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Notunterkünfte werden abgebaut – Landrat dankt Helfern

Die beiden Notunterkünfte in Bönen und Werne werden nicht mehr gebraucht – die Helfer packen die Siebensachen zusammen. Hier die Pressemitteilung der Kreisverwaltung dazu, in der der Landrat den Helfern dankt und einen Überblick über das Geleistete gibt.

„Sie helfen, wenn Hilfe gebraucht wird und packen an, wo und wann es notwendig ist. Das bewiesen Rotkreuzler und andere, zumeist freiwillige Helfer in den letzten Monaten in den beiden Notunterkünften für Flüchtlinge in Bönen und in Werne. Nun packen die Helfer zusammen.

Die Bezirksregierung Arnsberg hat die Schließung der vom Kreis bereitgestellten Einrichtungen vor den ursprünglich gesetzten Terminen veranlasst. Der Rückbau der ehemaligen Ermeling-Grundschule und der wenige Meter entfernt liegenden Turnhalle in Bönen-Lenningsen ist in vollem Gange. Das gleiche gilt für die Kardinal-von-Galen-Turnhalle in Werne-Stockum sowie die daneben hochgezogenen Leichtbauhallen.

Landrat Michael Makiolla nutzte die Abbauarbeiten, um sich in beiden Einrichtungen bei den unzähligen Helfern für ihre große und anhaltende Hilfsbereitschaft zu bedanken. Seine ganz besondere Anerkennung galt dabei dem Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Unna, das beide Einrichtungen mit viel Know-how und Umsicht „aus dem Stand heraus“ erst betriebsbereit gemacht und dann für den Kreis betrieben hatte.

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„Nach der Aufforderung der Bezirksregierung mussten wir innerhalb weniger Tage Platz für bis zu 400 Flüchtlinge schaffen“, erinnerte Landrat Makiolla an die Ausgangssituation im letzten Herbst. „Ohne Sie hätten wir diese auch wegen des engen Zeitfensters enorme Herausforderung nicht gemeistert“, fand Landrat Makiolla deutliche Worte des Dankes an die Adresse des DRK-Kreisverbandes.

Dessen Geschäftsführer Michael Lihl (im Bild mit Makiolla) nahm den Dank stellvertretend für die in Bönen und in Werne eingesetzten Helfer entgegen. „Das DRK hat sich wieder als leistungsstarke Hilfsorganisation erwiesen. Vor allem haben wir gerne geholfen, als Not am Mann war“, unterstrich Lihl.

Landrat Makiolla und DRK–Chef Lihl.


 

Ein weiterer, ausdrücklicher Dank galt der Kardinal-von-Galen-Schule in Werne-Stockum sowie den Vereinen in Bönen und Stockum, die „von einem Tag auf den anderen“ auf die Nutzung „ihrer“ Sportstätten verzichten mussten. Nach dem Rückbau der Anlagen werden eventuelle Schäden beseitigt, ehe die Vereine bzw. die Stockumer Schule die Einrichtungen wieder für den Sport nutzen können.


Rückblick:

Am 30. September 2015 forderte die Bezirksregierung Arnsberg den Kreis mit einem Amtshilfeersuchen auf, kurzfristig Unterbringungsmöglichkeiten für insgesamt 400 Flüchtlinge bereitzustellen.

Die Gemeinde Bönen stellte auf Bitten des Kreises kurzfristig die ehemalige Ermeling-Grundschule in Bönen-Lenningsen mitsamt der (genutzten) Turnhalle zur Verfügung. Die ersten Flüchtlinge kamen Anfang Oktober. Insgesamt wurden 621 Asylbewerber aus 23 Nationen untergebracht und versorgt.

Die Stadt Werne bot ebenfalls schnell die Turnhalle der Kardinal-von-Galen-Schule in Werne-Stockum an. Die ersten Flüchtlinge wurden hier am 26. November aufgenommen. Beherbergt wurden insgesamt 319 Personen aus neun Nationen.

Die letzten in Bönen und Werne untergebrachten Flüchtlinge wechseln nach Angaben der Bezirksregierung in Unterkünfte in Meschede und Möhnesee.

Eingerichtet und betrieben wurden die beiden jeweils für bis zu 200 Flüchtlinge ausgelegten Notunterkünfte vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Unna.

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Kommentare (6)

  • Helmut Brune

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    Im Nachhinein muß man wohl feststellen, daß zu diesem Thema Vieles gemacht wurde, was völlig übertrieben war. Es wurden Millionen verpulvert um überall Einrichtungen zu schaffen, die, wie es sich jetzt herausstellt gar nicht benötigt wurden. Sehr viele Leute haben sich bemüht, das Flüchtlingsthema in den Medien hoch zu spielen, wobei nicht gescheut wurde, andere rücksichtslos zu beleidigen. Für uns alle sollte doch gelten: Erst wägen, dann wagen.

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  • fürst

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    Aus meiner Sicht haben auf dem Rücken der billig abgefundenen Ehremamtler einige die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, sich und ihren Unternehmen die Taschen gefüllt. – Ist der Wirrwarr erst verronnen, Schlacht verloren – und gewonnen.

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    • Dagobert

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      Die ehrenamtlichen waren nicht nur billige Arbeitskräfte. Ich möchte wetten, dass bei den Ehrenamtlichen nicht einmal die gesetzlichen Vorschriften zum Infektionsschutz und zum Arbeitsschutz eingehalten wurden. Da viele davon 16 oder 17 waren, hat sich vermutlich auch keiner um den Jugendschutz gekümmert. Leider hält sich jede Stadt hierzu bedeckt. Hauptsache, es wurden Kosten gespart, die Gesundheit der Bevölkerung ist nicht so wichtig…..

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      • fürst

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        Dagobert: Weit, aber sicher zutreffend gedacht. Von all den „Nachlässigkeiten“ bin ich überzeugt. Aber auf dem Papier wird alles ganz korrekt aussehen.

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        • Dagobert

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          Nicht ganz so weit hergeholt, fürst. In der Dortmunder Flüchtlingsunterkunft sind gerade die Masern ausgebrochen.

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  • fürst

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