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Neue Sicherheits-Patrouillen in Zügen – ohne Waffen, ohne Hunde

Eine „völlige Enthemmung der Angreifer“ beobachtet NRW-Verkehrsminister Groschek mit alarmiertem Blick in Züge und Bahnen: Seit etwa einem halben Jahr nimmt die Brutalität bei Angriffen auf Zugpersonal und Passagiere erschreckend zu. Ab Herbst soll die Sicherheit auf der Schiene mit Dreierteams verstärkt werden, die durch die Züge patrouillieren.
Ohne Waffen, ohne Pfefferspray etc. und auch ohne Hunde. Der Verwaltungsrat des VRR hat entschieden, mit Rücksicht auf die Tiere auf vierbeinige Verstärkung zu verzichten. (Unser Archivbild zeigt Polizeihund „Klitschko“ in Aktion.)
Verkehrsminister Groschek selbst beschrieb Ende April bei der Ankündigung der Sicherheitsverstärkung Szenen, die an Hooligan-Filme erinnern (so rp online). „Wir beobachten eine völlige Enthemmung der Angreifer“, wurde der Minister zitiert. „Selbst auf Menschen, die längst am Boden liegen, wird eingetreten. Mancher glaubt, sein vermeintliches Recht mit der Faust durchsetzen zu können.“ Solche Szenen häufen sich auch bei Überfällen oder Zusammenrottungen gegen Polizisten auf der Straße.
Zwar haben die Straftaten im ÖPNV 2015 um ca. 4 Prozent abgenommen – doch die Brutalität der Täter steigt an. Über viele solcher eiskalten Übergriffe (auch mit Messern, Elektroschockern und Pistolen) haben wir in den vergangenen Monaten berichtet. Diese besonders gewalttätigen Taten häufen sich laut VRR und Bundespolizei seit ca. einem halben Jahr.
Zentraler Bestandteil des Sicherheitskonzepts ist auch der ausgeweitete Einsatz von Videokameras in Bussen und Bahnen.
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Uwe Wemhöner armes Deutschland …es muß erst etwas mehr passieren bevor man handelt

Rundblick Unna S. Maritz (via Rundblick Unna): Wenn die Täter mit Messern, Elektroschockern und Pistolen bewaffnet sind, die Sicherheitsleute aber unbewaffnet sind – wie sollen die sich dann angemessen verteidigen bzw. durchsetzen???

Christiane Kramer Warum bei ansteigender Brutalität auf Waffen und Hunde verzichtet werden soll, ist für mich nicht nachvollziehbar! Wie sollen die Beamten sich und Fahrgäste schützen, wenn der/die Angreifer bewaffnet sind, z.B mit Messer, Waffe oder gar einer Axt ??? Ein dritter Beamter wirkt dann sicherlich auch nicht abschreckender….

Degirb Gnoleic Vielleicht sollte sich Minister Groschek mal selbst für eine Woche für diesen Dienst zur Verfügung stellen?? Selbstverständlich unbewaffnet 😉 Na ??? Ist das ein guter Vorschlag?? *Ironie off :-/

Uwe Wemhöner zur Abschreckung würde ich aber doch vorschlagen,das man Schusswaffen trägt und Pfefferspray hat

Sascha Rudolph Unfassbar, jetzt werden Züge bewacht die bisher immer sicher waren, irgendwas läuft hier doch gewaltig schief!

Christiane Schunk Na denn mal viel Glück den Dreierteams!!!!
Ich würde den Job unbewaffnet nicht machen.

Degirb Gnoleic … wer würde sich denn schon „freiwillig“ in diese Gefahr begeben ??? Niemand der bei Verstand ist …. Schwachsinn hoch drei …. :-(

Christiane Schunk Genau.
Armes Deutschland

Degirb Gnoleic haben wir das etwa verdient?? Scheinbar ….. so wie die meisten „gewählt“ haben …. :-( Die „Rache“ folgte ja gleich auf dem Fuße ….. :-/

Monika Burgovitsch Warum so spät?

Kommentare (4)

  • S. Maritz

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    Wenn die Täter mit Messern, Elektroschockern und Pistolen bewaffnet sind, die Sicherheitsleute aber unbewaffnet sind – wie sollen die sich dann angemessen verteidigen bzw. durchsetzen???

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  • Dagobert

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    Nicht zu fassen , Herr Groschek möchte unbewaffnetes Zugpersonal gegen vollkommen enthemmte und bewaffnete Gewalttäter einsetzen. Leider hat Herr Groschek auch vergessen , uns zu erklären, wie es zu dieser katastrophalen Entwicklung kommen konnte und wer genau die Gewalttäter sind.

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    • fürst

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      Seelsorger-Teams zur Deeskalation. Ich lache mich kaputt.
      Scharfe Hunde und Taser sollten mindestens zum Einsatz kommen.

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  • S. Maritz

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    Für die Sicherheitskräfte ist das nichts anderes als ein Himmelfahrtskommando. Unbewaffnet gegen Gewalttäter der schlimmsten Sorte. Unverantwortlich. Die Politik hat den Kontakt zur Realität verloren.

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