Rundblick-Unna » Niederträchtig: Schockanrufer erschreckt zwei Kinder zutiefst – 12Jährige liefern Geld, Schmuck, Tablet und Handys aus

Niederträchtig: Schockanrufer erschreckt zwei Kinder zutiefst – 12Jährige liefern Geld, Schmuck, Tablet und Handys aus

Ein Mann ruft an, sagt, er heiße Anton – und erzählt mit ernster Stimme, der Papa (oder ein anderer naher Angehöriger) habe gerade einen schlimmen Unfall erlitten.  Klar, dass viele ahnungslos Angerufene erst einmal einen riesigen Schreck bekommen und auf die weiteren Anweisungen des Anrufers kopflos reagieren. Mit sogenannten Schockanrufen versuchen Betrüger momentan ans Geld russischstämmiger Bürger zu kommen. Gleich drei Versuche starteten Ganoven in der vergangenen Woche – zwei misslangen, einer war leider erfolgreich. Niederträchtigerweise waren die Betrugsopfer auch noch Kinder.

Kühlen Kopf bewahrten eine 39-jährige Frau aus Hamm-Werries und eine 80-jährige Seniorin aus Pelkum. Sie fielen nicht auf „Antons“ Gerede herein. Zwei Kinder jedoch glaubten der schockierenden Behauptung des Anrufers aber leider. Als gegen 18 Uhr das Telefon im Einfamilienhaus in Bockum-Hövel klingelte, waren die 12 Jahre alten Zwillinge der Familie kurzfristig allein zuhause. Am anderen Ende der Leitung sprach auf Russisch ein Mann namens Anton. Er erzählte, dass ihr Vater einen Unfall gehabt habe. Die Kinder sollten nun möglichst viel Bargeld und wertvolle Gegenstände aus dem Haus bringen, um eine Behandlung zu gewährleisten.

Die beiden Kinder waren verschreckt und verunsichert und machten sich natürlich riesige Sorgen um ihren Vater. Darum übergaben sie kurze Zeit später einem angekündigten Abholer Bargeld, Schmuck, Handys, einen Tablet-Computer und eine Spielekonsole. Der Mann, der die Sachen abholte, hatte ein osteuropäisches Aussehen, war etwa 1,70 Meter groß und hatte kurze, braune Haare. Er trug einen roten Pulli mit orangefarbenen Streifen und eine dunkle Hose. Außerdem trug er ein Headset am Ohr. Er stieg in einen roten Kleinwagen.

Zeugen, die insbesondere den roten Kleinwagen näher beschreiben können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Die Polizei weist im Zusammenhang mit den Schockanrufen darauf hin, dass insbesondere bei Notoperationen im deutschen Gesundheitswesen keine finanziellen Vorleistungen erbracht werden müssen. Wenn man Opfer einer derartigen Straftat oder versuchten Straftat wird, sollte man umgehend die Polizei über den Notruf 110 informieren.

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