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Nachahmungswert? In Hamm gibt´s jetzt einen Einbruchsradar

Möglicherweise zur Nachahmung im Kreis Unna empfohlen? 15 Einbrüche zählte die Kreispolizeibehörde am Dienstag – ein übler Rekord-Spitzenwert. Allein sechsmal wurde in eingebrochen, kreuz und quer durchs Stadtgebiet verteilt.  In Hamm veröffentlicht die Polizei jetzt jeden Freitag einen „Wohnungseinbruchs-Radar“ – auf ihrer Website und bei Facebook.

Dabei handelt es sich um eine Übersichtskarte, in der die Wohnungseinbrüche samt Versuche der zurückliegenden Woche in den Stadtteilen verzeichnet sind. Die genauen Hausnummern der Tatorte sind aus Datenschutzgründen nicht zu erkennen.

Die Polizei möchte die Bürger so über die Entwicklung der Einbruchskriminalität in Hamm informieren. Sie hofft, dass sich die Menschen noch stärker mit dem Thema beschäftigen, wenn sie sehen, dass in ihrem Viertel eingebrochen wurde.

Die Kreispolizeibehörde kennt deutliche Schwerpunkte in ihren Einsatzbereichen ebenfalls: In Unna waren es im vorigen Jahr Königsborn und der südliche Innenstadtbereich nahe an B1 und Iserlohner Straße – also überall, wo man (egal mit guten oder schlechten Absichten) schnell hin und auch schnell wieder wegkommt. In Fröndenberg wird sehr häufig in den westlichen Stadtteilen eingebrochen (Langschede, Dellwig, Ardey – also ebenfalls nah an Bundesstraße und Autobahn) sowie am Mühlenberg.

Wichtig ist es, aufmerksam zu sein und schon bei geringen Verdachtsmomenten in der Nachbarschaft umgehend den Notruf 110 zu wählen. Weiterhin sollte man seine Wohnung oder sein Haus gegen ungebetenen Besuch sichern. Dazu bietet die Polizei Hamm eine kostenlose Beratung an, die über die Rufnummer 02381 916-3500 vereinbart werden kann. Aufgrund der gestiegenen Einbruchszahlen hat die Polizei Hamm eine spezielle Ermittlungskommission eingerichtet. Ihre Erkenntnisse werden auch für den gezielten Einsatz uniformierter und ziviler Streifen gegen Einbrecher genutzt.

Hier geht es zum Wohnungseinbruchsradar: http://www.polizei-nrw.de/hamm/artikel__12522.html https://www.facebook.com/Polizei.NRW.HAM/photos/a.419009768228626.1073741828.411099082353028/781922231937376/?type=3&theater

Kommentare (4)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Könnte durchaus Nützlich sein.

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  • Martin Schonert via Facebook

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    Stattdessen sollten sie lieber verstärkt Streife fahren und gehen, alle Wachen nachts wieder mit genügend Einsatzkräften besetzten usw. Es kann nicht sein, dass ich jeden Tag in der Presse die Auflistung steigender Einbrüche lese, und auf der anderen Seite stehen sich nachts die Einsatzwagen vor den Wachen die Reifen eckig. Mehr Präsenz heißt das Zauberwort! Hier müssen unsere Politiker die Steuergelder anlegen. Die Zukunft wird es zeigen! Leider reagieren unsere Volksvertreter immer erst, wenn es zu spät ist.

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    • Mike

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      Genauso ist es leider, ich komme jeden zweiten Abend zwischen 23:00 – 2:00 Uhr zweimal an einer Wache vorbei und nur in ganz wenigen Ausnahmefällen ist von den drei dort stationierten Dienstwagen einer unterwegs.
      Die Kripo hingegen habe ich letztes Jahr zu den Zeiten zweimal gesehen.

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  • Mike

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    Wenn das so weitergeht kommen wir in Zeiten wo man eine Bürgerwehr braucht, die Polizei ist gnadenlos unterbesetzt und viel zu viel mit unwichtigen Sachen belastet, so wird es nichts und es muss auch eine geänderte Gesetzeslage her, wer erwischt wird, Sofortverurteilung und nach 2 Einbrüchen lange Haftstrafen wie in anderen Ländern auch, Kuscheljustiz funktioniert nunmal nicht.

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