Rundblick-Unna » Neuer Clou im Kettenschmiedemuseum: Trennung mittels „Scheidungssäge“ – Sonntag Saisonabschluss mit Stegketten-Schmieden und Waffeln

Neuer Clou im Kettenschmiedemuseum: Trennung mittels „Scheidungssäge“ – Sonntag Saisonabschluss mit Stegketten-Schmieden und Waffeln

Scheidungssäge.Drum prüfe, wer sich ewig bindet… sonst kommt der Tag, an dem die Säge sägen muss! Diesen neuen Clou bietet das Fröndenberger Kettenschmiedemuseum an: eine Trennungs- bzw. Scheidungssäge „für den Notfall“. Zu besichtigen (unter anderem) an diesem Sonntag, wenn sich das beliebte Fröndenberger „Industriemuseum“ mit einem Stegketten-Schmiedesonntag aus der Saison verabschiedet.

Kettenschmiedemuseum Scheidungssäge

Gemeinhin ist das Schmiedemuseum ja höchst beliebt dafür, glückliche Paare am prasselnden Schmiedefeuer, ja, zusammenzuschmieden – 582 Trauungen werden bis zum Jahresende bereits im industriehistorischen Ambiente vollzogen worden sein, 42 davon in diesem Jahr.

Ab sofort können sich nun also nicht mehr so glückliche Paare just am Ort ihrer Trauung auch wieder von den „Ketten“ befreien, sie sie sich symbolisch angelegt haben: durch demonstratives Zersägen ihrer schwarz lackierten Kettenglieder an der Scheidungssäge. „Wenn das Sägeblatt erst richtig kreischt und es ernst wird, überlegen es sich manche Paare vielleicht doch noch mal“, lacht Norbert Muczka vom Kettenschmiedemuseum.

Kettenschmiedemusem Scheidungssäge 2

Das ehrenamtliche Schrauberteam kann in der Tat lachend auf die nun endende Saison zurückblicken. Gut lief sie. „Wir sind leider zu wenige“, bedauert Muczka, denn gern würde das Museumsteam während der sommerlichen Radlersaison täglich öffnen. Die Lage direkt am Ruhrradweg lockt Pedalritter in Schwärmen. Das bleibt wegen Personalmangels leider vorerst Wunschdenken.

Doch die Feiertagsöffnung erstmals in diesem Jahr wird fortgesetzt, sie verlauf super erfolgreich, freut sich Norbert Musczka. Pfingsten, Himmelfahrt, Fronleichnam, Ostern, 1. Mai – an allen Tagen herrschte Gewimmel. „Insgesamt hatten wir rund 10 000 Besucher“, zieht Muczka das Fazit der Saison. „Bei uns sieht man eben nicht nur leblose Maschinen herumstehen, sondern sieht sie in Betrieb, kann zuschauen, wie eine Kette entsteht.“

Kettenschmiede Feuer

Kettenschmiede 2

Mit einem Funken sprühenden „Stegketten-Schmiedesonntag“ beendet das Museum an diesem Sonntag (25. 10.) seine 17. Saison: Von 10 bis 16 Uhr lodert letztmalig in diesem Jahr das Schmiedefeuer, und drei Kettenschmiede werden an der riesigen Stegkette weiterschmieden – 40 mm dick ist sie und besteht aus mittlerweile 32 Kettengliedern, gesamt ca. 5 Meter lang. Jedes Jahr kommen zehn hinzu. Zum Saisonabschluss gibt’s natürlich auch wieder Waffeln, Würstchen und Getränke.

Kettenschmiede 4

Kettenschmiede 1

Kettenschmiede 3

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