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Neuer „Bildungs-Campus“ mit Förderzentrum, WBK und Kita auf Gelände der Anne-Frank-Realschule

Ein „Campus Königsborn“ mit neu gebautem Förderzentrum, einer neuen Kita sowie einem neuen modernen Gebäude fürs Weiterbildungskolleg der Stadt Unna: Dieses ehrgeizige Projekt plant der Kreis auf dem Gelände der auslaufenden Anne-Frank-Realschule an der Döbelner Straße.

Der Kreistag beschloss am Dienstag einstimmig, dass endgültig ein Neubau für das Förderzentrum voran getrieben wird, da sein momentanes Domizil in der früheren Harkortschule an der Friedrich-Ebert-Straße schlichtweg zu marode ist. Der Altbau gegenüber dem Amtsgericht, in dem viele Jahre die Königsborner Förderschule untergebracht war, müsste für über 11 Mio. Euro saniert werden, schreibt die Kreispressestelle in ihrer Zusammenfassung des Kreistagsbeschlusses. Ein Neubau komme da gut 2 Mio.  günstiger.

kreistag-abstimmung

Abstimmung am Dienstag im Kreistag.


 

Zur Erinnerung: Mit dem Umbau der Förderschullandschaft im Kreis war das Förderzentrum Unna nach den Sommerferien in die (aufgelöste) ehemalige Harkortschule gezogen. Doch für eine langfristige Nutzung, so hatte sich herausgestellt, müsste u. a. die komplette Gebäudetechnik instand gesetzt werden.

Harkortschule

„Derzeit wird ein ausreichendes Raumangebot für die rund 220 Schüler u. a. über Container sichergestellt“, berichtet der Kreis. „Einhellige Meinung ist aber, dass das keine Dauerlösung sein kann. Eine grobe Kostenschätzung hat ergeben, dass die Sanierung des Altbaus mit rund 11,2 Mio. deutlich teurer wäre als ein Neubau einschließlich Grundererb auf dem Grundstück der Anne-Frank-Realschule, der mit rund 9,4 Millionen Euro veranschlagt ist.“

Die Stadt Unna hat das Grundstück für den Neubau angeboten, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hansa-Berufskolleg, zum Naturwissenschaftlichen Zentrum (NTZ) zur Stadthalle liegt. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Stadt und des Kreises prüft derzeit, ob Kooperationen möglich sind.

Denn auf dem großen Grundstück (insgesamt 19.000 Quadratmeter) ist bereits eine Kindertagesstätte geplant. Außerdem gibt es Überlegungen, das städtische Weiterbildungskolleg dort anzusiedeln. Zusammen mit dem Förderzentrum könnte ein regelrechter Campus entstehen, der Synergie-Effekte bietet, weil unter anderem die Infrastruktur gemeinsam genutzt werden kann.

Mit dem Kreistagsbeschluss konkretisieren sich die Neubau-Pläne für das Förderzentrum. Bis Mitte des nächsten Jahres soll eine belastbare Kostenschätzung sowie Maßnahme- und Zeitpläne vorgelegt werden. Baubeginn könnte 2018 sein, für den Beginn des Schuljahres 2020/21 ist nach jetzigem Stand der Umzug des Förderzentrums angepeilt.

 

 

Kommentare (1)

  • Hanno

    |

    Neues Förderzentrum ? Woher soll denn das Geld kommen ? Hatte die Landesrgierung und Frau Lörmann nicht die Tage gesagt, für Inklusion gibt es kein Extrageld ?
    Ach und die Städte haben doch geklagt, um das Geld zu bekommen…..

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