden offen lassen, wenn man kurz verschwinden muss  – auch nicht für wenige Minuten.“

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